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Süd Neue Geschäfte eröffnen Anfang Oktober
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Neue Geschäfte eröffnen Anfang Oktober
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12:32 02.09.2010
Auf neuen Wegen: In das Gebäude des ehemaligen Cafés Schneider ziehen ein anderes Café und ein Spielzeuggeschäft ein. Quelle: Schmidt
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Die Sanierung der Fiedelerstraße soll eventuell schon Ende September, mit Sicherheit aber rechtzeitig zur Eröffnungsfeier am Sonnabend, 2. Oktober, abgeschlossen sein. An diesem Tag wollen Döhrener Geschäftsleute, Vereine und andere Institutionen das lang ersehnte Ende der Straßenbauarbeiten feiern. Der zwischen Fiedelerplatz und der Einmündung der Spartanerstraße gelegene Straßenabschnitt ist fast fertiggestellt. Die breiten Bürgersteige sind neu gepflastert, die Fahrbahn ist asphaltiert, die Parkbuchten sind mit schwarzem Basaltpflaster abgesetzt. Dagegen ist der zweite Abschnitt bis zur Hildesheimer Straße noch in der Gesamtbreite eine Baustelle; die Einfahrt von der Hildesheimer Straße war für Anlieger zwar zwischenzeitlich über den Bürgersteig möglich, ist aber derzeit komplett gesperrt. Nach Auskunft von Stadtsprecher Dennis Dix wird die Sanierung insgesamt etwa 770.000 Euro kosten.

Anfang September werden die letzten Pflasterarbeiten der Bürgersteige abgeschlossen sowie die Fahrbahn und die Einmündung aus der Hildesheimer Straße asphaltiert. Außerdem werden noch 25 bis 30 Fahrradbügel gesetzt. Geplant ist auch eine sechseckige Bank um einen Baum auf dem neuen, kleinen Platz an der Einmündung der Spartanerstraße. Dieser Baum und neun weitere Bäume werden allerdings erst in der Pflanzzeit Anfang November gesetzt.

Auch wenn die Geschäftsleute langsam aufatmen, weil ein Ende von Lärm und Dreck vor ihren Ladentüren abzusehen ist, sind sie nicht wirklich zufrieden. „Es sieht so hässlich aus, dass die alten Bäume immer noch eingerüstet und die alten Sockel noch nicht erneuert sind“, klagt Sandra Leichtmann von der Interessengemeinschaft Döhrener Geschäftsleute (IDG). Ihr Blumengeschäft „Florales Ambiente“ liegt direkt an einem der alten Bäume; Leichtmann bezweifelt, dass die Arbeiten pünktlich fertig werden. Auch hat sie bereits von mehreren Kunden gehört, die glaubten, die Fiedelerstraße bleibe eine Einbahnstraße. Ganz abgesehen davon kommt ihr die Fahrbahn schmaler als vorher vor. „Für Anlieferungen mit großen Lieferwagen wird das schwierig“, meint sie. Doch dieser Eindruck trügt: Stadtsprecher Dix versichert, dass die Fahrbahn unverändert 5,50 Meter breit ist.

Unabhängig davon entsteht in der Hausnummer 13 neues Geschäftsleben. Im Erdgeschoss, wo das Café Schneider vor einem guten Jahr wegen der Baustelle geschlossen hat, will die Cafébetreiberin Elke Priewe am Sonnabend, 4. September, „Elli’s Café“ eröffnen. Der rechte Teil des großen Geschäfts – früher Küche, Lager und Büro – ist nunmehr abgetrennt. Dort entwickelt unter den Fittichen von Olga Böhm ein Geschäft mit separatem Eingang ein Eigenleben. Die Betriebswirtin eröffnet hier am selben Tag unter dem Namen „Xelius“ ein Geschäft für Spielzeug und Geschenkideen. Die Zwischentür zwischen den beiden Betrieben wird für Kunden geöffnet sein.

Nach 36 Jahren an der Fiedelerstraße und 61 Jahren im Stadtteil hat Brigitta Straske ihr Modehaus Fiedler an der Ecke Bernwardstraße geschlossen. Bereits 1949 hatten ihre Eltern Anna und Erwin Fiedler das Geschäft gegründet und waren in einen kleinen Laden in der Landwehrstraße gezogen. „Ich habe keinen Nachfolger in der Familie“, sagt die 65-jährige Geschäftsfrau, die in den Ruhestand geht. „Meine Kunden haben teilweise geweint“, erzählt Straske. Aber sie konnten getröstet werden: Schon im Oktober wird in dem Traditionsgeschäft für Damenoberbekleidung ein neues Geschäft mit vergleichbarem Angebot eröffnen.

Karin Vera Schmidt

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