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Süd Verfolgungsjagd nach Kiosküberfall in Hannover
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Verfolgungsjagd nach Kiosküberfall in Hannover
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22:16 09.06.2011
Als die Täter vor einer Ampel hielten, setzten sich Polizisten mit ihrem Wagen vor das Fluchtfahrzeug und verhinderten so die Weiterfahrt der Täter. Quelle: Rainer Droese
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Hannover

Ein Überfall auf einen Kiosk in Mittelfeld hat am Donnerstagnachmittag einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Zwei maskierte Männer stürmten gegen 16 Uhr in das kleine Toto-Lotto-Geschäft am Rübezahlplatz. Einer der Täter drückte von innen die Ladentür zu, der andere zog eine Schusswaffe und bedrohte Ladenbesitzerin Renate B. Die öffnete umgehend die Kasse, überließ das Geld den Tätern. Auf ihrem Weg aus dem Geschäft machten die beiden Männer noch weitere Beute: Einem Kunden, der den Laden gerade betreten wollte, streiften sie kurzerhand die Armbanduhr ab.

Vor der Tür setzten sich die Täter in einen schwarzen BMW, zwei weitere Männer warteten im Auto auf ihre Komplizen. Die Flucht führte in Richtung Messegelände. Nach etwa vier Kilometern stoppte der Fahrer das Fluchtauto in der Erich-Panitz-Straße in Laatzen vor einer auf Rot stehenden Ampel. Zu diesem Zeitpunkt waren die Täter bereits im Visier zweier Polizisten, die in einem Streifenwagen in Mittelfeld unterwegs gewesen waren. Nach dem Notruf hatten die Beamten umgehend die Fahndung nach dem schwarzen BMW aufgenommen. Erfolgreich: Als die Täter vor der Ampel hielten, setzten sich die Polizisten mit ihrem Wagen vor das Fluchtfahrzeug und verhinderten so die Weiterfahrt der Täter.

Die aber ließen sich nicht so schnell beirren. Vor den Augen zahlreicher anderer Autofahrer sprangen alle vier Männer aus dem Wagen und setzten ihre Flucht nun zu Fuß fort. „Dabei griff einer der Täter in seine Hosentasche“, sagte gestern Polizeisprecher Heiko Steiner. Daraufhin setzte einer der Beamten inmitten der sich stauenden Autos auf der Erich-Panitz-Straße einen Warnschuss ab. „Er hat die Waffe auf den Boden gerichtet und abgedrückt“, sagte Steiner. Zwei Männer konnten schließlich überwältigt und festgenommen werden, von ihren beiden Komplizen fehlte auch Stunden nach dem Überfall noch jede Spur. Die Ermittler setzten unter anderem den Polizeihubschrauber „Phoenix“ ein, um nach den flüchtigen Männern zu suchen. Der Helikopter ist mit einer empfindlichen Wärmebildkamera ausgestattet und ermöglicht das Aufspüren von Personen, die sich im Gebüsch oder unter Brücken verstecken.

Am Donnerstagabend war noch völlig unklar, ob es sich bei den zwei festgenommenen Männern um die beiden Haupttäter handelt. „Während des Überfalls waren die Täter maskiert. Nun ist schwer nachzuvollziehen, wer genau an der Tat beteiligt war und wer im Auto gewartet hat“, sagte Polizeisprecher Steiner. Die beiden Festgenommenen blieben in Polizeigewahrsam. Sie sollen im Laufe des Freitags einem Haftrichter vorgeführt werden.

Vivien-Marie Drews

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