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Süd Raser in Kirchrode zahlen 30.000 Euro
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Raser in Kirchrode zahlen 30.000 Euro
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14:01 07.07.2011
Auch an der Grundschule in Oheriedentrift fahren viele Autofahrer zu schnell. Quelle: Link
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Kirchrode-Bemerode

Temposünder bringen Geld in die Kasse: Mehr als 30 000 Euro hat die Polizei Hannover allein im ersten Halbjahr bei Geschwindigkeitsmessungen auf dem Südschnellweg in Kirchrode eingenommen. Wie Stadtbezirksmanager Wolfgang Just in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Kirchrode-Bemerode-Wülferode bekanntgab, hatten die Beamten an acht Tagen jeweils drei bis sechs Stunden kontrolliert und dabei insgesamt 562 Fälle protokolliert, bei denen die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mindestens zehn Stundenkilometer überschritten wurde. Insgesamt wurden 18 424 Autos überwacht, bei etwa drei Prozent waren die Fahrer zu schnell unterwegs.

Die Hälfte der Temposünder kommt mit einem Bußgeld von bis zu 30 Euro davon. Alle übrigen müssen tiefer in die Tasche greifen und bekommen außerdem Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister. Besonders teuer wird die Fahrt für acht Autofahrer, die zwischen 40 und 60 Stundenkilometer zu schnell unterwegs waren. Sie müssen 160 beziehungsweise 240 Euro Strafe zahlen und zudem einen Monat auf ihren Führerschein verzichten.

In der vergangenen Bezirksratssitzung hatte die Stadt bereits die Ergebnisse von Geschwindigkeitsmessungen an 16 weiteren Standorten im Bezirk vorgelegt. Diese hatten ergeben, dass die erlaubte Höchstgeschwindigkeit besonders in den Straßen Oheriedentrift, Lange-Feld-Straße, Ostfeldstraße, Zuschlagstraße, Goldrutenweg, Bünteweg und Lange-Hop-Straße regelmäßig überschritten wird.

Die SPD-Fraktion vermisste in der Liste der Kontrollpunkte allerdings drei Stellen in Bemerode, an denen sie von Anwohnern über zu schnelles Fahren unterrichtet worden war. Die Sozialdemokraten schlugen daher weitere Überwachungen vor: in der Straße Kattenbrookstrift zwischen IGS Kronsberg und Stadtbahnhaltestelle Krügerskamp, in der Anecampstraße zwischen Brabeck- und Von-Escherte-Straße sowie in der Anecampstraße zwischen Von-Escherte-und Angerstraße auf Höhe der Kindertagesstätte. Wie Bezirksratsbetreuerin Emine Yilmaz erklärte, werde die Stadt diese drei Standorte in ihre Prioritätenliste für Geschwindigkeitsmessungen aufnehmen. „Aufgrund der Vielzahl von Messstandorten können die Kontrollen aber erst nach den Sommerferien losgehen“, sagte Yilmaz.

Auf Antrag der Grünen-Fraktion beschloss der Bezirksrat außerdem einstimmig, dass auch in der Wülfeler Straße in Bemerode Radarkontrollen durchgeführt werden sollen – und zwar in der Kurve im Übergang von der Wülfeler zur Wülferoder Straße, nahe einem griechischen Restaurant. „Die letzte Geschwindigkeitsmessung in diesem Bereich liegt fünf Jahre zurück. Immer wieder wird hier das Tempo-Limit missachtet“, begründete die Fraktionsvorsitzende Regine Kramarek den Antrag. Die Stadt hatte Geschwindigkeitsmessungen in der Wülfeler Straße bisher mit der Begründung abgelehnt, dass dort kein Gefahrenschwerpunkt vorliege.

Christian Link

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