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Süd Gemeinde feiert 25 Jahre Flüchtlingsarbeit
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Gemeinde feiert 25 Jahre Flüchtlingsarbeit
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02:16 03.06.2018
Hannover - Flüchtlingsunterkunft Am Döhrener Turm für Titel und Loka - Foto Tim Schaarschmidt Quelle: (c) www.photos24.de
Südstadt

Damals flohen sie vor allem aus dem Kosovo, heute kommen sie aus Syrien, dem Iran und Irak. Seit 25 Jahren betreut die evangelisch-freikirchliche Gemeinde am Döhrener Turm Flüchtlinge. Das soll am Freitag, 1. Juni, und Sonntag, 3. Juni, gefeiert werden.

In ihrer Flüchtlingsunterkunft an der Hildesheimer Straße 161 beherbergt die Gemeinde zurzeit rund 115 Bewohner, die von vier Sozialarbeitern umsorgt werden. Mit Hilfestellung bei Anträgen, Beratungsstunden mit Sozialarbeitern oder einem hauseigenen Kindergarten versucht die Gemeinde, die Flüchtlinge zu integrieren.

Ehemalige kommen zum Fest

Seit 1993 seien so schon 2700 Menschen begleitet worden. „Es freut mich immer, ehemalige Bewohner wiederzusehen und zu erfahren, was aus ihnen geworden ist“, sagt Irene Wegener, Geschäftsführerin der Wohnheime. Auch beim großen Sommerfest am morgigen Freitag werden viele ehemalige Mitbewohner vor Ort sein. Ab 16 Uhr gibt es neben einem internationalen Grillbüfett Aktionen wie Bullriding und einen Fahrradparcours an der Hildesheimer Straße 161. Es soll ein Fest für alle werden. Sozialarbeiter beantworten Fragen zu ihrem Beruf und erzählen von ihrer Arbeit mit Migranten.

Am Sonntag findet um 10 Uhr ein Festgottesdienst in der Gemeinde am Döhrener Turm, Hildesheimer Straße 179, mit anschließendem Empfang statt. „Wir freuen uns über jeden, der kommt“, betont Wegener.

Als die Gemeinde Döhrener Turm 1993 mit der Flüchtlingsarbeit anfing, gab es zunächst nur einen Zeltplatz als provisorische Unterkunft. 15 Personen betreuten die Flüchtlinge. „Es waren sehr viele Menschen und es war eine große Herausforderung, angemessene, menschenwürdige Unterkünfte zu schaffen“, erzählt Wegener. Seit 2007 steht die hellgrün gestrichene Flüchtlingsunterkunft an der Hildesheimer Straße 161, davor war es auf der gegenüberliegenden Straßenseite untergebracht. 2012 kam ein Anbau hinzu. „Wir haben aus den Erfahrungen im Umgang mit Flüchtlingen gelernt und uns weiterentwickelt“, sagt die 54-Jährige rückblickend.

Neben der Flüchtlingsunterkunft mit 128 Plätzen in der Südstadt betreibt die Gemeinde seit 2016 ein Flüchtlingswohnheim in Waldhausen: An der Grazer Straße gibt es 100 Plätze.

Viele gute Kontakte

Am meisten profitiere die Gemeinde von dem Netzwerk, das sie sich über die Jahre aufgebaut hätten, sagt die Geschäftsführerin. „Wir wurden gut im Stadtteil aufgenommen.“ Die Flüchtlingsheime arbeiten eng mit Schulen, Kindergärten, Vereinen und vielen Wohlwollenden zusammen. Es habe noch nie Anfeindungen seitens der Bürger gegeben, betont Wegener. Allerdings merke sie, dass die Integrationsprojekte auf immer mehr Skepsis stoßen. „Die Flüchtlinge merken es in persönlichen Kontakten – und das Unverständnis für sie wächst“, bedauert die Geschäftsführerin der Wohnheime.

Von Laura Ebeling

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