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Neue Infotafeln für Kunstwerke aus Nazizeit am Maschsee

Südstadt Neue Infotafeln für Kunstwerke aus Nazizeit am Maschsee

Die Stadt will neue Informationstafeln an den sechs Kunstwerken rund um den Maschsee aufstellen. Auf den Schildern sollen die in der Nazizeit entstandenen Werke historisch eingeordnet werden. Wegen fehlender Bezüge zur Geschichte gab es in den vergangenen Monaten Kritik.

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Bereits im Winter 2008 hatte die Stadt ein Erläuterungsschild am Fackelträger anbringen wollen, doch dem Bezirksrat war der Text zu unkritisch.

Quelle: HAZ (Archiv)

Die Stadt will neue Informationstafeln an den sechs Kunstwerken rund um den Maschsee aufstellen. Auf den Schildern sollen die in der Nazizeit entstandenen Werke historisch eingeordnet werden. Geplant ist zudem, eine große Schautafel im Nordosten des Maschsees gegenüber dem Sprengel Museum anzubringen, die über die Geschichte des künstlichen Gewässers informiert und dessen Vereinnahmung als nationalsozialistisches Prestigeobjekt erläutert. Der Bezirksrat Südstadt-Bult stimmte dem Vorhaben der Verwaltung in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich zu.

Mit der Entscheidung geht ein langer Streit zu Ende. Bereits im Winter 2008 hatte die Stadt ein Erläuterungsschild am Fackelträger anbringen wollen, doch dem Bezirksrat war der Text zu unkritisch, die englische Version auf der Tafel gar zu kompliziert. So musste das Stadtarchiv den Text noch einmal überarbeiten und der Bezirksrat forderte zugleich, auch an anderen NS-Kunstwerken rund um den See, etwa am „Menschenpaar“ oder beim „Schwimmer“ weitere Tafeln zu installieren.

Wie berichtet, geriet Anfang des Jahres auch die große Infotafel gegenüber dem Sprengel Museum in die Kritik. Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne und Historiker monierten, dass in dem Text über die Geschichte des Maschsees mit keinem Wort die propagandistische Ausschlachtung des Maschseebaus erwähnt werde. Der zuständige Umweltdezernent Hans Mönninghoff versprach daraufhin, die umstrittene Tafel „umgehend“ zu erneuern, doch bisher ist dort noch immer der alte Text zu lesen.

Mit der Entscheidung des Bezirksrats wird nun auch dieses Zeugnis eines unkritischen Umgangs mit der Maschsee-Vergangenheit entfernt und durch einen historisch angemessenen Text ersetzt.

Andreas Schinkel

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  • 6 Kommentare
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  • Maschseetheater Lutz Huth – 16.07.10 Tafeln, die darauf hinweisen, daß der Maschsee in der Zeit des Nationalsozialismus geschaffen wurde, ebenso die ihn ungebenden Kunstobjekte von Weltrang, sind doch bestenfalls ein Reklame für den Nationalsozialismus, was die indoktrinierten Aktivisten dieser ganzen lächerlichen Farce sicherlich nicht bedacht haben dürften. Schon allein, daß der Maschsee in nur einem Jahr fertig gestellt wurde (21. März 1934 - Frühjahr 1935) spräche für diesen. Man stelle sich so ein Bauvorhaben nur in der heutigen Zeit einmal vor. In dieser Zeit hätten die unfähigen rot-grünen Schlafmützen im hannoverschen Rathaus noch nicht einmal einen Bauplanung auf den Weg gebracht.

    Lutz Huth
  • Des Maschsee-Theaters wohl letzter Akt Lutz Huth – 15.07.10 Die Anlegung des Machsees in der Zeit des Nationalsozialismus durch den Reichsarbeitsdienst, ist lebendiger Beweis dafür, daß sogenannte Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen auch sinnvoll sein können, ganz im Gegenteil zu den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des BRD-Regimes (ABM).

    Hatten die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im Nationalsozialismus das Ziel den durch die internationale Hochfinanz erzeugte Weltwirtschaftskrise von 1929 und die dadurch erzeugte Arbeitslosigkeit von Millionen, einer dem Volkswohl dienenden vernünftigen Betätigung wieder zuzuführen, dienen die teilweise völlig idiotischen augenblicklichen AGB-Maßnahmen lediglich der betrügerischen Schönung der Arbeitslosenzahlen.

    Das ganze jetzige irrwitzige Theater um den Maschsee, initiiert durch die immer gleichen paranoiden Nationalmasochisten und neudeutschen Gutmenschen, hat doch nur einen einzigen Zweck; nichts aber auch nichts darf in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus für gut befunden werden.

    Lutz Huth

    P.S.

    1934 waren in Hannover 58.000 Menschen arbeitslos. Heute sind es wieder fast 50.000.

    Diese Arbeiter waren glücklich wieder eine sinnvolle Arbeit zu haben und gebraucht zu werden. Sie mußten keine entwürdigende 1,-Euro Maßnahme, wie sie es heute gibt wahrnehmen, wo Hartz IV Empfänger Hundehaufen im Park aufsammeln müssen.

    Der Stundenlohn für einen Arbeiter lag damals bei 0,78 RM. Die Maschseearbeiter
    erhielten 0,64 RM also nur etwas weniger.

    Symptomatisch auch für die damalige und die heutige Zeit, das mit der Erschaffung des Maschsees an der Südseite eine Volksbadeanstalt errichtet wurde, genau dort wo sich heute ein nobler Bade - und Freizeitclub befindet, den sich Arbeiter, sofern diese überhaupt eine Beschäftigung haben, keine Eintrittskarte erlauben können.
  • Ad nauseam parallaxus – 10.07.10 Enorm! Hier gibt es ja eine Menge Diskussionsgeflechte. vieles ist interessant, jedoch die endlosigkeit gegenseitiger Besserwisserei, dieses Oberlehrertum, scheint nicht nur typisch deutsch, es langweilt vor allem. Leute, könnt ihr nicht einfach mal akzeptieren, gehen lassen, hinnehmen, anstatt immer wieder mit dem Rotstift durch ein Forum wie dieses zu schnattern?
    Dauernd dieses verbessern der/des anderen - Argumentum ad hominem -
    ..naja, egal. Es wird sich wohl nicht (nie) ändern.

    wie gesagt: Ad nauseam
  • Nachtrag auchich – 08.07.10 Mensch, Ihr Beitrag lässt mir keine Ruhe.

    "Es ist einfach meiner Meinung nach viel zu präsent in der Schule und ich mag das zeigen mit dem Zeigefinger nicht. Diese permanente Schuldzuweisung, welche wir der 68er Generation verdanken."

    Auch ich mag das zeigen mit dem Zeigefinger nicht. Ich hasse es. Ich hasse es genau so wie die Schuldzuweisungen an die 68er Generation. Viele der 68er oder wohl die meisten hatten Eltern, die geschwiegen haben, weiter gemacht haben, sich ihrer Mitschuld nicht gestellt haben. Diese Generation, in Wirklichkeit nur ein kleiner Teil von ihr, hat dagegen revoltiert. Kinder merken immer, wenn sie belogen werden. Viele passen sich an. Die einen früher, die anderen später. So war es dann auch mit der Mehrheit der sogenannten 68er.

    Also noch einmal die Frage, woran oder wofür fühlen Sie sich schuldig? Ich gehe davon aus, Sie sind tatsächlich der ehemalige Schüler der hier schreibt.
  • @ Mensch auchich – 08.07.10 Ich verstehe Sie nicht. Ich empfinde keine Generationenlast. Auch meine Großeltern und Eltern empfanden oder empfinden sie. Kann es daran liegen, dass sie sich nie mit diesem System gemein gemacht haben? Einen Teil meiner Vorfahren habe ich nie kennenlernen dürfen. Die einen sind im Krieg "gefallen", wie man das so "schön" nennt, die anderen im KZ umgekommen. Niemand der Überlebenden und auch ich, der die "Gnade der späten Geburt" (Zitat Helmut Kohl) erleben durfte, ist jemals, weder im Inland, noch im Ausland als Nazi gebranntmarkt worden. Kann es daran liegen, dass sie sich nie entschuldigen mussten, nie etwas verschleiern mussten?

    Junge Menschen, die heute an Projekten in Bergen Belsen oder Auschwitz teilnehmen, werden nicht als Nazi beschimpft. Sie haben kein Problem, sich der Vergangenheit zu stellen. Sie gehen stolz durchs Leben.

    Mensch, ich danke Ihnen für Ihre Antwort. Ich weiß nicht, was Ihre Vorfahren in dieser unsäglichen Zeit gemacht haben, was sie Ihnen erzählt oder verschwiegen haben. Ich frage mich oft, wie ich heute denken würde, hätte ich andere Vorfahren gehabt.

  • @auchich Mensch – 08.07.10 Naja, hartes Schicksal ist relativ. Ich nenne es einfach mal Schulausbildung im Sekundarbereich II.
    Das ich übertreibe, lass ich jetzt mal so stehen. Fakt ist, dass ich die Mappen erst vor kurzem weggeworfen habe und den Inhalt nochmal überflogen habe. Das Thema WK2 wurde bei uns weniger behandelt, es ging mehr um Hintergründe um das warum und überhaupt... und wer hat im Deutschunterricht nicht Kafka die Verwandlung seziert.
    Es ist einfach meiner Meinung nach viel zu präsent in der Schule und ich mag das zeigen mit dem Zeigefinger nicht. Diese permanente Schuldzuweisung, welche wir der 68er Generation verdanken.
    Ob Mahntafeln (die ja Ermahnen sollen !!!!) zeigen, dass man aus der Geschichte etwas gelernt hat, sei mal dahin gestellt. Vielleicht beruhigen sie auch nur Gewissen, oder sind für gewisse Politiker ein Arbeitsnachweis!
    Das damit die Kunstwerke wieder stigmatisiert werden, Kunst muss nicht denken, ist ja auch egal, denn wir wissen ja bzw maßen uns an zu wissen, was die Künstler bei der Schaffung dabei gedacht haben.
    Aber wenn man gewissen Sachen einen Stempel oder eine Schublade gibt lebt es sich ja auch einfach!

    Ich empfinde die Generationenlast als nicht sonderlich angenehm. Das schürt teilweise nur alte Konflikte und branntmarkt einen auch heute noch im Ausland als "Nazi". Das ist man nicht und damit will man auch nicht in eine Ecke gestellt werden. Wir können es besser machen aber nicht indem wir alle Dinge aus der Zeit von 33-45 immer und immer wieder hervorholen und gebetsmühlenartig einen Pfuiaufkleber draufmachen. Irgendwann ist das zu abgedroschen. Es geht auch anders!


  • ... XtraDry – 08.07.10 @ loup garou: Die Hinweistafeln beschäftigen sich nicht mit dem See, sondern mit den dort aufgestellten Kunstobjekten, die sehrwohl im Zusammenhang mit der NS-Herrschaft stehen. Der (falsche) Zusammenhang mit dem See ist erst in den Kommentaren hergestellt worden. Erst lesen, dann schreiben...

    @ Silberruecken: Ich denke, das ist ein Trugschluss. Die meisten Menschen behaupten auch von sich, nicht für Werbung empfänglich zu sein. Wenn man dann aber mal die Werbung auch für erfolgreiche Produkte einstellt, gehen selbst diese den Bach runter. Das passt nicht, oder?

    Heute behauptet jeder, die ständigen Ermahnungen seien überflüssig, jeder wüsste das ja. Wie es aber ohne diese bei uns aussehen würde, weiß letztlich niemand...
  • @ loup garou – 08.07.10 Ref. Werte Enggestirne fabe – 07.07.10:

    "Der Maschsee ist KEINE Nazi-Idee gewesen:
    Im September 1925 beauftragte der neu gewählte Oberbürgermeister Arthur Menge den Wasserbauingenieur und Professor der Technischen Hochschule Hannover Otto Franzius, gemeinsam mit dem Stadtbauamt ein Projekt über den Bau eines Maschsees auszuarbeiten."

    Na dann wende sich doch der Kommentator dieses erkenntnisreichen Artikels an die Verantwortlichen dieser Stadt! Ergo erscheinen doch somit sämtliche "Informationstafeln" als höchst überflüssig, oder!

    ...was gibt es nicht alles für Schlaumeier...
  • Hinweisschilder Silberruecken – 08.07.10 Die Diskussion hier ist ja schon sehr umfänglich. Letztendlich wird sich kein Schwein für diese komplett überflüssigen Tafeln interessieren, anteilig bezahlen müssen wir sie aber alle. Hier haben sich wohl wieder einige ebenfalls von uns bezahlte Gutmenschen in Politik und Verwaltung Gedanken gemacht, die die Welt definitiv nicht braucht. Jeder nicht komplett debile Mensch weiß, daß die Nazizeit nicht gut war, da brauchen wir keinerlei Belehrungen, schon gar nicht aus der Politik.
  • Trugschlüsse Lindener – 07.07.10 Den Herausforderungen der Zukunft kann man nicht begegnen
    mit gebetsmühlenartigen Wiederholungen und Mahnungen zum
    Thema Vergangenheit. Damit werden jegliche Lösungsansätze im
    Keim erstickt, was ja hier auch seit zig Jahren mit deutscher
    Perfektion praktiziert wird. Die Auswirkungen dieses
    Wegschauens, Nichthandelns und Schönredens bekommen die Bürger
    immer häufiger am eigenen Leibe zu spüren. Damit niemand es
    wagt Protest anzumelden, gibt es gelegentlich einen mit der
    Schuldkeule übergezogen. In diesem Fall mit kleinen Tafeln.

    Manch einen trifft es in Form von Straßenumbenennungen, auf
    dass er täglich nicht vergißt, welche Randgruppe hier nun das
    Zepter schwingt.




  • @XtraDry auchich – 07.07.10 Ihre Antwort auf SJ verstehe ich nicht. Gibt es hier ein Missverständnis?
  • @Mensch auchich – 07.07.10 Mensch, lieber Mensch,

    da hatten Sie ein hartes Schicksal. Ich weiß nicht, wann und wo Sie die Schule besucht haben. Und ich denke, Sie übertreiben. Zu meiner Zeit wurde das Thema Nationalsozialismus, ach nein, war mehr der 2. Weltkrieg, in wenigen Stunden abgehandelt. Das lag wohl auch daran, dass ein großer Teil der Lehrkräfte nicht nur Mitläufer sondern wahrscheinlich auch Täter waren. Meine Kinder haben sich auch nie beklagt, zu viel zum Thema gelernt zu haben. Im Gegenteil! Sie engagieren sich auch zum Thema: "Gegen das Vergessen"!

    Sie schreiben: "Jede Generation hat eine eigene Chance verdient." Ich gebe Ihnen Recht. Jede Generation hat die Chance verdient, die Verbrechen der Vergangenheit nicht wieder zu zulassen. Sie hat vor allen Dingen das Recht und die Pflicht rechtzeitig einer solchen Entwicklung entgegenzutreten. Und wer sich so massiv gegen Mahntafeln wehrt, hat aus der Geschichte nichts gelernt. Meine Enkel- und Urenkel und deren Kinder und Kindeskinder müssen auch wissen, aus welcher Zeit diese "Kunstwerke" stammen.
  • ... XtraDry – 07.07.10 Der/Die SJ mal wieder mit einem der vielen sachlich extrem fundierten Kommentare... ;-)))
  • gnaa SJ – 07.07.10 An die Rot-Grün Basher.
    (Krümel etc.)

    Ihr seid wohl noch echte CDU/FDP Fans, oder schon NPDler?

    Merkt ihr eigentlich noch was eure tollen neokonservativen gerade mit unserem Staat machen? Ich glaube ihr seid einfach nur Fanboys, los kauft euch nen iPhone.

  • @Gerhard prekär – 07.07.10 heikles Anliegen, Ihre Fragestellung...
    Bei einer "angemessenen" Auseinandersetzung würde wahrscheinlich jedweder Schreiberling der HAZ von jetzt auf gleich arbeitslos werden.
    Gefällt mir gut, Ihr Kommentar.
  • @Gerhard prekär – 07.07.10 heikles Anliegen, Ihre Fragestellung...
    Eine "angemessene" Auseinandersetzung würde wohl von jetzt auf gleich jedweden HAZ-Schreiberling arbeitslos machen.
    Gefällt mir sehr gut, Ihr Kommentar.
  • Liebe HAZ... Gerhard – 07.07.10 Offenbar verfolgen Sie die Arbeit der Vergangenheitsbewältiger, die sich derzeit am Maschsee und an dem Architekten Karl Elkart abarbeiten, mit einem gewissen Wohlwollen.

    Wie sieht es eigentlich mit der eigenen Geschichte aus? Ein Herr Erich Madsack, der förderndes Mitglied der SS war und nach dem Krieg mit Hans Lehmann einen Chefredakteur der HAZ einstellte, der wenige Jahre zuvor noch gegen "vertierte Nigger" hetzte (beides nachgewiesen in dem Buch "Schreiben nach jeder Richtung" von Peter Köpf auf den Seiten 144 ff.), wird auf der Seite des HAZ-Verlages in geschichtsklitternder Weise als Opfer von NS-Repressalien dargestellt.

    Wie wäre es denn, wenn man sich zunächst mit der eigenen Geschichte "angemessen" auseinandersetzt und das "Zeugnis eines unkritischen Umgangs" mit der eigenen Vergangenheit entfernt? :-)
  • Die Nazis warn´s! Gerhard – 07.07.10 Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen
  • Werte Enggestirne fabe – 07.07.10 Der Maschsee ist KEINE Nazi-Idee gewesen:

    "Im September 1925 beauftragte der neu gewählte Oberbürgermeister Arthur Menge den Wasserbauingenieur und Professor der Technischen Hochschule Hannover Otto Franzius, gemeinsam mit dem Stadtbauamt ein Projekt über den Bau eines Maschsees auszuarbeiten."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Maschsee

    Ähnliches gilt für die Autobahn:

    "Als erste öffentliche Autobahn Deutschlands – damals noch offiziell als „Kraftwagenstraße“ bezeichnet – gilt die heutige A 555 zwischen Köln und Bonn, die nach dreijähriger Bauzeit am 6. August 1932 durch den damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eröffnet wurde"

    http://de.wikipedia.org/wiki/Autobahn#Deutschland

    Wohl deshalb ist gleich im ersten Absatz des Artikels von einer "Vereinnahmung durch die Nazis" die Rede. Eure klugen Hinweise zum Thema See zuschütten und Autobahn abreissen weisen also, wie so manches hier, nur ins vollkommene Nichts.
  • Kranke Welt Carsten – 07.07.10 Für die einen sind schon fahnentragende Fußballfans zur WM 'Nazis', für die anderen sind erklärende Tafeln zu Nazi-Kunstwerken 'linker Terror'. Bezeichnend und traurig, was hier einige für eine Weltsicht offenbaren.

    Dabei sind Internet-Nutzer, die sich aktiv an Diskussionen beteiligen, angeblich intelligenter als der Durchschnitt. Dann kann ich nur sagen: Gute Nacht Deutschland!

  • Erbärmlich Frank – 07.07.10 Hier zeigt sich mal wieder, wie der deutsche Biedermeier wirklich denkt und welche Geisteshaltung in unserer Gesellschaft vorherrscht. Da wird eine solche Kleinigkeit als Ausgangspunkt für eine anti-linke politische Diskussion genutzt und Hass herbeigeredet. Die meisten trauen sich (noch?) nicht offen ihre Gesinnung so klar zu äußern, daher werden solche anonymen Foren genutzt um die wahre "volksmeinung" kundzutun. Edht erschreckend wie intolerant, dumm und rassistisch die Hannoveraner sind. Eigentlich müßte man sich schämen - aber ihr seit es nicht wert!
  • Nazi-Bauten abreißen! Gerhard – 07.07.10 Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen
  • @ Mensch XtraDry – 07.07.10 Lieber Mensch,

    aber gerade wenn man auf andere Länder und Ihre Vergangenheit schaut (Türkei, Russland etc.), hebt sich doch Deutschland mit seinen ständigen Ermahnungen eher wohltuend von denen ab. In dem Aufstellen solcher Schilder kann ich eben auch nur solche Ermahnungen erkennen, und nicht die Zuweisung einer Ahnenschuld. Ob das nötig ist sei dahingestellt, aber gerade im Hinblick auf andere Länder kann das auf keinen Fall falsch sein...
  • Maschsee wolf – 07.07.10 Was regt ihr euch denn so auf, ihr habt doch diese rot-grünen Betroffenheitshysteriker gewählt ...
  • Blödsinn Exhanno – 07.07.10 Für so einen Blödsinn hat die Stadt Geld, na klar, ist ja auch auf Pump ...
  • Die Mühlen der Bürokratie AB – 07.07.10 Sinn hin oder her.

    Warum braucht die Stadtverwaltung vom Winter 2008 bis jetzt, um diese Schilder neu zu bearbeiten?
  • Schilderwald Hannover Hinweistafel – 07.07.10 ... Maschsee zuschütten, Hinweisschild aufstellen, dass es sich um eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme aus dem Jahr 1934 handelte, vergleichbar mit 1-Euro-Jobbern, Schaufel/Spaten waren selbst mitzubringen...
    Vergangenheit war gestern
  • @auchich Mensch – 07.07.10 Lieber auchich,

    ich habe in der 5 Klasse im Geschichtsuntericht das Thema Nationalsozialismus gehabt. In der 6 Klasse war Pause. In der 7, 8, 9, 10, 11, 12 und 13 Klasse wurde das Thema dann nicht nur in dem Fachbereich Geschicht, sondern auch parallel in den Fachbereichen Deutsch, Englisch und teiweise auch in Biologie und Sport behandelt. Das Thema als solches ist sehr wichtig und interessant aber mich beschleicht der Verdacht, dass jegliches Bewußtsein für das eigene Land dadurch von Beginn an gebrochen werden soll. Die Dinge die im dritten Reich passiert sind sind schlimm und schrecklich. Vermutlich sind 99% der HAZ Leser für diese Verbrechen vor 65 Jahren aber nicht verantworlich. Die Menschen wollen sich von dieser "Ahnenschuld" frei machen. Meiner Meinung nach zurecht. Was kann ich für das Fehlverhalten meiner Großältern. Ich weiß, dass sie damals etwas falsches getan haben, ich selbst kann aber nichts dafür. Nun permanent das Thema wieder auf das Brot zu schmieren finde ich nicht richtig. Jede Generation hat eine eigene Chance verdient. Das man das Thema nicht vergessen sollte ist klar. Es aber ständig und für alles ran zu zetieren ist in meinen Augen nicht richtig.

    P.S. Ich hätte mich in meiner Schulzeit schon für die Geschichte anderer Länder/Völker interessiert. Und um aufs Thema zurück zu kommen. In anderen Ländern sehe ich meist nur Heldengedänktafeln, habe andere Länder historisch alle eine weiße Weste!?
  • @auchich Mensch – 07.07.10 Lieber auchich,

    ich habe in der 5 Klasse im Geschichtsuntericht das Thema Nationalsozialismus gehabt. In der 6 Klasse war Pause. In der 7, 8, 9, 10, 11, 12 und 13 Klasse wurde das Thema dann nicht nur in dem Fachbereich Geschicht, sondern auch parallel in den Fachbereichen Deutsch, Englisch und teiweise auch in Biologie und Sport behandelt. Das Thema als solches ist sehr wichtig und interessant aber mich beschleicht der Verdacht, dass jegliches Bewußtsein für das eigene Land dadurch von Beginn an gebrochen werden soll. Die Dinge die im dritten Reich passiert sind sind schlimm und schrecklich. Vermutlich sind 99% der HAZ Leser für diese Verbrechen vor 65 Jahren aber nicht verantworlich. Die Menschen wollen sich von dieser "Ahnenschuld" frei machen. Meiner Meinung nach zurecht. Was kann ich für das Fehlverhalten meiner Großältern. Ich weiß, dass sie damals etwas falsches getan haben, ich selbst kann aber nichts dafür. Nun permanent das Thema wieder auf das Brot zu schmieren finde ich nicht richtig. Jede Generation hat eine eigene Chance verdient. Das man das Thema nicht vergessen sollte ist klar. Es aber ständig und für alles ran zu zetieren ist in meinen Augen nicht richtig.

    P.S. Ich hätte mich in meiner Schulzeit schon für die Geschichte anderer Länder/Völker interessiert. Und um aufs Thema zurück zu kommen. In anderen Ländern sehe ich meist nur Heldengedänktafeln, habe andere Länder historisch alle eine weiße Weste!?
  • WM 2010 Der Weltmeister – 07.07.10 Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen
  • Maschsee ich – 07.07.10 ...und jeder der zum Maschseefest geht muss eine NS-Gedenksteuer bezahlen.
    Die bekommen dann die ROT-GRÜNEN Gutmenschen und müssen damit "Erziehungmassnahmen" für die nichtlinken Bürger organisieren.
  • Abriss Politisch Korrekter – 07.07.10 Die "Kunstwerke" gehören SOFORT abgerissen und es muss eine Bestrafungssteuer für die arbeitende Bevölkerung Hannovers erhoben werden.
    Mit dem Geld können dann Mahnmale zur Erinnerung an die Verbrechen des 3. Reiches errichtet werden.
  • Hysterie Lehmann – 07.07.10 Wir hoffen das die Stadt WOB nicht das gleiche Schicksal erleidet....!!!!
  • Verschwendung Matthias Kr – 07.07.10 Diese Posse begründet auf den Aktivitäten von Herrn Pollähne ist pure Zeit und Geldverschwendung zu Lasten des Steuerzahler.
    Nicht mehr und nicht weniger. Egal wie begründet.
  • @Lindener auchich – 06.07.10

    "Wie konnten wir hier bloß 65 Jahre ohne diese
    Tafeln auskommen?"

    Genau das ist das Problem! Wären die Tafeln bald nach dem Krieg angebracht worden, gäbe es diese Kommentare nicht. Erstaunlich, dass sich hier Menschen wehren, wenn auf eine unsägliche Vergangenheit hingewiesen werden soll. Meine Schlussfolgerungen muss ich nicht veröffentlichen! Sie kennen sie!

    Schade, dass an dieser Stelle keine wirkliche Diskussion möglich ist.
  • Eine ganze Stadt im Büßergewand... Lindener – 06.07.10 und das verursacht von einer lautstarken Minderheit.
    Und so etwas nennt sich Demokratie.

    Wie konnten wir hier bloß 65 Jahre ohne diese
    Tafeln auskommen?
  • @ Ohne Tafelsilber auchich – 06.07.10 "Kein Schwein interessiert diese Tafeln, nur die ewigen Protagonisten, Dummschwätzer und Wichtigtuer."

    Und warum erregen Sie sich so?
  • Liebe HAZ Korrektur – 06.07.10 "Gschichte" Da war dann wohl auch bei Ihnen Wasser unter bei diesem Aufreger?
  • Infotafeln Aber zackig Ihr Kommunalpolitiker! – 06.07.10 Wann und an welcher Stelle gab es im Maschsee braune Algen? Ich bestehe auf Hinweisschilder!
  • Tafelgeschwafel Ohne Tafelsilber – 06.07.10 Kein Schwein interessiert diese Tafeln, nur die ewigen Protagonisten, Dummschwätzer und Wichtigtuer.
  • @ Konsequent sein! loup garou – 06.07.10 Science – 06.07.10 Die Idee ist super! Kein Wasser mehr im Maschsee. Und jeder wird an das 3. Reich erinnert. Highlight: Der Rote Faden geht dann direkt ... Ach, ignorieren wir das alles besser ...
  • infotafeln Peter – 06.07.10 Ich finde man kann es mit diesen Tafeln auch übertreiben.
    Ich war schon in vielen deutschen Grossstädten und auch im Ausland, aber in keiner Stadt ist diese Marotte mit der Aufklärung grösser als in Hannover.
    Ich habe einen Haufen Kunstobjekte oder Bauwerke gesehen und muss sagen, das sind keine Denkmale wo zwingend eine Tafel mit Aufklärungscharackter hängen muss.
  • Kommunalpolitik ? – 06.07.10 Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen
  • @auchich Krümel – 06.07.10 Zwischen Rechts sein und sich über linksgrünen Meinungsterrorismus aufregen besteht ein großer Unterschied. Was hier wieder mit ihrem Kommentar versucht wird, ist jede Art von Meinung, die nicht gefällt, als Rechts zu diffamieren. Genau dagegen regt sich Gott sei Dank immer mehr Widerstand. Und: nicht vergessen; die größten Antifaschisten befanden sich in der ehemaligen DDR. Mit denen werden sie es nie aufnehmen können, auch wenn Sie sich noch so anstrengen.

    Wenn Ihr Dogmatismus und Ihr Urteilsvermögen noch in der Lage wären, Fakten zu werten, könnten sie dies mit ein wenig guten Willen erkennen. Aber genau an diesen Dingen fehlt es ja sowohl den Infotafel-Oberlehrern als auch Ihnen.
  • Schilderwald Golfgeneration – 06.07.10 Warum hat der Maschsee kein braunes Wasser? Ich bitte, eine Hinweistafel anzubringen.
  • auchich ? – 06.07.10 Na, Ihre Meinung über ihre Mitbürger ist ja auch nicht viel besser.
  • grzyb holy moly – 06.07.10 [… Beleidigung von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen …]
  • Tafeln Wem hilft es? – 06.07.10 Mal Hand auf's Herz. In meinen mehr als 65 Jahren gab es keine Tafeln, Stolpersteine etc. Die heutige Jugend sollte man nicht mit "Plakatierungen" erschlagen. Die meisten interessiert es sowieso nicht, weil sie historisch nie die Verbindung herstellen können.
    Und wenn: Da schauen sie ,wenn überhaupt, auf eine Tafel und sagen: Jaja dieser Hitler, dieses 3. Reich. So wie wir Alten! Beide haben nicht die zeitliche Verbindung.
  • Erstaunlich... auchich – 06.07.10 ... wie viele RECHT(S)Schaffende Leser die HAZ hat und wie schnell sie ihre Meinung! verbreiten.
  • Konsequent sein! loup garou – 06.07.10 Und wenn wir schon so weit zu gehen gedenken, dann sollte auch dafür gesorgt werden, dass der Maschsee kein See mehr ist, also: Wasser ablassen und wieder Überschwemmungswiesen zurück bauen - wie toll! Dann ist der "Nazi-See" weg und die liebe Seel´ hat Ruh´ - armes Hannover!
  • Tafel Korupt – 06.07.10 I.Q. – 06.07.10 Das ist total unverständlich und begreift keiner!
  • Infotafeln Change – 06.07.10 Wann werden Tafeln für Gabriel, Trittin, Fischer, La Fontaine und sonstige Dampfplauderer und im Grunde genommen unberechenbare Krawallmacher aufgestellt? Und - wann werden sie wieder abgenommen?
  • Tafel Korupt – 06.07.10 Entschuldigung lieber Krümel,

    man kann ihren kritischen Kommentar nicht einfach so stehen lassen.

    In Zeiten von Massenarbeitslosigkeit, bankrotten Städten, Kommunen und Ländern, steigenden Steuern und Abgaben, ist es doch wohl richtig, das die Stadt Hannover (Rot-Grün), hier ein unbedingtes Zeichen setzt, welches die wahren Probleme sind.

    Man kann diesen Leuten nicht genug Danken, den schließlich wird es nun keine anstürmenden Horden von Touristen und Einheimischen geben, die sich über die unkritischen Infotafeln am Maschsee beschweren.

    Besonderen Dank natürlich auch an den "Bezirksrat Südstadt-Bult", weiter so, Ihr wisst genau, wo die Probleme in diesem Land, in dieser Stadt sind!

    Danke und weiter so....

  • @ Krümel – 06.07.10 1944 – 06.07.10 Wie wahr! Irgendwann muß dann auch noch jede Autobahnauf-/abfahrt (soweit historisch zutreffend) den Hinweis erhalten: In Nazideutschland gebaut.
  • Nazi - Male Solling – 06.07.10 Zum Glück ist diese rot - grüne Hysterie noch nicht bis nach Han. Stöcken vorgedrungen. Wenn doch ? Dann wären bis zu 100.000 Arbeitsplätze in Nds. mehr als gefährdet.
  • Infotafel für alle Krümel – 06.07.10 Irgendwann werden die Mitbürger, die während der Nazizeit geboren oder gezeugt worden sind auch so eine Tafel um den Hals tragen müssen.

    Überhaupt alles, was während der Nazizeit entstanden ist, muß mit Infotafeln versehen werden. Bei den Kunstwerken aus der Nazizeit ist das noch am einfachsten. Dort könnte die linksgrüne Meinungsmafia drannschreiben lassen: "entartete Kunst"

    Erst wenn die letzte mögliche Infotafel aufgestellt worden ist, erst wenn die letzte Straße nach irgendeiner linksgrünen unbekannten Persönlichkeit umbenannt worden ist, erst wenn der letzte Autobahnbenutzer als Nazi diffamiert worden ist, werdet Ihr erkennen, daß es hier modern gewendet mit der Meinungsfreiheit genauso schlimm bestellt ist, wie bei den Nazis.
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