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Süd „Die Königstraße ist unser Vorbild“
Hannover Aus den Stadtteilen Süd „Die Königstraße ist unser Vorbild“
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17:54 19.06.2013
Von Heike Schmidt
Guido Langner will die Lavestraße und das Warmbüchenviertel umbauen und weiter gestalten. Quelle: Emine Akbaba
Südstadt

Sein Verein will dem Leerstand den Kampf ansagen und postuliert selbstbewusst: „Die Königstraße ist unser Vorbild.“ Gemeinsam mit den Vermietern leer stehender Geschäftsflächen will die Interessengemeinschaft künftig „die Mieter suchen, die passen“ und die im Viertel gebraucht werden. Und noch eins möchte der Verein erreichen: „Die Lavesstraße muss schöner werden.“ Noch sei sie zu breit, zu schnell und animiere nur zum Durchfahren, anstatt zum Verweilen. Ähnlich habe es auch auf der Königstraße vor der Sanierung 2004 ausgesehen. Doch das soll sich jetzt ändern. Im Gespräch erläutert Langner die Pläne der Interessengemeinschaft.

Herr Langner, Sie sind seit Kurzem neuer Vorsitzender der Interessengemeinschaft Lavesstraße/Warmbüchenviertel. Was ist ihr Ziel?

Unser großes Ziel ist natürlich die Förderung des Wirtschaftszentrums Lavesstraße und des Warmbüchenviertels.

Augenfällig ist ja, dass viele Läden leer stehen ...

Ja, richtig. Das ist unser großes Problem: Wir haben hier einen sehr hohen Leerstand. Das ist für eine Innenstadtlage untypisch - und auch besonders auffällig.

Wie hoch ist er denn?

Wir sprechen hier von 25 bis 30 Prozent der Läden, die leer stehen und nicht vermietet sind. Wie viele Büros möglicher weise ebenfalls leer stehen, dazu kann ich nichts sagen.

Aber als Interessengemeinschaft können Sie gegen den hohen Leerstand ja kaum etwas tun ...

Im Gegenteil. Wir wollen künftig gemeinsam mit dem Vermieter der Flächen gezielt Mieter suchen.

Wie soll das aussehen?

Zunächst werden wir uns ansehen, welche Dienstleistung oder welches Produkt in unserem Viertel gebraucht wird. Darüber gibt es Statistiken. Die werden wir auswerten. Dann setzen wir uns mit dem Vermieter gemeinsam hin und werden auch gemeinsam Anzeigen schalten und gezielt suchen. Wenn sich beispielsweise herausstellen sollte, dass ein Fleischer fehlt, werden wir nach einem Fleischer suchen.

Das ist aber nur ein Aspekt, die Straße selbst wird dadurch nicht unbedingt attraktiver.

Nein, das wird sie nicht. Und das ist auch unser großes Problem. Zum einen ist der Zustand der Straße katastrophal. Zum anderen ist die Lavesstraße eine Durchfahrtsstraße, die man schnell hinter sich lässt, um in die City zu gelangen. Die Straße ist zu breit, zu schnell und zu unschön anzusehen. Sie müsste grüner und grundsätzlich erneuert werden - so wie die Königstraße. Die hat sich ja auch sehr entwickelt, nachdem sie grundsaniert wurde.

Ist die Königstraße ein Vorbild?

Unbedingt! Sie hatte vor der Umgestaltung das gleiche Problem wie wir jetzt in der Lavesstraße: Sie war unattraktiv und eine typische Durchfahrtsstraße. Heute ist sie eine wunderbare Einkaufsstraße mit Premiumanbietern.

Glauben Sie denn, dass Hannover eine zweite Einkaufsstraße mit Premiumanbietern wirklich braucht? Es gibt ja auch noch die Georgstraße ... Etwas viel Premium, oder?

Wir sind ja jetzt schon Premium. Denken Sie an die rahmengenähten Herrenschuhe der Edelmarke Alden, an das Zigarren- und Pfeiffenhaus König & Schubert, an Licht & Ambiente am Thielenplatz ...

Das heißt aber doch noch nicht, dass ein Premiumangebot an der Lavesstraße auch funktioniert, oder?

Untersuchungen haben ergeben, dass sich Menschen, die einkaufen, in einem Radius von etwa 200 Metern bewegen. In diesen Radius würden wir fallen. Von daher sehe ich keine Konkurrenzsituation zu Königsstraße, im Gegenteil, ich sehe es eher als Fortführung.

Doch zunächst bleibt das Problem der Straße an sich ...

Ja, und das werden wir jetzt angehen. Am Zustand der Straße muss sich etwas ändern.

Interview: Heike Schmidt

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