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Süd Parkverbot für Reklameanhänger gefordert
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Parkverbot für Reklameanhänger gefordert
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01:56 12.09.2011
Von Sophie Hilgenstock
Die geparkten Reklameanhänger sorgen für Ärger unter den Anwohnern in der Südstadt. Quelle: Hilgenstock
Südstadt

Langfristig geparkte Reklameanhänger sorgen in den südlichen Stadtteilen zunehmend für Ärger: Die Werbeträger auf Rädern sind vielen Anwohnern ein Dorn im Auge, weil sie den ohnehin begrenzten Parkraum weiter schmälern und das Straßenbild stören. Die CDU-Ratsfraktion macht sich deshalb für ein Parkverbot der Anhänger am Südstädter Bertha-von-Suttner-Platz und in der Stresemannallee stark. Im Bauausschuss der Stadt Hannover hat sie jüngst einen Dringlichkeitsantrag gestellt, der die Verwaltung auffordert, das Parken der Reklameanhänger einzudämmen. Auch in Döhren-Wülfel stören sich einige Politiker an den mobilen Werbetafeln.

„Wenn sich die Werbeanhänger in der Südstadt etablieren, wird es am Straßenrand noch enger – und der Bürgerzorn entsprechend groß“, begründet CDU-Ratsherr Dieter Küßner den Antrag. Um die Reklameanhänger-Flut aufzuhalten, müssten laut Küßner auf allen ausgebauten Parkplätzen rund um die Stresemannallee Schilder aufgestellt werden, die das Parken „Nur für Pkw“ erlauben – und das Abstellen aller anderen Fahrzeuge damit verbieten.

Ohne solch ein Verbot dürfen Werbeanhänger grundsätzlich 14 Tage lang kostenlos am Straßenrand abgestellt werden. „Nach zwei Wochen müssen die Anhänger an eine andere Stelle bewegt werden“, erklärt Stadtsprecher Dennis Dix. Häufig halten sich die Gewerbetreibenden aber nicht an diese Frist und lassen die Fahrzeuge deutlich länger – manchmal monatelang – an einem Ort stehen. Es sei schwierig festzustellen, wann die Hänger abgestellt wurden und ob sie zwischendurch in Gebrauch waren, sagt der Stadtsprecher. Ein spezielles Parkverbot für Werbeanhänger sei für die Stadt jedoch auch keine Lösung, ergänzte Dix.

Die Parkschilder „Nur für Pkw“ haben an anderer Stelle in der Südstadt bereits Wirkung gezeigt. „Am Maschsee hatte diese Methode Erfolg“, sagt CDU-Politiker Küßner. Am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer sei es gelungen, die Flut der Werbeanhänger in den Griff zu bekommen. Nach Meinung der Stadt haben aber vor allem die verstärkten Kontrollen durch Politessen dazu beigetragen, dass dort kaum noch Hänger parken. „Die Schilder allein haben die Werbeanhänger nicht verdrängt“, meint Pressesprecher Dix.

Seit sich die Lage am Maschsee beruhigt hat, ist die Zahl der fahrbaren Werbeträger in anderen Stadtteilen allerdings gestiegen – und das nicht nur in der Südstadt: Für Beschwerden sorgen die Hänger auch in Döhren und Wülfel. In der Hildesheimer Straße steht ein Anhänger, der für ein hannoversches Restaurant wirbt, seit mehr als drei Monaten unbewegt vor einem Einkaufszentrum. Um das Fahrzeug herum sprießt bereits das Unkraut in die Höhe. Zudem sind nicht wenige mobile Werbeflächen mit Wegbeschreibungen beschriftet und daher an einen Aufstellort gebunden, wie etwa ein Hänger in Döhren, der mit präziser Meterangabe ein Lokal im Stadtteil Seelhorst anpreist.

Von Sophie Hilgenstock

„Diese Anhänger sind eine Ohrfeige für alle anderen Gewerbetreibenden, die ihre Werbeflächen ehrlich mieten und bezahlen“, schimpft der Döhrener Bezirksratsherr Dirk Hämke. Das Problem sei daher auch im Bezirksrat Döhren-Wülfel behandelt worden, allerdings ohne Erfolg: „Unsere Anfrage fand leider nicht genügend interessierte Ohren“, erklärt Beziksratsherr Hämke.

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