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Modeschüler präsentieren ihre Designerstücke

Modenshow Modeschüler präsentieren ihre Designerstücke

Absolventen der m3-Modeschule haben ihre Abschlusskollektionen im RP5 am Raschplatz vorgestellt. Dabei wurden von den Dozenten nicht nur die Kleidungsstücken an sich, sondern auch auch die Musik- und Lichtwahl während der Präsentation bewertet. 

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Von den Nomaden aus der Mongolei inspiriert: Amelie Ziegler (oben) mit zwei Models, die Stücke ihrer Kollektion präsentieren.

Quelle: Villegas

Südstadt/List. Es ist der Höhepunkt ihrer Ausbildung: Zwölf Schüler der m3-Modeschule haben ihre Abschlussprüfung in Form einer eigenen Kollektion dem Publikum und dem Prüfungskomitee präsentiert. Unter dem Motto „Flow“ zeigten die Nachwuchsdesigner ihre Modenschau im RP5 am Raschplatz. Auf dem Laufsteg führten die Models unter anderem Kleider aus fließenden Stoffen, ausgefallene Schnitte und mutige Kreationen vor.

Sechs Monate dauerte die Reise von der ersten Skizze bis zu den fertigen Outfits. Eine Zeit, die nicht nur heiter weiter: „Man macht sich natürlich einen Zeitplan. Ob man den auch einhält, ist aber immer eine andere Sache“, sagt Ameli Ziegler und lacht. Die 25-Jährige hatte eigentlich bereits ein Lehramtsstudium angefangen, als sie sich entschloss, doch in Richtung Modedesign zu gehen. „Ich habe schon seitdem ich klein bin eine Affinität, was das Schneidern angeht“, sagt sie. Kein Wunder, denn auch ihre Mutter ist Schneiderin. Für ihre Kollektion „Altan Namar“ ließ sich die gebürtige Rostockerin von Nomaden aus der Mongolei inspirieren. Die teils weiten Schnitten in Gelb- und Blautönen verzierte sie mit Wölfen oder gar blonden Strähnen. Zieglers kniffeligstes Stück: Eine Fellhose. „Das hat an der Nähmaschine anfangs einfach nicht so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagt sie. Doch mit etwas Geduld und Durchhaltevermögen schaffte es auch die plüschige Hose auf den Laufsteg.

120 Skizzen gezeichnet

Bis die junge Frau allerdings überhaupt an der Nähmaschine ihre Outfits schneidern konnte, mussten sie und ihre Mitschüler vorab 120  verschiedene Skizzen für ihre Kollektionen anfertigen. Sofern aber hier die Ideen sprudeln, ist auch das zu meistern. Wie bei der 22-jährigen Anna-Sophia Burghardt. Die Görlitzerin hatte zwar genug Einfälle für ihre Business-Kollektion für Herren, allerdings war das Schneidern solcher Entwürfe Neuland für sie. „In der Ausbildung lernen wir nur Damenschnitte“, erklärt sie. Allerdings wollte Burghardt etwas Neues wagen und glänzte bei der Show mit maßgeschneiderten Anzügen. Bei ihrer Kollektion „Chronomento“ dreht sich alles um das Thema Stress im Berufsalltag. Der Clou: Die junge Designerin nutzte bewusst gedeckte Farben wie blau und grau, die eine beruhigende Wirkung haben sollen. Nur ab und zu blitzen orangene Akzente durch. Bei ihren fünf Outfits legte die 22-Jährige Wert auf einen angenehmen Tragekomfort sowie weiche Stoffe. Besonders praktisch für den Mann: Die Stoffe sind so gewählt, dass sie nicht gebügelt werden müssen.

Mit ihren Kollektionen haben die zwölf jungen Designer zwar schon die größte Hürde genommen, allerdings müssen sie sich bezüglich ihrer Abschlussnote noch etwas gedulden. Die erhalten sie erst einige Tage später. „Wir bewerten auf der Modenschau unter anderem die Musik- und Lichtwahl, die Performance und natürlich die Outfits selbst“, erklärt m3-Schulleiterin Eva Emde. Mit bestandener Prüfung können die Absolventen sich nächste Woche Mittwoch dann schon staatlich geprüfte Designer nennen.

Von Madeleine Buck

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