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SPD will Lärm für Kita-Anlieger verringern

Bemerode SPD will Lärm für Kita-Anlieger verringern

Durch den geplanten Kita-Neubau im Bemeroder Emslandviertel erwartet die Stadt 200 bis 250 zusätzliche Autofahrten pro Tag in der Börgerstraße.

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Die Aufpflasterung nervt die Anwohner

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Hannover. Durch den geplanten Kita-Neubau im Bemeroder Emslandviertel erwartet die Stadt 200 bis 250 zusätzliche Autofahrten pro Tag in der Börgerstraße. Diese Zahl ergibt sich, weil nach einer Prognose der Verwaltung etwa 60 Prozent der Kita-Kinder von ihren Eltern mit dem Auto gebracht werden, erklärte Stadtplaner Matthias Fabich in der Mai-Sitzung des Bezirksrats Kirchrode-Bemerode-Wülferode auf Anfrage der SPD-Fraktion. Nach Auffassung der Stadt ist dies eine relativ geringe Quote. „Da die Kita Börgerstraße unmittelbar im Wohngebiet liegt, kann davon ausgegangen werden, dass viele Eltern ihre Kinder zu Fuß bringen und abholen“, so Fabich.

Diese Einschätzung konnte SPD-Bezirksratsherr Bernd Rödel nicht teilen. „Die Eltern werden vorwiegend mit dem Auto kommen – und zwar nicht zu 60, sondern zu 90 Prozent“, sagte er. Damit sei mit einem weit höheren zusätzlichen Verkehrsaufkommen zu rechnen. In der näheren Umgebung gebe es kaum noch Eltern, die ihre Kinder in der Kita unterbringen werden. Die Menschen im Emslandviertel hätten eine Tagesstätte schon vor Jahren nötig gehabt. Nun komme sie für die Anwohner im näheren Bereich zu spät.

Fabich wunderte sich über diese Kritik. „Über den Standort Börgerstraße wurde meines Wissens hier im Bezirksrat nicht kontrovers diskutiert“, sagte er. Außerdem wies er darauf hin, dass die Kindertagesstätte Börgerstraße schon immer für ein größeres Einzugsgebiet geplant gewesen sei. „Der Standort wurde nur deswegen nicht realisiert, weil der Bedarf für Kita-Plätze bisher nicht vorhanden war“, sagte der Stadtplaner. Nun gebe es diesen Bedarf und darum werde gebaut.

Wie Stadt-Pressesprecherin Konstanze Kalmus auf Anfrage des Stadt-Anzeigers erklärte, soll die Kita spätestens zum 1. August 2013 den Betrieb aufnehmen. Ein konkreter Baubeginn stehe aber noch nicht fest. In der Kita sollen maximal 95 Kinder betreut werden: Bis zu 45 Kinder in drei Krippen-Gruppen und 50 Kinder in zwei Kindergartengruppen.

Eine Entfernung des Basalt-Kleinpflasters an der Engstelle zur Sögeler Straße ist aber weiterhin nicht geplant. Mehrere Anträge des Bezirksrats, den Straßenbelag zur Lärmreduzierung für die Anwohner zu verändern, wurden von der Stadt bereits abgelehnt. Nun hatte die SPD-Bezirksratsfraktion die Hoffnung, dass die Engstelle in das Stadtprogramm „Asphalt statt Natursteinpflaster“ aufgenommen werden könnte. Diese wurde von Fabich in der vergangenen Sitzung aber gleich wieder enttäuscht. Weil die Börgerstraße keine durchgängige Pflasterstraße ist, sondern nur stellenweise zur Geschwindigkeitsreduzierung aufgepflastert wurde, falle sie nicht unter das Programm.

Trotz der erneuten Absage will die SPD nicht aufgeben. Rödel äußerte gegenüber der Verwaltung den Wunsch nach einem Ortstermin. Die zuständigen Fachbereiche der Stadt sollten sich selbst ein Bild von der Lärmbelästigung durch die Aufpflasterung machen, findet der SPD-Ortsverbandsvorsitzende. Rödels Vorwurf: „In der Verwaltung wird lapidar über die Nöte der Bürger in der Börgerstraße hinweggegangen.“

Christian Link

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