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Schüler essen ab sofort im Container zu Mittag

Südliche Stadtteile Schüler essen ab sofort im Container zu Mittag

Bis der Anbau fertig ist, bekommen die Schüler der IGS Südstadt nun ihr Mittagessen in einer provisorischen Mensa auf dem Schulhof. Auch an anderen Schulen lässt die Stadt bauen.

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Der Container für die Mensa schwebt auf dem Schulhof der IGS ein.

Quelle: Eberstein

Südliche Stadtteile. Südliche Stadtteile. Zentimeter für Zentimeter senkt sich der Container auf dem Schulhof der Integrierten Gesamtschule (IGS) Südstadt herab. Drei bis vier Jahre soll er nun dort stehen und als provisorische Mensa für die Verpflegung von 480 Schülern genutzt werden - so lange, bis das denkmalgeschützte Gebäude am Altenbekener Damm um einen Anbau mit einer festen Mensa erweitert worden ist. Nach einigen Verzögerungen sollen nun in den nächsten Tagen die ersten Mittagessen ausgegeben werden. 439 000 Euro hat der Aufbau der Container gekostet, die Stadt rechnet zusätzlich mit rund 96 000 Euro jährlich für die Miete.

In der noch jungen IGS, die erst im vergangenen Jahr mit rund 120 Fünftklässlern in das ehemalige Gebäude der Bertha-von-Suttner-Schule eingezogen ist, spielt das gemeinsame Mittagessen eine wichtige Rolle. Bislang aßen die Kinder mit ihren Lehrern in der Mensa der nahe gelegenen Elsa-Brändström-Schule. Doch da in diesem Schuljahr erneut rund 120 Kinder neu an die IGS kommen, ist dort nicht mehr genug Platz für alle. Deshalb hat sich die Stadt für ein provisorisches Verpflegungskonzept und für die Erweiterung des Schulgebäudes um einen barrierefreien Anbau bis 2018 entschieden. Noch in diesem Herbst soll ein Architekturbüro mit der Umsetzung beauftragt werden.

Im Speiseraum des Mensa-Containers gibt es nun 156 Plätze, sodass 480 Schüler dort in drei Durchgängen essen können. Ein Caterer beliefert die Schule mit gekochten und gekühlten Speisen, die vom Küchenpersonal aufgewärmt und ausgegeben werden. Das Inventar, für das die Stadt rund 62 500 Euro ausgibt, soll später auch in die feste Mensa integriert werden.

Die provisorische Mensa der IGS Südstadt ist allerdings nicht die einzige Baumaßnahme, mit der die Stadt zurzeit die Bildungseinrichtungen in den südlichen Stadtteilen unterstützt. Ein Überblick über weitere Bauprojekte an Schulen:

Gymnasium Tellkampfschule: Die lange überfällige Sanierung der Chemieräume ist in diesem Sommer angelaufen. Die kleinen Räume mit den starren Sitzordnungen in dem denkmalgeschützten Schulgebäude am Maschsee werden vergrößert und im Brandschutz nachgerüstet. Weiterhin werden die maroden Gas- und Wasseranschlüsse sowie die technischen Geräte erneuert. Bis zum Ende des Jahres sollen die Chemieräume im ersten Stockwerk fertig sein, im März 2015 auch die Räume im zweiten Obergeschoss. Da aus Brandschutzgründen auch noch die Zwischendecken des vierstöckigen Gebäudes saniert werden müssen, können die Schüler voraussichtlich erst ab November 2015 wieder in den Räumen lernen und forschen. Bis die umfangreichen Baumaßnahmen abgeschlossen sind, werden die Schüler in anderen Räumen der Tellkampfschule in Chemie unterrichtet und nutzen für Experimente die Naturwissenschaftsräume der benachbarten Bismarckschule.

Wie es jedoch mit den ebenfalls stark sanierungsbedürftigen Physik- und Biologieräumen der Tellkampfschule weitergeht, ist noch unklar. Die Stadt argumentiert, es sei nicht genug Geld da, um alle naturwissenschaftlichen Räume auf einmal sanieren zu können. Die Schulleitung beharrt jedoch darauf, dass zeitnah auch in die anderen Räume für diese Fächer investiert werden müsse, um einen adäquaten Unterricht gewährleisten zu können.

■ Grundschule Kardinal Bertram: Nach dem Auszug der Christian-Andersen-Förderschule in Wülfel haben nun die Umbauarbeiten in dem Gebäude an der Loccumer Straße begonnen. Denn schon in diesem Schuljahr werden dort die Grundschüler der katholischen Kardinal-Bertram-Schule unterrichtet. Zurzeit laufen die Modernisierungsarbeiten in den Räumen, die Sanierung der Toiletten und die Erneuerung der Brandschutzvorrichtungen. Auch behindertengerechte Eingänge werden eingebaut. Die Stadt rechnet mit einer Gesamtbauzeit von einem Jahr. Erst im Herbst 2015 können die Arbeiten mit Kosten in Höhe von etwa 1,63 Millionen Euro abgeschlossen sein. Die Christian-Andersen-Förderschule ist mit drei anderen Förderschulen an zwei Standorten in Kleefeld und Bothfeld zusammengelegt worden und benötigt das Gebäude in der Loccumer Straße nicht mehr.

■ Realschule Dietrich-Bonhoeffer: Für rund 196 000 Euro bekommt die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule in Döhren neue Zimmerdecken. Über die Sommerferien hat die Stadt die Gipskartondecken erneuern und neu streichen lassen, die Arbeiten sollen im Laufe des Septembers abgeschlossen werden.

■ Glockseeschule: Auch der Glockseeschule stiegen die Bauarbeiter in den Ferien aufs Dach. Die Decke der Sporthalle war durch Feuchtigkeitsschäden einsturzgefährdet, weshalb das Bitumendach erneuert werden musste. In diesem Zuge ließ die Stadt das Dach gleich auch stärker dämmen, sodass in Zukunft nicht mehr so viel Wärme verloren geht. 203 000 Euro kostete die Baumaßnahme.

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