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Tankstelle wechselt Betreiber

Altenbekener Damm Tankstelle wechselt Betreiber

Zur Zeit verkauft die Aral-Tankstelle am Altenbekener Damm nur noch Benzin, die Regale im Shop sind leer. Dem bisherigen Pächter Michael Usener kündigte der Konzern den Mietvertrag. Zum Ende des Monats wechseln die Zapfsäulen ihren Betreiber.

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In der Tankstelle am Altenbekener Damm gibt es nur noch das Nötigste.

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Südstadt. Auf den ersten Blick wirkt die Aral-Tankstelle am Altenbekener Damm in der Südstadt wie geschlossen: Die Regale im Shop sind leer, die Autowaschanlage wurde entfernt, Staubsauger oder Luftpumpen fehlen. Nur selten fährt ein Auto auf das Gelände. Und wenn, dann versichert sich der Fahrer vor dem Tanken mit einem fragenden Blick durch die Shop-Fenster, dass der Schalter im Inneren auch wirklich besetzt ist. Das ist er – auch wenn der Betrieb in diesem Monat nur auf Sparflamme läuft.

Denn die Aral-Tankstelle wechselt zum Ende des Monats ihren Betreiber. Der Konzern kündigte den Mietvertrag mit dem bisherigen Pächter. Der heißt Michael Usener und sieht die Kündigung seines Vertrages mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Eine Tankstelle zu betreiben ist nicht spaßig. Es ist kein Unternehmertum, sondern eher eine Gängelei seitens der Konzerne“, sagt Usener. Die Tankstelle am Altenbekener Damm leitet er seit 1997. Vor vier Jahren kamen insgesamt drei weitere Filialen in Badenstedt, Laatzen und Sarstedt hinzu. Auch dort hört Usener nun auf.

„Ich sollte die Tankstellen entweder kaufen oder aufhören. Da habe ich dann gesagt: Ich will nicht mehr“, berichtet Usener. Zuvor habe er lange nachgerechnet, doch ein Kauf hätte sich einfach nicht rentiert. Für einen Kaufpreis von etwa einer Million Euro seien die Tankstellen einfach nicht gewinnbringend genug. Neben der Kaufsumme wären pro Tankstelle jährliche Stromkosten von 25 000 Euro fällig. Hinzu kämen Nebenkosten und auch Mietzahlungen; die Tankstellengrundstücke in Badenstedt und Sarstedt hat Aral selbst nur gepachtet. Auf der anderen Seite bekomme Usener für jeden Liter Sprit nur rund zwei Cent Provision. „Das kann sich nicht rechnen“, meint er.

Die Kündigung für seine Tankstellen habe er im Sommer 2010 im Briefkasten gehabt. Zu seinem Ärger habe er jedoch bis vor wenigen Wochen nicht gewusst, wie es mit den Standorten in der Südstadt und in Laatzen weitergehen wird. „Mir ist erst seit acht Wochen bekannt, wer die Tankstellen kauft“, sagt Usener. Inzwischen habe er die Shopwaren, Waschanlagen, Staubsauger und das weitere Tankstellenzubehör aber schon verkauft. „Ich trage lieber einen Verlust von 10 000 Euro, als dass ich hinterher auf dem ganzen Zeug sitzen bleibe“, begründet er den Verkauf. Aral konnte zu den Vorgängen keine Stellungnahme abgeben: Der zuständige Mitarbeiter ist im Urlaub.

Für die Kunden der Tankstelle bedeutet das, dass sie dort bis zum Einzug des neuen Betreibers nur Tanken und neues Motoröl kaufen können. Beides schreibe ihm der Pachtvertrag vor, sagt Usener. Für die Mitarbeiter der vier Filialen ändert sich nichts. „Sie werden alle übernommen, das ist bereits geregelt“, meint der ehemalige Arbeitgeber. Er selbst will die Branche wechseln: Der 56-Jährige wird Berater bei einem Start-Up-Unternehmen: „Mit dem Thema Tankstellen bin ich durch.“

Christian Link

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