Messe. Die SPD will ein Verkehrskonzept für die Ansiedlung des Logistikzentrums auf dem Messegelände erarbeiten. „Denn schon zu Messezeiten wird es dort richtig eng“, sagt SPD-Baupolitiker Thomas Hermann. Derzeit lote die Fraktion Möglichkeiten aus, wie der Schnellwegzugang im Süden des künftigen Zentrums entlastet werden kann. „An die Kreuzung Schnellweg/Lissabonner Allee müssen wir baulich rangehen“, sagt Hermann.
110.000 Quadratmeter wird die Halle umfassen, die auf dem Messeparkplatz an der Emmy-Noether-Allee entstehen soll. Anwohner laufen Sturm gegen das Vorhaben und stellen die sechs Gutachten zu den Auswirkungen des Baus infrage. Die von der Stadt beauftragten Experten haben keine Einwände gegen die Ansiedlung. Eine Bürgerinitiative aber fordert die „sofortige Aussetzung aller Planungen“.
Die Fundamentalkritik stößt bei Ratspolitikern auf Unverständnis. „Die Anwohner sollten jetzt konstruktive Vorschläge machen“, rät Grünen-Baupolitiker Michael Dette. Eine radikale Ablehnung des Vorhabens helfe nicht weiter, meint auch sein Kollege Thomas Hermann. FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke sieht die Stadt in der Pflicht: „Sie sollte einen Dialog mit den Anwohnern in Gang setzen und über neue Verkehrskonzepte sprechen“. Zudem dürfe die Verwaltung das Thema Lichtverschmutzung nicht aus den Augen verlieren. Bewohner des Kronsbergs hatten kritisiert, dass die Hallenbeleuchtung vermutlich bis in ihre Fenster dringt. Baurat Uwe Bodemann versicherte, im Kaufvertrag einen Passus einzubauen, der Masten mit Scheinwerfern untersagt. „Warum nicht auf LED-Beleuchtung setzen, die weniger Streulicht verursacht“, meint Engelke.
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