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Sophienklinik zieht auf die Bult

Südstadt Sophienklinik zieht auf die Bult

Die Sophienklinik zieht nach langer Standortsuche auf die Bult – und will mit der dortigen Kinderklinik kooperieren. Baustart für das neue 130-Betten-Haus der Belegarztklinik soll schon im kommenden Frühjahr sein.

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Neue Nachbarn: In unmittelbarer Nähe zum Kinderkrankenhaus auf der Bult soll der Neubau der Sophienklinik in die Höhe wachsen.

Quelle: Rainer Droese

Südstadt. Lange hat es gedauert – nun kann es endlich losgehen: Die Sophienklinik nimmt ihr seit sieben Jahren geplantes Neubauprojekt in Angriff. In direkter Nachbarschaft zum Kinderkrankenhaus auf der Bult wird die Belegarztklinik für rund 30 Millionen Euro ein modernes, dreigeschossiges 130-Betten-Haus errichten, in dem jedes Jahr rund 6000 Patienten versorgt werden. „Wir haben um dieses Projekt gekämpft – und das hat sich gelohnt“, sagt der Ärztliche Geschäftsführer Stephan Molitor. Erst im dritten Anlauf war es der von einer privaten GmbH betriebenen Sophienklinik gelungen, einen geeigneten Standort für den Krankenhausneubau zu finden.

Der Komplex wird vom kommenden Frühjahr an direkt am Bischofsholer Damm in die Höhe wachsen; 2015 soll er fertig sein. Bereits im vergangenen Sommer hatte die Klinik, die derzeit an zwei Standorten in der Dieterichsstraße (Mitte) und der Omptedastraße (Vahrenwald) untergebracht ist, den Zuschlag für das Grundstück erhalten. Nun hat das Land Niedersachsen als hauptsächlicher Kostenträger zugesagt, 20 Millionen Euro für den Neubau zur Verfügung zu stellen. Das verbleibende Drittel der gesamten Investitionssumme zahlt die Sophienklinik aus dem eigenen Etat.

Der Neubau wird überwiegend mit Zwei-Bett-Zimmern ausgestattet, Vier-Bett-Zimmer sollten die Ausnahme bleiben, sagt Carlo Brauer, der zweite Ärztliche Geschäftsführer. Geplant sind zwei große Stationen, die fachübergreifend zusammenarbeiten und alle acht medizinischen Disziplinen der Klinik vereinen; hinzu kommt ein großzügiger Operationstrakt. „Wir bieten den Patienten eine medizinische Vollversorgung“, erklärt Brauer. Rund 160 Mitarbeiter werden auf die Bult umziehen, 60 Belegärzte gehören zum aktuellen Klinikteam. Um den Patienten den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, sind unter anderem eine Cafeteria und ein Innenhof mit Wasserspielen vorgesehen. Ein spezielles Lichtkonzept soll auch auf den Fluren und in den Behandlungszimmern eine angenehme Atmosphäre schaffen.

Die unmittelbare Nachbarschaft zur Bult-Klinik sei ein Standortvorteil, sagt Geschäftsführer Molitor. Die Überlegungen beider Krankenhäuser gingen dahin, künftig in bestimmten Bereichen wie der Logistik oder der Weiterbildung für das Fachpersonal zu kooperieren. Die Sophienklinik verspricht sich von der Nähe zu einer so stark frequentierten Einrichtung wie dem Kinderkrankenhaus unterm Strich auch, in der hannoverschen Kliniklandschaft noch präsenter zu sein. Da das Krankenhaus auf der Bult ausschließlich auf junge Patienten spezialisiert sei, ergebe sich keine Konkurrenz.

Die neue Sophienklinik wird auf dem Grundstück entstehen, auf dem sich derzeit noch der Bolzplatz der Förderschule auf der Bult befindet. Die Schule wird aber an anderer Stelle auf dem Gelände Ersatz erhalten. Die jetzt schon kritische Parkplatzsituation am Kinderkrankenhaus wird sich nach Auskunft Molitors durch den Neubau nicht verschärfen. „Wir werden einen eigenen Parkplatz mit 47 Stellflächen bauen, der genügend Platz für unsere Mitarbeiter und unsere Besucher bietet“, versichert er.

Die alten Gebäude an ihren beiden bisherigen Standorten wird die Sophienklinik nach dem Umzug auf die Bult aufgeben. „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt Molitor. „Zudem entsprechen unsere derzeitigen Einrichtungen auch nicht mehr dem baulichen Standard, der heute an ein modernes Krankenhaus gestellt wird.“ Das Haus in der Dieterichsstraße nahe der Marienstraße wird verkauft. Der Komplex in Vahrenwald ist ein Mietobjekt, die Verträge laufen noch über einen längeren Zeitraum. „Wir bemühen uns, dort einen geeigneten Nachmieter zu finden, möglichst aus dem sozialen Bereich zu finden“, erklärt Molitor.

Im Hinblick auf den Neubau macht er noch einmal deutlich: Auf der Bult sei man für die Zukunft bestens gerüstet.

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