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Umbau der Abelmannstraße sorgt für Unmut

Döhren Umbau der Abelmannstraße sorgt für Unmut

Die Bauarbeiten an der Abelmannstraße sind fast beendet, doch die Anwohner sind weiterhin verärgert. Es gibt zu wenig Parkplätze und die Verkehrssituation in der S-Kurve hat sich verschärft.

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Zu wenig Parkplätze und Baustellen direkt vor der Ladentür: Die Geschäftsleute in der Abelmannstraße sind mit der Neugestaltung gar nicht zufrieden.

Quelle: Matthias Walther

Döhren. Döhren. Deutlich früher als geplant sind die Entwässerungsarbeiten an der Abelmannstraße beendet worden. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten bis Ende Oktober dauern, schon jetzt sind allerdings nur noch Kleinigkeiten zu erledigen. „Die fertiggestellten Leitungen werden voraussichtlich noch in diesem Monat zur Abnahme mit einer Kamera untersucht“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Er erklärt das frühzeitige Ende der Arbeiten mit der zügigen Leistung der Bauarbeiter. Nun seien keine größeren Maßnahmen mehr geplant.

Die Anlieger sind allerdings nach wie vor unzufrieden mit der Situation im Bereich der S-Kurve von Abelmann- und Brückstraße. Wie berichtet, klagen die Geschäftsleute über erhebliche Umsatzeinbußen - vor allem, weil fehlende Parkplätze Kunden abschreckten. Durch die Sanierung und Entschärfung des Kurvenbereichs waren 15 Stellflächen weggefallen. „Was hier gebaut wurde, geht völlig an den Interessen und Bedürfnissen der Anwohner vorbei“, sagt etwa Carsten Bruns, Inhaber des örtlichen VGH-Versicherungsbüros. Die Stadt habe argumentiert, einen Unfallschwerpunkt entschärfen zu wollen, aber das Gegenteil sei nun der Fall. „Dadurch, dass die Straße deutlich verengt wurde, ist sie unübersichtlich geworden“, betont Bruns. Jeden Tag komme es zu Engpässen, ab und zu würden Spiegel abgefahren, und Parkplätze gebe es kaum noch. Darum plädiert er für eine Verbreiterung der Fahrbahn um 1,5 Meter bis zwei Meter und für die Wiederherstellung von Parkflächen.

Noch verärgerter über die Situation ist der Fotograf Matthias Walther - vor allem über die kürzlich nahe seines Studios aufgestellte Litfaßsäule: „Sie stört das Bild des Platzes erheblich, schränkt die Sicht auf den Laden ein und zieht Aufmerksamkeit auf sich, die ich für mein Atelier brauche.“ Daher möchte er, dass sie wieder entfernt wird. Zudem kämen neuerdings häufig unangenehme Gerüche aus der Kanalisation im Kurvenbereich in Richtung Wiehbergstraße. Seine Geduld sei nunmehr erschöpft. Denn auch die Bauarbeiten bescherten Walther Umsatzverluste: „Sie wurden vor meinem Geschäft ohne Vorwarnung genau ins Weihnachtsgeschäft gelegt. Dadurch hatte ich viele Terminausfälle.“

Ob den Anträgen des Bezirksrats Döhren-Wülfel entsprochen wird, den Umbau wenigstens teilweise rückgängig zu machen, wollte Stadtsprecher Dix noch nicht beantworten. Auch zu der Idee der Politiker, wenigstens die Parkzeit in Abschnitten auf eine Stunde zu begrenzen, nahm er keine Stellung. Das Gremium werde darüber erst in der Sitzung am 25. September debattieren.

Walther und Bruns halten allerdings nichts von der Parkzeit-Idee. „Fototermine dauern manchmal gut zwei Stunden“, sagt Walther. Kunden müssten dann zwischendurch umparken oder die Parkscheibe weiterdrehen. Auch sein Geschäftsnachbar Bruns ist überzeugt, dass das Problem so nicht gelöst, sondern nur neuer Ärger bei den Anwohnern erzeugen wird.

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