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Süd Seniorenwohnstift soll für Besucher öffnen
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Seniorenwohnstift soll für Besucher öffnen
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11:58 20.10.2014
Ein idyllisches Plätzchen: Der Innenhof des Wohnstifts Birkenhof. Quelle: Valentin
Hannover

Marlis Reiche war eine der Ersten, die in eine der neuen Seniorenwohnungen im gerade eröffneten Wohnstift Birkenhof zog. „Schon nach wenigen Monaten empfand ich die Gemeinschaft wie eine Familie“, erinnert sich die heute 75-Jährige, die auf den Rollstuhl angewiesen ist. Das ist nun 25 Jahre her. Zum Jubiläum hat der Betreiber, der evangelische Verbund „Bethel im Norden“, Eingangshalle und Café des Wohnstifts in der Kühnsstraße renovieren lassen. Neuer Chef des Hauses ist seit zwei Monaten Robert Dabrowski. Er will das Haus in der Nähe von Hermann-Löns-Park und Eilenriede künftig mehr für Besucher öffnen.

Auf dem Gelände, auf dem das Wohnstift Birkenhof 1989 gebaut wurde, hatte zuvor ein Betriebshof der Üstra gestanden. Er wurde für den Bau von 193 Seniorenwohnungen abgerissen. Acht dreigeschossige Wohngebäude umfasst die Anlage. Das Haupthaus ist von einem üppig bepflanzten Innenhof umgeben.

Die Angebote reichen vom ambulanten Pflegedienst bis zum Café mit Kegelbahn. Auch ein kleines Schwimmbad gibt es, und eine Kapelle ist ebenfalls vorhanden. Einschließlich Küche und Reinigungsservice hat das Haus an die 70 Mitarbeiter, einige davon sind von Anfang an dabei. Rund 1300 Euro monatlich kostet an der Kühnsstraße das kleinste Apartment mit 32 Quadratmetern; hinzu kommen die Kosten für Mahlzeiten und Dienstleistungen.

„Ansonsten gibt es in der Freizeitgestaltung natürlich ganz unterschiedliche Interessen“, erläutert Dabrowski, der zuvor stellvertretender Leiter des Eilenriedestifts im Heideviertel war. Etliche Bewohner organisieren selbst eine Hobbygruppe, darunter einen Literaturklub und einen Singkreis. Nach 25 Jahren erweitert das Haus nun sein Programm. Demnächst sollen die Hundetrainerin Jutta Gaßmann und ihr American Cockerspaniel in das Wohnstift kommen. Der Hund wird kleine Kunststücke vorführen; die Senioren können ihn danach streicheln und mit ihm spielen. „Falls unsere Bewohner das freut, wollen wir den Hundebesuch zu einem regelmäßigen Angebot machen“, sagt Dabrowski.

Das Haus will sich künftig häufiger auch für externe Gäste öffnen. Vom 24. bis 28. November ist zum Beispiel eine „Woche der Toleranz und Vielseitigkeit“ vorgesehen. In Vorträgen geht es unter anderem um die Geduld gegenüber körperlich oder geistig behinderten alten Menschen. Auch die schwul-lesbische Seniorengruppe Hannover will sich in dieser Reihe vorstellen.

Aber zunächst einmal steht das Oktoberfest auf dem Programm. Am Sonnabend, 19. Oktober, lädt das Wohnstift Birkenhof, Kühnsstraße 4, ab 14 Uhr zu einem allgemeinen Vergnügen mit bayerischer Küche und der passenden Musik ein. Die jüngsten Besucher unterhält ein Clown, und auch zum Kinderschminken liegt alles bereit.

Von Gerda Valentin

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