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Süd Marktführer für 3-D-Scanner zieht in dänischen Pavillon
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Marktführer für 3-D-Scanner zieht in dänischen Pavillon
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07:23 03.03.2011
Von Daniel Behrendt
Das Technikunternehmen Scanbull bringt wieder Leben in den dänischen Pavillon. Quelle: Insa Catherine Hagemann

Bewegung auf dem Expo-Ostgelände: Der seit 2009 verwaiste dänische Pavillon hat einen neuen Mieter. Am Mittwoch eröffnete das Technikunternehmen Scanbull in dem kubischen Zweckbau ein „3D Science Center“, einen Schauraum für Systeme zur Erfassung von dreidimensionalen Abbildungen. Vorerst neun Mitarbeiter werden am neuen Standort Hannover arbeiten, mittelfristig will die 2001 gegründete Firma mit Zentrale in Hameln ihr Personal in Hannover auf rund 50 Mitarbeiter aufstocken.

Scanbull ist international führend bei der Entwicklung und Fertigung von Systemen zur dreidimensionalen Erfassung von Gegenständen aller Art und Größe. Eine derartige Technologie ist etwa bei Modeunternehmen gefragt, die ihre Modelle im Internet buchstäblich von allen Seiten präsentieren wollen. Nach Angaben des hannoverschen Niederlassungsleiters Norbert Zimmermann hat das Unternehmen, das neben der Zentrale in Hameln und der Dependance in Hannover noch einen Produktionsstandort im nordrhein-westfälischen Hattingen betreibt, einen Weltmarktanteil von rund 80 Prozent.

Eignerin des ein Haupt- und drei Nebengebäude umfassenden Komplexes ist die dänische Textilfirma Bestseller, die unter anderem Marken wie Jack & Jones und Vero Moda vertreibt. Das Unternehmen hatte die Immobilie unmittelbar nach der Weltausstellung erworben. Nach langem Leerstand und einem schweren Brandschaden eröffneten die Dänen 2007 ein Schulungszentrum für ihre Mitarbeiter, gaben das Projekt aber zwei Jahre später wieder auf. Seit Mitte 2009 stand der dänische Pavillon abermals leer.

Der neue Mieter Scanbull beabsichtigt laut Projektleiter Norbert Zimmermann, „mindestens fünf Jahre“ am Standort zu bleiben. Man habe mit der Vermieterin einen Mietvertrag für drei Jahre geschlossen und sich gleichzeitig „weitere Optionen gesichert“.

Ob dies einen eventuellen Kauf der Immobilie einschließt, wollte Zimmermann am Mittwoch nicht beantworten. „Natürlich machen wir künftige Entscheidung von den weiteren Entwicklungen abhängig, aber wir sind vorerst sehr zufrieden mit unserer Standortwahl“, sagt Zimmermann. Vor allem die hervorragende Anbindung an die Messe – Scanbull hat dieser Tage einen Shuttle-Service zwischen der CeBIT und dem dänischen Pavillon eingerichtet – sei ein starkes Argument für den einstigen Expo-Pavillon.

Die neuen Räume will Scanbull neben der Produktpräsentation auch für Forschung und Entwicklung nutzen. Das Hightechunternehmen produziert Hard- und Softwarelösungen für unterschiedlichste Verwendungszwecke. Die Produktpalette reicht von portablen Scansystemen für Heimanwender bis hin zu Autoscannern, die 60.000 Euro und mehr kosten.

Daniel Behrendt

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