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Süd Umbau der ehemaligen Sehbehindertenschule steht kurz bevor
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Umbau der ehemaligen Sehbehindertenschule steht kurz bevor
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12:16 12.08.2010

Die ersten Umbauarbeiten in der ehemaligen Sehbehindertenschule auf dem Eckgrundstück Schläger- / Krausenstraße laufen in diesen Tagen an. Die Stadtteilbücherei bleibt im Komplex, zieht aber in einen anderen Gebäudeteil um. Der jetzt beginnende erste Bauabschnitt bereitet die neuen Büchereiräume für den Einzug vor. Die Stadt hat die Baugenehmigung für diesen Trakt jüngst erteilt.

Schlägerstraße 36 – so wird die neue Adresse der Bücherei lauten. Das ehemalige Schulfoyer wird zur Kinder- und Jugendbibliothek mit gut 400 Quadratmetern Fläche ausgebaut. „Im Januar soll die neue Bibliothek eröffnen“, sagt Michael Beyer-Zamzow von der Projektentwicklungsgesellschaft „Plan W“. Die alten Räumlichkeiten bleiben bis dahin geöffnet. Das hannoversche Unternehmen hat für die Bauherrengemeinschaft das Vorhaben entwickelt und betreut den Umbau.

Die alte Eingangshalle ziert ein großes Wandrelief des Künstlers Kurt Sohns. Es stammt aus den frühen sechziger Jahren, wie das Gebäude selbst. „Es bleibt erhalten und wird in die Bücherei integriert“, sagt Beyer-Zamzow. Der hannoversche Architekt Friedrich Lindau hatte das Schulgebäude entworfen; der Komplex wurde als typischer Vertreter seiner Ära 1990 unter Denkmalschutz gestellt.

Der zweite Bauabschnitt umfasst alle anderen Gebäudeteile, die sich um einen grünen Innenhof gruppieren. Dort sollen die Wohnungen und Büros entstehen. In den nächsten Tagen hofft „Plan W“ auch für diesen Abschnitt auf die Baugenehmigung, dann wird in der zweiten Augusthälfte offiziell Grundsteinlegung für das Projekt sein. Bis dahin soll auch ein Bauschild auf die Aktivitäten hinweisen.

Insgesamt rechnet die Entwicklungsgesellschaft mit einem Jahr Bauzeit. Kern des Vorhabens ist das gemeinschaftliche Wohnen in dem ehemaligen, gut 4500 Quadratmeter großen Schulkomplex. So wird der Hof als Gemeinschaftsfläche umgebaut; die Wohnungen bekommen zum Innenhof hin Terrassen oder Balkone. Auch im Keller soll es Gemeinschaftsräume geben. „Das kann zum Beispiel ein gemeinsam genutzter Kreativraum sein“, erläutert Beyer-Zamzow. Die Mitglieder der Bauherrengemeinschaft haben an dem Umbauprojekt mitgearbeitet, auch das ist bei einem derartigen Bauherrenmodell üblich.

Fast alle Wohnungen sind belegt. „Nur bei zwei Einheiten verhandeln wir noch mit Interessenten“, sagt der Projektentwickler. Die Bauherren haben zudem eine Gesellschaft gegründet, die als Vermieter für die Bücherei sowie die beiden Büros auftritt. Letztere sollen gewerblich genutzt werden; die Mietverhandlungen laufen noch.

Zuletzt hatte Hannovers Polizeidirektion (PD) einen Teil der Sehbehindertenschule als Trainingsgelände genutzt. Polizeibeamte bekamen im labyrinthischen Keller unter anderem beigebracht, sich gegen Messerattacken zu wehren oder bewaffnete Amokläufer zu stellen. Im Frühjahr zogen die Polizisten aus. Als neues Trainingsgelände habe die Polizeidirektion ein leer stehendes, ehemaliges Universitätsgebäude in Limmer in Beschlag genommen, sagt Jürgen Scheele vom Fortbildungsdezernat.

Marcel Schwarzenberger

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