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Süd Neuapostolische Kirche gibt Standorte in Anderten und Misburg auf
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Neuapostolische Kirche gibt Standorte in Anderten und Misburg auf
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08:50 17.01.2012
Von Rüdiger Meise
Die Gebäude der Kirche in Limmer sollen abgerissen werden. Grundeigentümer Alexander Blank plant dort Reihenhäuser. Quelle: Simon Peters
Anderten/Misburg

Auf dem Gelände ihres dortigen Gemeindehauses soll 2014 ein großes Zentrum für den Großteil der stadtweit rund 2600 Mitglieder entstehen. Im Jahr 2010 hatte die Neuapostolische Kirche bereits ihr Gemeindehaus in Limmer aufgegeben.

Die Fusion der Gemeinden folgt einem neuen Konzept der Neuapostolischen Kirche, nachdem Gemeinden mindestens hundert aktive Mitglieder haben sollen, um ein vielfältiges Gemeindeleben zu gewährleisten. Dazu gehören laut Michael Kornowski, der die Immobilien der Kirche betreut, Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, Chöre und Instrumentalmusik. Zwar könnten Gemeinden diese Voraussetzungen auch mit weniger Mitgliedern erfüllen, doch will die Freikirche „vorausschauend die demografische Entwicklung im Blick behalten“, wie ein Sprecher sagt. Zudem sollen die Gemeinden im Leben der Stadt präsent sein und sowohl nach innen wie nach außen aktiv wirken.

So wurde die Gemeinde in der Sackmannstraße in Limmer unter anderem aufgegeben, weil das Gebäude im alten Dorf „doch sehr versteckt lag“, wie Kornowski sagt. Für das bislang größte Gemeindehaus der Kirche in der Brühlstraße, das ebenfalls aufgegeben werden soll, interessiert sich laut Kornowski die Glaubensgemeinschaft Koinonia.

Gute Erfahrungen mit der Fusion von Gemeinden habe die Kirche in Wunstorf gemacht, sagt Kornowski. Dort sei die Zahl der Gottesdienstbesucher und Opfergaben nach einer Zusammenlegung von Gemeinden gestiegen. „Unsere Aktivitäten werden dort nun deutlicher wahrgenommen“, sagt er. So habe kürzlich der Theologe, Vatikankenner und Fernsehjournalist Stephan Kulle die Gemeinde besucht.

Mitgliederschwund führt seit Jahren auch bei den christlichen Glaubensgemeinschaften zur Zusammenlegung von Gemeinden und zur Entwidmung von Kirchen. Die evangelische Landeskirche will aktuell die Corvinuskirche in Stöcken abgeben. Bereits 2009 ließ die Landeskirche die Messiaskirche in Groß-Buchholz abreißen. Insgesamt muss sich die evangelische Kirche laut Prognosen von rund einem Drittel ihrer Gebäude trennen. Erst im Juli wurde eine Kirche der evangelisch-methodistischen Immanuelkirche im Warmbüchenviertel am Rande der Innenstadt abgerissen. Vergeblich hatte die Gemeinde versucht, das schlichte Nachkriegsgebäude an eine andere religiöse Gruppierung zu verkaufen. Auf dem Grundstück in der Hedwigstraße nahe dem Schiffgraben wurde ein Neubau mit sieben Edelappartements errichtet.

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