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Süd Neuapostolische Kirche plant neues Zentrum
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Neuapostolische Kirche plant neues Zentrum
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00:15 16.03.2013
So soll der Innenraum des neuen Gemeindezentrums der Neuapostolischen Kirche in Döhren aussehen. Quelle: Privat
Döhren

Die Gegenwart ist angesichts von Sparzwängen und Mitgliederschwund nicht nur für katholische und evangelische Amtskirchen eine Herausforderung. Auch freikirchliche Gemeinden rücken enger zusammen. Aktuell plant die Neuapostolische Kirche (NAK) in Hannover einen regelrechten Neustart: Von den acht Stadtgemeinden schließen sich bald vier - Wülfel, Misburg, Anderten und Mitte - zur neuen Gemeinde „Hannover Süd“ zusammen. Mit Millionenaufwand wird der Standort an der Garkenburgstraße, Ecke Thurnithistraße, gründlich umgebaut. Ein neues Kirchenzentrum soll entstehen. Wenn Politiker oder Bürger keine Einwände gegen die Pläne erheben, könnten die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Ende 2014 soll die Kirche fertig sein.

Im vergangenen Mai startete die Stadt ein Bebauungsplanverfahren, das die Rahmenbedingungen für das Projekt klärt. Neben dem Kirchenzentrum sollen auch zwei Wohnhäuser entstehen. Auf dem Grundstück baute die Wülfeler Gemeinde in den 1960er Jahren ein vor 1930 errichtetes Gebäude zur Kirche um. Dieser Altbau wird abgerissen. Zudem kauft die NAK von der Stadt eine angrenzende, rund 630 Quadratmeter große Grünfläche. Auch diese muss erst noch als Bauland ausgewiesen werden; zudem müssen über 30 Bäume gefällt werden.

Der Bebauungsplan muss noch öffentlich gemacht werden, damit Anlieger oder Behörden Einwände abgeben können. Diesem Schritt stimmte der Bezirksrat Döhren-Wülfel in seiner jüngsten Sitzung als erstes politisches Gremium einmütig zu. Klappt es mit der Zustimmung auch bei den Ratsgremien, und kommen bei der Auslegung keine Einwände zutage, dann könnte das Baurecht nach den Sommerferien endgültig festgeschrieben werden. Danach kann die Neuapostolische Kirche mit ihrem Vorhaben beginnen.

Was genau auf dem 5600 Quadratmeter großen Grundstück passieren wird, hat die NAK bereits in einem Architektenwettbewerb im vergangenen Frühjahr festgelegt. Elf Planerbüros hatten sich mit Entwürfen beteiligt; den Zuschlag bekam die Architektengesellschaft „gruppeomp“ aus Rastede. Sie plant drei Gebäude, die von der Thurnithistraße aus erschlossen werden. Etwa dort, wo sich auch heute die Kirche befindet, entsteht das neue Kirchenzentrum. Der Kirchensaal wird so ausgelegt, dass er für rund 400 Gemeindemitglieder ausreicht. Gut 80 Prozent der vier zusammenzulegenden Gemeinden, so schätzt die NAK, werden nach Döhren ins neue Zentrum kommen.

„Einige Mitglieder werden auch zu anderen Gemeinden wechseln“, sagte ein Gemeindesprecher, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. So würden sich beispielsweise einige Mitglieder, die bislang nach Misburg pendelten, künftig zur Gemeinde in Sehnde orientieren. Durch Mehrzweck- und Gruppenräume sei das Platzangebot in Döhren aber flexibel. Auch Gottesdienste für bis zu 500 Besucher sollen möglich sein. Den Sakralbau wird ein 19 Meter hoher „Lichtturm“ mit hohen Fenstern dominieren - einem Kirchturm vergleichbar, aber ohne Glocken. „Dort wollen wir unsere Angebote und Ressourcen bündeln“, sagte der Sprecher.

Auch die NAK hat mit Rückgang bei den Mitgliederzahlen zu kämpfen. Anstatt in vier Gemeindehäuser zu investieren, soll nun ein Standort für Seelsorge und Gruppenarbeit dienen. Was aus den drei Gemeindezentren wird, die von der NAK zugunsten von Döhren aufgegeben werden, steht noch nicht fest. „Vielleicht Vermietung oder Verkauf“, sagte der Sprecher. Hauptamtliche Pastoren kennt die NAK nicht: Gemeindeseelsorger sind Ehrenamtliche - und den für die neue Gemeinden bestimmten Seelsorger muss die NAK Niedersachsen noch bestimmen.

Marcel Schwarzenberger

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