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Süd Timotheus-Kirche feiert 60. Jubiläum
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Timotheus-Kirche feiert 60. Jubiläum
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18:06 05.06.2014
Die Timotheus-Kirche in Waldheim. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Geburtstage sind aber nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein Anlass, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken. Die kirchliche Gemeinde hat wenig Grund zu klagen. Pastor Werner Hennies äußert sich zufrieden mit dem ehrenamtlichen Engagement in seiner Gemeinde, sämtliche Veranstaltungen würden gut angenommen. „Relativ zur Größe der Gemeinde bin ich zufrieden, absolut darf es natürlich immer mehr sein“, sagt er. Vor allem die Musik ist omnipräsent im Gemeindeleben. Kirchenmusiker Bastian Altvater könne mit viel Enthusiasmus und hoher Qualität für die kirchlichen Klangwelten begeistern. Außer dem klassischen Chor und der Blockflötengruppe wurde ein Posaunenchor gegründet. „Die Musik hat in Timotheus eine gewisse Tradition“, sagt Pfarrer Hennies. Die Musik sei fest etablierter Bestandteil des Gemeindelebens.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Vor drei Jahren wurde die Krippengruppe mit 15 Kindern ins Leben gerufen. Der Kindergarten, 50 Jungen und Mädchen werden hier betreut, sei für die Stadtteile ebenfalls von großer Bedeutung, sagt der Pastor. „Ich bin viel bei den Kindern. Es herrscht eine enge Bindung zum Nachwuchs.“ Mit rund 25 Konfirmanden pro Jahrgang ist Pastor Hennies ebenso zufrieden. „Die Arbeit mit dem Nachwuchs ist sehr erfüllend“, sagt er. „Einige habe ich durch die komplette Kindheit begleiten können.“ Ein besonderes Merkmal seiner Gemeinde ist aus Sicht des Pastors die Vielzahl an Kindern, die das Gemeindeleben bereichern. Zahlreiche junge Familien identifizierten sich stark mit der Gemeinde und engagierten sich im Gemeinwesen, sagt er.

Auch die besondere geografische Lage sorge dafür, dass die Identifikation mit der Timotheus-Gemeinde erfreulich groß sei: „Wir sind klar abgegrenzt vom Stadtgebiet, haben in allen Himmelsrichtungen natürliche Grenzen - auch das stärkt irgendwie das Zusammengehörigkeitsgefühl.“

Auch die Timotheus-Stiftung ist auf Erfolgskurs. „Die Stiftung hat sich sehr gut etabliert“, erklärt Rolf Bade, Vorsitzender des Kuratoriums. Binnen zehn Jahren habe sich das Stiftungskapital von 100 000 Euro auf 400 000 Euro vervierfacht. Die Zinserträge sind Finanzierungsgrundlage für die Arbeit der Stiftung. „Unsere Aufgabe wird auch in Zukunft sein, dafür zu sorgen, dass Kirche nicht nur eine Binnenveranstaltung ist“, sagt Bade. Angesichts schrumpfender Etats sei es unabdingbar, dass Ehrenamt und Hauptamt Hand in Hand arbeiten - finanziell wie praktisch.

So bereitet denn auch die schrumpfende finanzielle Ausstattung der Gemeinde dem Pastor Sorgen. „Vor allem ist uns natürlich wichtig, dass auch in Zukunft eine solide Finanzgrundlage vorliegt“, sagt er. Die Stelle des Küsters wurde beispielsweise bereits ersatzlos gestrichen - nun haben die Gemeindemitglieder die Aufgaben unter sich aufgeteilt. Spätestens 2017 wisse man mehr, sagt Hennies. Dann wird der vom Kirchenvorstand unter Maßgabe der finanziellen Mittel erstellte neue Stellenplan veröffentlicht.

Musik, Kino und Feste zum Geburtstag

Zum Auftakt des Jubiläums lädt die Gemeinde am Pfingstsonntag, 8. Juni, um 10 Uhr zu einem Gottesdienst mit Jazz-Frühschoppen ein. Die Predigt wird der ehemalige Stadtsuperindent Wolfgang Puschmann halten, „Old Virginny“ sorgt für die Musik. Ein Gartenfest feiert der Kindergarten am Freitag, 13. Juni, ab 16 Uhr auf seinem Gelände in der Borriesstraße 24. Am Sonnabend, 14. Juni, gibt es ab 19 Uhr ein Gospelkonzert mit dem rund 150 Stimmen starken Chor „Singout Gospel“.

Eine Autorenlesung mit Annika Scheffel ist für Donnerstag, 19. Juni, ab 19 Uhr in der Kirche geplant. Sie ist in Waldheim aufgewachsen, lebt derzeit in Berlin und liest aus ihrem Buch „Bevor alles verschwindet“. Das ursprünglich für den 21. Juni geplante Konzert unter dem Motto „ „Alles was in Timotheus Musik macht“ wird auf die Adventszeit verschoben. Weiter geht es dann am Dienstag, 26. Juni, ab 19.30 Uhr mit einem Podiumsgespräch. Oberbürgermeister Stefan Schostok, Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann und Probst Martin Tenge werden über das Thema „Kirche in der Stadt“ diskutieren.

Beim „Jubiläumscafé“ am Mittwoch, 25. Juni um 15.30 Uhr, dreht sich in der Kirche alles um die Kirchengeschichte und -geschichten. Kurzfilme junger deutscher Regisseure mit lustigen, aber auch nachdenklichen Themen, werden am Mittwoch, 2. Juli, ab 19 Uhr in der Kirche gezeigt. Zum Abschluss der Festwochen lädt die Gemeinde alle für Sonntag, 6. Juli, zu einem Sommerfest ein. Los geht es um 11 Uhr.

Von David Rosengart

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