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Neubau an der Hildesheimer Straße wächst auf alten Fundamenten

GDA-Zentrale Neubau an der Hildesheimer Straße wächst auf alten Fundamenten

Die Baustelle auf dem Grundstück hatte jahrelang brach gelegen, nun soll an der Hildesheimer Straße 187 die neue Zentrale der Gemeinschaft Deutsche Altenhilfe (GDA) entstehen. Mit einigen Monaten Verspätung gehen die Arbeiten jetzt voran.

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Auf der „ewigen Baustelle“ wird wieder gearbeitet: Vor wenigen Tagen hat der Bau der neuen GDA-Zentrale an der Hildesheimer Straße begonnen.

Quelle: Zgoll

Südstadt. Jahrelang herrschte auf der Baustelle an der Hildesheimer Straße 187 nichts als Stillstand, doch seit wenigen Tagen ist das anders: Auf dem 1260 Quadratmeter großen Grundstück in der Südstadt sind seit Mitte August Arbeiter unterwegs, um hier ein neues Verwaltungsgebäude der Gemeinschaft Deutsche Altenhilfe (GDA) entstehen zu lassen. Geplant wurde der Bau in der Nähe des Döhrener Turms bereits Ende vergangenen Jahres, im Frühjahr 2011 sollten die Arbeiten beginnen. „Der Baubeginn hat sich aber leider um einige Monate verzögert“, erklärt GDA-Sprecher Eberhard Schaper. Schuld an der Verzögerung seien in erster Linie ungeklärte Fragen bezüglich des Fundaments gewesen, das bereits in der Baugrube vorhanden war.

Außerdem haben sich seit Ende 2010 Veränderungen bei der Planung des Gebäudes ergeben: Der erste Entwurf des Ronnenberger Architektenbüros Frank Becker sah einen dreigeschossigen, 1250 Quadratmeter umfassenden Klinkerbau mit Platz für rund 40 Mitarbeiter vor. Zunächst war auch ein eigener Parkplatz mit 21 Stellplätzen auf dem Grundstück geplant. Kosten sollte der Bau, in den die GDA-Verwaltung Ende dieses Jahres einziehen wollte, ursprünglich 2,5 Millionen Euro. Der endgültige Entwurf sieht zwar ebenfalls einen Bau mit drei Stockwerken vor. Allerdings wird das Gebäude mit 1500 Quadratmetern deutlich größer und bietet dementsprechend mehr Platz: Statt 40 können bis zu 55 Mitarbeiter in den insgesamt 31 Büroräumen unterkommen. Die neue Verwaltungszentrale wird mit Klinkersteinen und viel Glas gestaltet. Hauseigene Parkplätze tauchen in der neuen Planung jedoch nicht mehr auf. „Ein Parkhaus bauen wir nicht“, sagt GDA-Sprecher Schaper. Der Kosten des Baus würden sich ohnehin auf 2,8 Millionen Euro erhöhen.

Die Baustelle in der Hildesheimer Straße hatte seit 2005 brach gelegen, nachdem eine Bauherrengemeinschaft, die dort ein Wohn- und Bürohaus errichten wollte, in Zahlungsschwierigkeiten geraten war. Eine Baufirma aus Springe hatte bereits das Fundament gelegt, als den Grundstückseigentümern das Geld ausging. Anschließend scheiterten mehrere Versuche einer Zwangsversteigerung, weil sich die Eigentumsverhältnisse innerhalb der Bauherrengemeinschaft als äußerst verworren darstellten. Anfang 2010 konnte die GDA die Baugrube, aus der bereits Büsche wucherten, schließlich kaufen.

Die Zentrale des Unternehmens befindet sich seit 1971 in der Zeppelinstraße im Zooviertel. Für die mehr als 40 Angestellten ist das Gebäude dort allerdings längst zu klein. Auf der Suche nach einem neuen Standort wurde die Firma schließlich auf die Südstädter Brache aufmerksam. Die Geschäftsführer Holger Horrmann und Georg Nicolay hielten den Bauplatz für ideal, nicht zuletzt wegen der bereits vorhandenen Fundamente. Außerdem fühle sich das Unternehmen dem Stadtteil verbunden, sagt Nicolay – nur einen Katzensprung entfernt, an der Hildesheimer Straße 183, liegt das GDA-Wohnstift Waldhausen. Insgesamt betreibt die Firma bundesweit neun Einrichtungen, drei davon in Hannover.

Durch den verzögerten Baubeginn verschiebt sich nun auch der Umzug der Verwaltung bis Mitte 2012; ursprünglich war der Dezember 2011 ins Auge gefasst worden. „Ein paar Monate später sind für uns aber nicht schlimm, wir haben ja ein Dach über dem Kopf“, sagt Eberhard Schaper. Die künftige Nutzung des GDA-Gebäudes im Zooviertel sei noch offen, fest stehe nur: „Unser altes Haus wird nicht verkauft.“

Von Sophie Hilgenstock

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