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Weltspieltag lockt Kinder und Erwachsene in den Süden von Hannover

Südstadt Weltspieltag lockt Kinder und Erwachsene in den Süden von Hannover

Mit dem 4. Weltspieltag des Deutschen Kinderhilfswerks und seinen Partnern im „Bündnis Recht auf Spiel“ wollen die Initiatoren in Hannover auf Spielorte im unmittelbaren Wohnumfeld aufmerksam machen.

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Bei so vielen fröhlichen Gesichtern stehen die Gewinner des Tauziehens schon fest - die Kinder sind den Erwachsenen ein paar Schritte voraus.

Quelle: Schmidt

Sieht so einfach aus“, sagt Martin Deppe und steigt mal wieder unfreiwillig vom Waveboard ab. „Du musst das Gewicht nach hinten verlegen“, erklärt ihm der zehnjährige Leon, ein Freund von Deppes Sohn Moritz, und macht es nochmal vor. Leon fährt schon seit einem Jahr Waveboard, die neue angesagte Skateboard-Variante mit einem Gelenk in der Boardmitte. Lässig dreht er Kurven auf dem Schulhof der Bertha-von-Suttner-Schule, und manch einer folgt ihm mit neidischem Blick. Andere wiederum nehmen ihn gar nicht wahr. Es gibt so viel zu spielen an diesem Weltspieltag. Die Stadtteilrunde Südstadt hatte Kinder und Jugendliche aus Südstädter Horten, dem Spielpark Tiefenriede und dem Kleinen Jugendtreff in die Pfalzstraße eingeladen, ihre Spiele für Erwachsene aufzubauen und mit ihnen zu spielen.

Mit dem 4. Weltspieltag des Deutschen Kinderhilfswerks und seinen Partnern im „Bündnis Recht auf Spiel“ wollen die Initiatoren auf Spielorte im unmittelbaren Wohnumfeld aufmerksam machen. Durch gemeinsames Spiel mit Erwachsenen erhoffen sich die Veranstalter mehr Akzeptanz für Kinderspiele. In jedem Fall bietet der Schulhof dieser Schule mit Rasenfläche, Spielfeld, Basketballkorb und Tischtennisplatten ein großes Feld für verschiedene Spiele und ist wochentags auch für schulfremde Kinder geöffnet.

Vater Christian Sperber steht zum ersten Mal in seinem Leben auf einem Waveboard. „Naja“, sagt er und versucht zehn Minuten lang sein Glück, bis er dann lieber absteigt. Fürs erste reicht es. Außerdem möchten er und seine Frau Yen an diesem Tag gern etwas mit ihrer Tochter Colby erleben. Und die Dreijährige malt gerade mit bunter Kreide auf die Pflastersteine: Blumen, schiefe Häuser, einen Vogel und noch eine Blume. Das sieht so schön aus, dass Cedric tatsächlich innehält, obwohl er einen ganz schönen Zahn draufhat, als er mit dem Bobbycar angerast kommt. Viel Zeit zum Bewundern bleibt aber nicht, und beim nächsten Mal fährt der wilde Vierjährige glatt hinweg über die Blumen. Colby und Papa Christian stört das aber nicht, sie spielen mittlerweile woanders.

Wenig später werden die Pflastersteine von einer kleinen Familie in Beschlag genommen. „Ich zeige den dreien Gummitwist“, erklärt die siebenjährige Nele selbstbewusst. Gummitwist hat sie im Hort Sonnenallee gelernt. Aber die dreijährige Julia hat nicht viel Ausdauer, weil das Twisten noch ein bisschen schwierig für sie ist. Aber das macht nichts, es gibt noch so vieles anderes auszuprobieren. Auf der Wiese spielen mehrere Pärchen Riesenfederball, andere Tischtennis, es gibt Tauziehen, und wer durstig wird, kann sich nach der Anleitung von Birgit Rybarsch von der Stadtteilrunde einen Trinkbecher aus buntem Papier falten und daraus Wasser trinken. Antje Mendy und ihre Kinder Kadeyssa und Noah modifizieren soeben das Spiel Netzball. Eigentlich wird es zu zweit gespielt. Aber sie haben herausgefunden, wie es auch zu dritt geht: Der Dritte wirft den roten Schaumball ins Netz, das von den beiden anderen gehalten wird. „Macht richtig Spaß“, versichern die Geschwister.

Anke Pauselius vom Kulturbüro Südstadt und Birgit Rybarsch, die den Weltspieltag mit organisiert haben, sind nach zwei Stunden sehr zufrieden. So etwa hatten sie sich das gedacht. „Die Kinder konnten selbst entscheiden, ob sie ihre Spiele mit Erwachsenen teilen wollten, und wurden nicht von den Erwachsenen bespielt“, lautet das Fazit von Rybarsch.

Karin Vera Schmidt

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