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Politik streitet über Parkplätze an der Wolfstraße

Waldheim Politik streitet über Parkplätze an der Wolfstraße

Ein Parkplatz am Waldrand von Waldheim hat in der vergangenen Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel eine aufgeregte Debatte ausgelöst.

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Die Autos rücken dem Waldheimer Wald auf die Pelle.

Quelle: Zgoll

Hannover. Ein Parkplatz am Waldrand von Waldheim hat in der vergangenen Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel eine aufgeregte Debatte ausgelöst. Gestritten wurde um ein Areal an der Wolfstraße gegenüber der Liebrechtstraße, auf dem Jogger, Spaziergänger und Hundehalter gerne ihr Auto abstellen, um dann zu einem Ausflug in den Eilenriede-Ausläufer aufzubrechen. Nach einem Mehrheitsbeschluss von SPD, Grünen und dem Einzelvertreter der Linken soll die Verwaltung die vorhandenen Poller an dem Platz nahe der Bushaltestelle um etwa 15 Meter Richtung Wolfstraße vorziehen. Damit werde das Parken auf den in den Wald hineinführenden Fuß- und Radwegen unterbunden und eine Schädigung der Vegetation verhindert.

Ins Gespräch gebracht hatte das Thema allerdings die CDU. Der Bezirksratsfraktion war aufgefallen, dass diese Ecke von Waldheim auch als Park-and-Ride-Platz genutzt wird, Autofahrer ihre Wagen hier also abstellen und dann mit dem Bus in Richtung Südstadt fahren können. Weiter hatten die Christdemokraten moniert, dass die abgestellten Fahrzeuge den Boden im Wurzelbereich verdichten und damit die Entwicklung der Bäume beeinträchtigen würden. Außerdem bestehe die Gefahr, dass der Boden durch austretendes Motoröl verunreinigt werde.

Waren sich alle Parteien in der Analyse des Problems noch einig, wollten CDU und WfH allerdings nicht so weit gehen wie die rot-grüne Bezirksratsmehrheit und das Parken am Waldrand gänzlich verbieten. In ihrem Antrag hatten die Christdemokraten lediglich gefordert, den Eingangsbereich so umzugestalten, dass das „geordnete Parken von Fahrzeugen ohne Beeinträchtigung der vorhandenen Vegetation“ möglich ist. Bezirksratsherr Christoph Loskant äußerte die Befürchtung, dass Autofahrer ihre Wagen vor den nahegelegenen Geschäften und in den Wohnstraßen abstellen, wenn eine 15 Meter große Fläche am Waldrand abgesperrt würde. Damit kämen sie dann aber Kunden und Anwohnern in die Quere. Demgegenüber bestritt SPD-Fraktionschef Bert Oltersdorf, dass rund um die Liebrechtstraße Parkplatzmangel herrsche: „Hier findet man immer einen Stellplatz.“

WfH-Vertreter Heinrich Mix erinnerte daran, dass an dem Areal neben der Eisenbahntrasse früher die Endstation der Buslinie 20 gewesen sei und dass die wartenden Busse hier über die Jahre sicherlich viel Motoröl verloren hätten: „Wenn Rot-Grün diesen Bereich komplett absperren will, müsste man konsequenterweise den gesamten Boden auskoffern und durch nicht kontaminiertes Erdreich ersetzen.“ Doch letztendlich fand der CDU-Antrag für ein schonendes Abrücken der Fahrzeuge vom Waldrand keine Mehrheit. Und so muss sich die Verwaltung nun mit dem Wunsch der Bezirksrats-Mehrheit nach einer weiträumigen Absperrung des Parkplatzes am Waldrand beschäftigen.

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