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Süd Wie geht es jetzt mit dem Kronsberg Life Tower weiter?
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Wie geht es jetzt mit dem Kronsberg Life Tower weiter?
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10:00 30.06.2018
Hannover, Kinderangebot am Kletterturm Kronsberg Life Tower, Oheriedentrift. Der 20 Meter hohe Kletterturm ist Herzstück des Areals Foto: Samantha Franson Quelle: Samantha Franson
Bemerode

Aufatmen können die Mitglieder des Vereins Kronsberg Life Tower auch nach der jüngsten Bezirksratssitzung in der vergangenen Woche nicht. Noch immer ist unklar, ob der Verein das Gelände an der Oheriedentrift behalten kann und wie – im Falle eines Umzugs – Ab- und Wiederaufbau des Turms finanziert werden können. Setzt die Stadt ihre aktuellen Pläne für die Bezirkssportanlage Bemerode-Ost um, so verliert der Verein Kronsberg Life Tower sein gesamtes Areal bis Ende 2019. Bereits bis Ende dieses Jahres muss der Verein laut Vertrag mit der Stadt einen Großteil des Geländes räumen.

Das Anfang des Jahres vorgestellte Konzept für die Sportanlage in Bemerode hat die Stadt nun in einem Bebauungsplan niedergeschrieben. Die Entscheidung darüber vertagte der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode auf die Sitzung nach der Sommerpause, das Gremium zog den Tagesordnungspunkt interfraktionell zur Beratung zurück. Neben dem Bezirksrat stimmen noch der Bauausschuss, der Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen sowie der Verwaltungsausschuss über die Planungen ab.

Antrag auf Vertragsverlängerung

Helfen wolle man dem Verein Kronsberg Life Tower, da sind sich die Fraktionen im Bezirksrat einig – wie weit diese Unterstützung gehen soll, darüber gab es allerdings Diskussionen. So stellten SPD, CDU, Grüne und der Linken-Einzelvertreter einen gemeinsamen Antrag an die Verwaltung, den Pachtvertrag mit dem Kronsberg Life Tower bis nach dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan zu verlängern, welchem die Fraktionen einhellig zustimmten.

Deutlich weiter gingen die Grünen mit einem weiteren Antrag: Sie forderten, den bisherigen Standort zu sichern. Mit deutlicher Mehrheit lehnten CDU, SPD und FDP diesen Antrag ab. FDP-Chef Norman Ranke bat darum, auch die anderen Faktoren in dieser Sache zu bedenken. So sei der Kronsberg Life Tower neben dem TSV Bemerode und der Frage nach einem weiteren Schulstandort nur ein Puzzleteil – es sei „vielleicht auch nicht das wichtigste“, sagte Ranke.

Auch Daniela Barke (SPD) äußerte Einwände. Das Ziel sei zunächst einmal der Fortbestand, aber eben nicht zwingend auf dem jetzigen Gelände. Sollte der Verein rund um den Kletterturm tatsächlich umziehen müssen und einen neuen Standort finden, ist unklar, wie dieser Umzug zu finanzieren ist. Während die Verwaltung davon ausgeht, der Verein könne die Kosten ohne Hilfe aus dem städtischen Haushalt stemmen, sehen das die Vereinsmitglieder anders. In der Einwohnerfragestunde der jüngsten Sitzung schilderten mehrere Vertreter des Vereins den Bezirksratspolitikern ihre Sorgen und lösten damit eine Diskussion aus. Sie sprachen von mehr als 50.000 Euro allein für den Abbau, eine ähnliche Summe würde der Wiederaufbau des Kletterturms kosten – sofern der Transport überhaupt technisch möglich sei. Bezirksbürgermeister Bernd Rödel (SPD) warf den Vereinsmitgliedern vor, nicht ehrlich zu sein: Der Turm sei transportabel und könne jederzeit wieder aufgebaut werden. Auch gehe er von deutlich geringeren Kosten aus. „Man sollte ehrlich miteinander umgehen“, mahnte Rödel, woraufhin er wiederum Kritik aus der Grünen-Fraktion erntete. Schließlich einigten sich jedoch alle Parteien darauf, die tatsächlichen Kosten eines möglichen Umzugs in Erfahrung zu bringen und weiter gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Auch Schulstandort umstritten

Ein weiterer Kritikpunkt an den Planungen der Stadt ist der Standort der neuen Grundschule an der Ecke Wil­helm-Göhrs-/Wülferoder Straße – unter anderem wegen des hohen Verkehrsaufkommens an dieser Stelle. In einem interfraktionellen Antrag fordert der Bezirksrat daher die Stadt auf, weitere Standorte im Bezirk zu prüfen, und schlägt den Spielplatz an der Lange-Feld-Straße vor. Der Spielplatz könne dafür auf den Neunkirchner Platz umziehen. Als Begründung für diesen Antrag nennen die Fraktionen eine bessere Verteilung der Grundschulen im Stadtbezirk – und weniger Planungsdruck auf dem Gelände Bemerode-Ost. Denn wenn die Grundschule wegfallen würde, müssten die Tennisplätze des TSV Bemerode nicht umziehen. Und der Kronsberg Life Tower könnte möglicherweise mindestens einen Teil des Geländes behalten.

Von Johanna Stein

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