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Laserangriff auf Stadtbahnfahrer in Hannover

U-Bahn-Station Geibelstraße Laserangriff auf Stadtbahnfahrer in Hannover

Angriff mit dem Laserstrahl: In der U-Bahn-Station Geibelstraße ist am Mittwoch ein Stadtbahnfahrer schwer an den Augen verletzt worden. Die Polizei vermutet eine Gruppe Jugendlicher hinter dem Angriff – und wertet derzeit Videomaterial aus.

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Der Fahrer leitete mit geschlossenen Augen in der Station Geibelstraße eine Vollbremsung ein.

Quelle: Tobias Kleinschmidt

Hannover. Ein Stadtbahnfahrer der Üstra ist mit einem Laserpointer geblendet und an beiden Augen schwer verletzt worden. Wie die Polizei gestern mitteilte, ereignete sich die Tat bereits am Mittwochnachmittag in der U-Bahnstation Geibelstraße. Der 53-jährige Mitarbeiter der hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra wird in der Augenklinik des Klinikums Nordstadt behandelt. Noch ist ungewiss, ob er seine volle Sehkraft zurückerlangen wird. Vom Täter fehlt bisher jede Spur; die Polizei fahndet mit Hochdruck und sucht dringend Zeugen.

Der Stadtbahnfahrer war am Mittwochnachmittag auf der Linie 8 unterwegs. Gegen 16.35 Uhr fuhr er mit Fahrtziel Messe Nord in die unterirdische Station Geibelstraße ein. „Seinen Beschreibungen zufolge hat es plötzlich geblitzt, dann spürte er wahnsinnige Stiche in seinen Augen“, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Mit geschlossenen Augen und unter akuten Schmerzen brachte der Stadtbahnfahrer das Fahrzeug mit einer Vollbremsung am Bahnsteig zum Stehen. „Er hat sofort die Betriebsleitstelle informiert. Von dort aus haben die Kollegen den Rettungsdienst gerufen“, sagte Iwannek.

Mit dem Krankenwagen ging es in die Augenklinik; dort wird der Üstra-Mitarbeiter seitdem stationär behandelt und muss voraussichtlich noch mehrere Tage in der Obhut der Ärzte bleiben. Sie versorgen ihn rund um die Uhr mit Infusionen, die den Heilungsprozess des zerstörten Gewebes beschleunigen sollen.

Täter stand vermutlich auf gegenüberliegendem Bahnsteig

Die Polizei geht davon aus, dass der Täter auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig stand, als er den Stadtbahnfahrer offenbar mutwillig und gezielt mit dem Laserpointer blendete. Zeugen gibt es bisher nicht. Weder unter den Fahrgästen noch unter den Wartenden am Bahnsteig gab es jemanden, der den Täter beobachtet hat. Die Polizei hat nur einen einzigen Hinweis: Zum Zeitpunkt des Vorfalls sollen sich mehrere Jugendliche am gegenüberliegenden Bahnsteig aufgehalten haben. Trotz der dürftigen Anhaltspunkte sind die Ermittler optimistisch, dass sie den Täter stellen werden.

Die Station Geibelstraße ist – wie alle anderen unterirdischen Haltestellen der Üstra auch – mit mehreren Überwachungskameras ausgestattet. Die Auswertung des Materials hat bereits begonnen; die Polizei hofft, noch im Laufe des heutigen Tages ein Bild des mutmaßlichen Täters veröffentlichen zu können. Dieser muss mit einem Verfahren wegen Körperverletzung rechnen. Dann droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

2010 ist es in Hannover schon einmal zu gefährlichen Attacken mit Laserpointern gekommen. Damals wurden zwei Piloten während des Landeanflugs auf den Flughafen Hannover-Langenhagen mutwillig geblendet. Sie konnten ihre Maschinen sicher aufsetzen, die Täter wurden nicht gefasst.

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Üstra-Mitarbeiter geblendet
Foto: In der U-Bahn-Station Geibelstraße ist am Mittwoch ein Stadtbahnfahrer schwer an den Augen verletzt worden. 

Nach der gefährlichen Laser-Attacke auf einen Stadtbahnfahrer sucht die Polizei mit Hochdruck nach dem Täter. Die Ermittler waren am Freitag noch damit beschäftigt, die Bilder auszuwerten, die eine Überwachungskamera von dem Vorfall in der U-Bahn-Station Geibelstraße aufgezeichnet hat.

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Von Redakteur Vivien-Marie Drews

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