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Umbau des Umspannwerks in Hannover wird im August fertig

Südstadt Umbau des Umspannwerks in Hannover wird im August fertig

Der Umbau des ehemaligen Umspannwerks in der Wredestraße gegenüber dem Südstädter Kertess-Gelände soll im August bgeschlossen sein.

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Von den neuen Balkonen an der Wredestraße schweift der Blick bis zur Melanchthonkirche im Stadtteil Bult.

Quelle: Schmidt

Hannover. Der Umbau des ehemaligen Umspannwerks in der Wredestraße gegenüber dem Südstädter Kertess-Gelände nimmt Formen an, der Rohbau ist fast abgeschlossen. Im August dieses Jahres möchten die Firmen eines gewerblichen Bauherrenmodells in den denkmalgeschützten Koloss aus den zwanziger Jahren einziehen. Dann ist es ein Jahr her, dass sich acht Unternehmen und vier Privatleute zusammenschlossen, um dem länglichen Klinkerbau eine neue Bestimmung zu geben. Der Umbau einer Gesamtnutzfläche von 1921 Quadratmetern auf drei Etagen kostet etwa 2,8 Millionen Euro.

Obwohl insbesondere die Räume in der oberen Etage mit den großen Balkonen nach Süden hin schon jetzt sehr einladend aussehen, wird es in dem Gewerbekomplex keine Privatwohnungen geben. Das war ursprünglich nicht ausgeschlossen worden. „Die Nachfrage von verschiedenen Betrieben war aber gut, und bis auf zwei Raumelemente, für die es auch schon ernsthafte Interessenten gibt, ist alles vergeben“, erklärt Stefan Thöle vom Planungsbüro Indigo, der den Innenausbau koordiniert und mit seinem Unternehmen ebenfalls einziehen wird.

An der Außenfassade mit den Klinkermustern verändert sich im Gegensatz zum Innenleben des Gebäudes wenig. Nur im Erdgeschoss, das zusätzliche 70 Zentimeter tief ausgekoffert wurde, um eine gute Raumhöhe zu erreichen, wurden nach Norden hin alte Fenster vergrößert und neue in die Wand gebrochen – natürlich in Absprache mit der Denkmalpflege und in Anlehnung an die bereits bestehenden Fenster. Insgesamt ist das Gebäude jetzt in vier vertikale Abschnitte eingeteilt. Die mittleren Abschnitte B und C werden durch neue Treppenhäuser erschlossen, deren Fertigbetontreppen dieser Tage von oben in die vorbereiteten Schächte eingelassen werden. Der hintere Abschnitt D erhält ebenfalls ein neues Treppenhaus und wird mit der Adresse Wredestraße 6 versehen. Das ursprüngliche Treppenhaus von Abschnitt A vorn in der Straße An der Weide 32 wird denkmalgerecht saniert.

An den ursprünglichen Zweck des Gebäudes – hohe Spannung so zu verringern, dass Privathaushalte in den umliegenden Stadtteilen den Strom nutzen konnten – werden im Inneren nach der Fertigstellung nur noch ein paar Kabelschächte erinnern, die extra nicht zugeputzt wurden. Einige Deckenschrägen, durch die früher die Kabel zwischen den Etagen geführt wurden, sind zugemauert und wirken jetzt in mehreren Räumen wie Kapitälchen, weil Reststrecken der Schrägen in die Räume hineinreichen. Die frühere Funktion des Hauses übernimmt seit der Stilllegung das neue Umspannwerk Bult zwischen Lindemannallee und Bismarckbahnhof.

In Richtung Süden müssen im späteren Grünbereich noch etwa 70 Zentimeter Boden abgetragen werden, damit das Erdgeschoss nicht wie Souterrain wirkt. Der an den Grünstreifen anschließende Parkstreifen bleibt höher gelegen. Zur Straße An der Weide hin wird man das Gebäude bald besser sehen können: Der alte Ahornbaum muss weichen, weil seine Wurzeln in die Fundamente des Hauses reichen.

Neben vier Privatinvestoren gehören zwei Immobilienfirmen, ein Designer- und ein Architekturbüro, eine Steuerberatungsgesellschaft und zwei Fortbildungsgesellschaften für Steuerberater zu der Eigentümergemeinschaft. Einige Unternehmen wollen Teilflächen untervermieten; so will an der Wredestraße auch eine Yogaschule einziehen.

Karin Vera Schmidt

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