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Süd Neubauten für 18 Millionen Euro
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Neubauten für 18 Millionen Euro
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06:15 21.07.2012
Außen eine rote Ziegelfassade mit weißen Balkonbändern, innen moderne Wohnungen mit großzügigen Grundrissen: So wie auf diesem Computerbild sollen die beiden Neubauten in der Zweibrückener Straße aussehen. Quelle: Heidenreich & Springer
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Hannover

In der Zweibrückener Straße soll auf dem Grundstück des AWO-Seniorenheims ein zweiteiliges, dreigeschossiges Mehrfamilienhaus entstehen. In einem Architektenwettbewerb hat sich das Konzept des Berliner Büros Heidenreich & Springer durchgesetzt. Gestern präsentierte Gundlach-Geschäftsführer Lorenz Hansen das Projekt, das ersten Schätzungen zufolge bis zu 18 Millionen Euro kosten soll.

Großzügige Wohnungsgrundrisse mit zwei bis fünf Zimmern im Inneren, außen eine rote Ziegelsteinfassade, strukturiert mit weißen Balkonbändern: „Für einen Stadtteil wie Kirchrode darf es ruhig etwas Besonderes sein“, sagt Hansen. Sechs Planerbüros hatten miteinander konkurriert. Ungewöhnlich: Sie durften ihre Entwürfe der Jury selbst vorstellen. Die Fachleute sollen sich dem Vernehmen nach schnell einig gewesen sein, dass der Entwurf von Prof. Jörg Springer, der ursprünglich aus Hannover kommt, als Favorit zu werten sei. Er habe zwar die geringste Grundstücksausnutzung, biete aber auch „die höchsten Wohnqualitäten“, sagt Hansen. Stadtbaurat Uwe Bodemann soll in der Jurysitzung von „wegweisender Architektur“ gesprochen haben.

Insgesamt entstehen durch das Projekt 5300 Quadratmeter Wohnfläche. Überwiegend werden Dreizimmerwohnungen eingerichtet, es soll aber auch Wohnungen mit bis zu fünf Zimmern geben. Weil zunächst der Bebauungsplan geändert werden muss, könne erst 2014 mit dem Bau begonnen werden. Fertigstellung sei für 2015 geplant, hieß es gestern. Zu den späteren Quadratmeterpreisen gibt es noch keine Angaben. Die AWO trennt sich, wie berichtet, von dem Seniorenheim, das zuletzt als nicht mehr zeitgemäß und unwirtschaftlich galt.

„Vorreiter am Klagesmarkt“: Mit seinen aktuellen Neu- und Umbauprojekten am Klagesmarkt sieht Gundlach sich zudem als Vorreiter für die bevorstehende Entwicklung in diesem Bereich der Innenstadt. Das große Mehrfamilienhaus am Postkamp mit Blick auf den Klagesmarkt (Architekten agsta) sei bis auf eine letzte Eigentumswohnung vollständig verkauft. Das einstige Lagerhaus im Hof ist zu Loftbüros umgebaut und fast vollständig an die Beratungsfirma imug vermietet, nur die oberste Etage ist dort noch frei. Und rückwärtig baut Gundlach für den Spar- und Bauverein 13 Wohnungen, die ebenfalls bereits komplett vermietet sind.

Baustart in der List: Auch auf dem Areal zwischen Pelikan-Viertel und dem Neubau der VHV-Versicherungen hat Gundlach mit den Tiefbauarbeiten begonnen. Dort entsteht in mehreren Bauabschnitten ein komplett neues Stadtquartier. Details zu den Plänen will das Unternehmen im Spätsommer vorstellen.

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