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Stadt informiert über Infrastruktur in Bemerode

Großer Einwohnerzuwachs Stadt informiert über Infrastruktur in Bemerode

Der starke Einwohner-Zuwachs der vergangenen Jahre geht nicht spurlos an Bemerode vorbei. Bis 2030 sollen noch 27.000 weitere Anwohner im Stadtteil hinzukommen. Im Krokus stellte die Verwaltung nun die weiteren städtebaulichen Pläne für Bemerode vor. 

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Viele Bürger interessieren sich für die Zukunft ihres Stadtteils und besuchen die Informationsveranstaltung. 

Quelle: Steiner

Bemerode. Seit der Expo 2000 hat sich die Einwohnerzahl in Bemerode fast verdoppelt. Bis 2030 sollen bis zu 27.000 neue Einwohner zuziehen. Dieser Zuzug stellt die Infrastruktur im Stadtteil vor eine Herausforderung. Nun wurden bei einer Informationsveranstaltung mit Bürgerbeteiligung im Stadtteilzentrum KroKuS weitere städtebauliche Pläne vorgestellt. Geladen hatte zuvor Oberbürgermeister Stefan Schostok. Dieser war jedoch krankheitsbedingt verhindert, Stadträtin Rita Maria Rzyski vertrat ihn.

Zunächst stellte sie gemeinsam mit Stadtplaner Matthias Fabich die geplanten Projekte vor. Der Schwerpunkt dieser liegt auf den Grundstücken der IGS-Kronsberg-Nebenstelle, der sogenannten „Blaue Schule“, und der Bezirkssportanlage Bemerode. Dort sieht die Planung vor, die „Blaue Schule“ als Standort mittelfristig aufzugeben. Die Nebenstelle der IGS Kronsberg und die Grundschule Kronsberg sollen zurück an den Hauptstandort der IGS am Kattenbrookstift verlagert werden. Auf dem Bereich der Sportanlage sollen dann neben weiteren Sportanlagen auch eine KiTa und eine neue Grundschule entstehen. Die Sportanlage des TSV Bemerode soll bis 2020 durch einen Kunstrasenplatz und ein Beachvolleyballfeld erweitert werden. Dabei solle dennoch die Wohnverträglichkeit der Anlieger sichergestellt werden, also keine Beeinträchtigung durch Freizeitlärm.

Noch nicht endgültig entschieden

„Der Abriss der „Blauen Schule“ ermöglicht es, die Infrastruktur an diesem Standort neu zu ordnen“, sagte Rzyski. Auch Stadtplaner Matthias Fabich lobte die gute Lage des Grundstücks für die Ansiedlung von Schule und KiTa. Allerdings sei noch nichts festgelegt. „Bei diesen Planungen ist bisher noch ein großer Konjunktiv erforderlich“, erklärte er. Endgültig entschieden sei noch nichts.

Des Weiteren sollen um den Kronsberg 35 Krippen- und 65 Kindergartenplätze entstehen, um den steigenden Bedarf zu decken, der mit dem Bevölkerungszuwachs einhergeht. Für den südlichen Kronsberg sind somit bereits sechs neue KiTas in Planung.

In der anschließenden Bürgerfragestunde äußerten die anwesenden Bürger ihre Bedenken mit dieser Planung. Zwar lobten viele den Plan, die Bezirkssportanlage auszuweiten, doch ginge ihnen das nicht schnell genug. Die neuen Plätze werden dringend benötigt, erklärte ein Bürger. Bereits jetzt habe der TSV Probleme, alle Mitglieder unterzubringen. 2020 könne für neue Plätze zu spät sein. Bernd Michaelis vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün erklärte, es werde nicht möglich sein, die Plätze schneller anzubringen. Jedoch werde zeitnah mit der Planung begonnen. „Wir geben Gas“, versprach er.

Oberbürgermeister lädt ein, aber kommt nicht

Der Zeitpunkt der Informationsveranstaltung war unüblich: Die interessierten Bürger waren für 16 Uhr ins Stadtteilzentrum geladen worden. Verschuldet war dies dem Terminkalender des Oberbürgermeisters, der die Pläne vorstellen wollte. Annette Volland, Fraktionsvorsitzende der Grünen, war nicht begeistert von diesem Termin und erklärte: „Wir halten die Einladung an einem Montagnachmittag um 16 Uhr für wenig sinnvoll und schlecht geplant. Diese Uhrzeit schließt die meisten Erwerbstätigen von der Veranstaltung aus. Ernsthafte Bürgerbeteiligung stellen wir uns anders vor. Ein schlechter Stil, wie ich finde.“ Die Stadträtin Rzyski entschuldigte sich in der Sitzung für den ungünstigen Zeitpunkt und dankte den rund 200 Bürgern, dass dennoch so viele gekommen waren.

Von Nele Schröder

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