Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Süd Bürger diskutieren über Sanierung der Geibelstraße
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Bürger diskutieren über Sanierung der Geibelstraße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:43 11.03.2018
Zur Versammlung kamen jede Menge Bürger in die Aula der Tellkampfschule.  Quelle: privat
Südstadt

 Die Geibelstraße, eine der Hauptstraßen in der Südstadt, soll saniert und umgebaut werden, aber bei vielen Anliegern stößt das Vorhaben auf Kritik. Das liegt im Kern daran, dass Grundstückseigentümer das millionenschwere Bauvorhaben mitbezahlen sollen. Rechtsgrundlage ist die politisch umstrittene Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs). Der Unmut entlud sich am Montagabend bei einem Bürgerdialog, zu dem die Stadtverwaltung in die Tellkampfschule eingeladen hatte. Rund 400 Anwohner – deutlich mehr als erwartet – kamen und machten ihrem Ärger zum Teil deutlich Luft, wie Teilnehmer der Veranstaltung berichten.

Grundstückseigentümer befürchten, dass eine Kostenlawine auf sie zurollt. Wenn Anwohner beim Umbau der Straße mitredeten, werde ein Wunschkonzert eröffnet, das die Eigentümer am Ende mitfinanzierten. Das treffe insbesondere Wohnungseigentümer, die in ihre Immobilie alle Ersparnisse gesteckt haben, hieß es bei der Versammlung. Andere wollen nicht einsehen, warum die Geibelstraße grunderneuert werden muss.  Der Eigentümerverein Haus und Grund hat einen eigenen Verkehrsgutachter engagiert, der eine Grunderneuerung für „unsachgemäß“ hält.

Parksituation ist problematsisch

In acht Arbeitsgruppen sind auch konstruktive Vorschläge für eine Veränderung der Straße auf den Tisch gekommen. So wünschen sich die Anwohner, dass die Radwege erneuert und nicht mehr von parkenden Autos verstellt werden. Auch sollen die Bäume erhalten bleiben und keine Parkplätze wegfallen. Manche fordern, dass die Geschwindigkeit auf Tempo 30 beschränkt wird. „Ständig wurde die Frage gestellt: Wie viel kostet das am Ende?“, berichtet ein Teilnehmer.

Die Rats- und Bezirksratspolitik hielt sich bei der Veranstaltung meist zurück. CDU-Bezikrsratsherr Jesse Jeng zog den Schluss, dass die Bürger die Strabs nicht wollen. FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke betonte, dass die Ratspolitik genau darauf achten werde, dass die Kosten für den Umbau nicht zu hoch ausfallen. „Es sollte nur das gemacht werden, was nötig ist“, sagte er.

Von Andreas Schinkel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der geplante Wohnungsbau an der Wiesenstraße bleibt in der Südstadt umstritten. Der Bezirksrat hat in seiner vergangenen Sitzung dem vorliegenden Bebauungsplanentwurf mehrheitlich zugestimmt.

10.03.2018

Bei einem Projekt für Nachrichtenkompetenz konnten Schüler der Südstadtschule selbst herausfinden, wie Fake News entstehen und woran echte Nachrichten erkennbar sind. Mit einem Redakteur der Neuen Presse sprach die Klasse über Medienkompetenz und durfte sogar gefälschte Fotos herstellen.

09.03.2018

Der Werbezylinder an der Ecke von Abelmannstraße und Hildesheimer Straße versperrt Radfahrern und Fußgängern die Sicht. Der Bezirksrat fordert, die Säule vor der Volksbank umzusetzen.

08.03.2018