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Bürgerfest: Lärm soll in Grenzen bleiben

Südstadt Bürgerfest: Lärm soll in Grenzen bleiben

Die zweitägige Veranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit am Maschsee soll für die Anwohner nicht zu laut werden.

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Das Maschseefest, hier im Bild zu sehen, ist seit Sonntag vorbei. In sechs Wochen wird an dieser Stelle das Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Foto: Körner

Quelle: (Alexander Körner)

Südstadt. Südstadt. Seit das Maschseefest am vergangenen Sonntag zu Ende gegangen ist, herrscht wieder Ruhe an Hannovers Haussee. Doch lange währt sie nicht. In genau sechs Wochen wird am Maschsee und im Maschpark schon das nächste Fest gefeiert: das zweitägige Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit mit Ländermeile, Musikbühnen, Kinder- und Sportaktionen sowie Informationsständen. In Bezug auf den Lärm werde das Bürgerfest am 2. und 3. Oktober nicht großartig vom Maschseefest zu unterscheiden sein, sagte Michael Oehlerking, Geschäftsführer der Isernhagener AMT Ingenieurgesellschaft, als er das vorläufige Ergebnis des Lärmminderungskonzepts für die Veranstaltung im Bezirksrat Südstadt-Bult vorstellte, das die Stadt bei ihm in Auftrag gegeben hatte. Ohlerking versicherte aber: „Wir werden den Lärm auf das mögliche Maß reduzieren.“

Die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit werden jedes Jahr von jenem der 16 Bundesländer ausgerichtet, das den Vorsitz im Bundesrat hat. In diesem Jahr ist Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil Bundesratspräsident, weshalb die niedersächsische Staatskanzlei die offiziellen Feiern wie auch die zweitägige Party rund um den Maschsee organisiert. Deren Herzstück ist die Ländermeile im nördlichen Teil des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers. Dort werden die Bundesländer ihre Zelte aufschlagen und mit Hilfe von Ausstellern, Künstlern und Gastronomen aus der ganzen Bundesrepublik zwei Tage lang die Vielfalt Deutschlands präsentieren. Zur Partyzone zählen außerdem das Nordufer des Maschsees, die Willy-Brandt-Allee und die Culemannstraße.

Die AMT-Ingenieure wollen nun mit den Verantwortlichen der einzelnen Bundesländer besprechen, was in ihren Zelten am Maschseeufer „geht und was nicht geht“, wie Oehlerking betonte. Nach der Freizeitlärm-Richtlinie des Landes Niedersachsen ist als oberstes Limit für den Tag, also zwischen 6 und 22 Uhr, eine Lautstärke von 70 dB (A) erlaubt, was einer lauten Unterhaltung oder einem zehn Meter entfernt fahrenden Auto entspricht. In den Nachtstunden ist eine Lärmbelastung von maximal 55 dB (A) zulässig. Das ist so laut wie eine normale Unterhaltung. Einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen dürfen diese Werte am Tag um höchstens 20 dB (A) überschreiten, was in der Summe dann dem Lärm eines Lastwagens entspräche. In der Nacht ist eine kurzzeitige Erhöhung der Lärmspitzen um bis zu 10 dB (A) erlaubt. So laut ist es beispielsweise in einer Kantine.

Die Freizeit-Richtlinie erlaubt allerdings bei „besonderen Ereignissen mit herausgehobener Bedeutung“, dass der Beginn der Nachtzeit auf 24 Uhr hinausgeschoben wird. Eine solche Ausnahmegenehmigung hat das Land bei der Stadt beantragt. Und die Aussichten stehen gut, dass diese den Antrag genehmigt. „Wir stehen dem Anliegen positiv gegenüber, da es sich mit den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit um ein Ereignis von übergeordneter Bedeutung handelt und auch die Stadt selbst in erheblichem Maße davon profitiert“, teilt Stadtsprecher Udo Möller auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers mit. Dem Antrag des Landes werde deshalb Rechnung getragen. Möller versichert aber, dass der Stadt der Schutz der Anwohner am Herzen liegt und sie diesen deshalb im Blick behalten will. „Dieser scheint uns im Fall dieser Ausnahmesituation aber trotz späterer Nachtruhe gewahrt“, ergänzt er.

Diplom-Ingenieur Oehlerking betonte in der Bezirksratssitzung, dass alle Beschallungsanlagen vor dem Bürgerfest gemessen und auch während der Veranstaltung kontrolliert würden. Sollten Anwohner sich dennoch über zu viel Lärm beschweren, wollen die Fachleute über die drei fixen Messpunkte im Bereich der Straßen Auf dem Emmerberge, Wiesenstraße und Geibelstraße hinaus mobile Messungen vornehmen. „Wir hoffen aber, dass wir unter dem Limit bleiben können“, betonte Oehlerking.

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