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Süd Strafzettel bei Freundschaftsspiel bleiben ohne Folgen
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Strafzettel bei Freundschaftsspiel bleiben ohne Folgen
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00:22 30.08.2014
Erlaubt oder geduldet? Der Schotterplatz wird von vielen als Parkfläche genutzt. Quelle: Pfeiffer
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Hannover

Diese Partie werden die Fußballerinnen des TSV Bemerode so schnell nicht vergessen. Bei einem Freundschaftsspiel am vergangenen Sonnabend sorgten zwei Parkranger der Stadt kurz vor Ende der ersten Halbzeit gegen 13 Uhr für Unruhe neben dem Spielfeld. Die beiden Mitarbeiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün verpassten sämtlichen Autos, die auf dem Schotterfeld neben dem Rasenplatz an der Straße Am Sandberge parkten, einen Strafzettel. Daraufhin protestierte der Verein, allen voran der Vorsitzende Manfred Duttke, bei der Stadtverwaltung vehement gegen das Vorgehen. Mit Erfolg: Die Betroffenen können die Verwarnungen ignorieren. „Die Knöllchen haben keine Konsequenzen“, versichert Rathaussprecher Dennis Dix.

Als „abenteuerlich und unangemessen“ hatte Duttke das Vorgehen der städtischen Ordnungshüter kritisiert, nachdem zahlreiche Vereinsmitglieder ihn am Sonnabend wegen der Strafzettel angerufen hatten. Offenbar hätten die Parkranger den Sportplatz sogar mehrmals am Wochenende kontrolliert, berichtet Duttke. Das plötzliche Parkverbot auf dem Schotterplatz am Schützenhaus, der auch als Festplatz genutzt wird, hatte alle überrascht. „Seit 50 Jahren ist es üblich auf der Fläche zu parken“, stellt Duttke klar.

Ein „Parken verboten“-Schild gibt es dort ebenso wenig wie schützenswerte Grünanlagen. Die Parkranger bewerteten den Schotterplatz bei ihrem Einsatz am Wochenende offenbar dennoch als öffentliche Anlage - und dort ist das Abstellen von Fahrzeugen laut der Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Landeshauptstadt Hannover (SOG-VO) verboten.

Beim Freundschaftsspiel der TSV-Damen gegen den SV Upen waren rund 20 Fahrzeughalter von den Strafzetteln betroffen, vor allem die Gäste. „Alle wurden fotografiert und sollten ein Ticket erhalten - wegen Parkens auf einer öffentlicher Grünfläche“, berichtet Thomas Pfeiffer aus Bemerode, der den Vorfall als Zuschauer der Begegnung miterlebt hat. Eine Vorwarnung oder vorherige Aufforderung, die Autos wegzufahren, habe es nicht gegeben. „Dass ausgerechnet während eines Fußballspiels sämtliche Fahrzeuge aufgeschrieben werden, hielten alle für einen Akt staatlicher Willkür“, beschreibt Pfeiffer die aufgebrachte Stimmung. Nach dem Halbzeitpfiff hätten sich auch die Spielerinnen an dem Disput mit den Ordnungshütern beteiligt. Die hätten sich aber unbeeindruckt gezeigt.

Den Fußballerinnen, ihren Betreuern und Fans, die auf dem Festplatz geparkt haben, droht nun allerdings doch kein Bußgeld in Höhe von jeweils 25 Euro. Streng genommen dürften neben dem Schützenhaus zwar keine Autos abgestellt werden, sagt Behördensprecher Dix. Das Parken werde dennoch von der Stadt geduldet. „Leider waren die diensthabenden Parkranger darüber nicht informiert.“ Bis aus Weiteres bleibe das Parken auf dem Festplatz ausdrücklich erlaubt, versichert Dix: „Wir bedauern die Irritationen, die der Einsatz bei den Fahrzeugführern ausgelöst hat.“

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