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In der Rehre wird zu Temp-30-Zone

Grunderneuerung In der Rehre wird zu Temp-30-Zone

Die neue Trasse in der Rehre wird bis 2019 zur Tempo 30-Zone umgebaut. In der Zeit wird die Straße grunerneuert. Die Stadt hat nun die Pläne für die Sanierung der Straße in Wettbergen vorgestellt. 

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Wettbergen: Die Staße in der Rehre soll erneuert werden.

Quelle: Schwarzenberger

Wettbergen. Die Straße In der Rehre wird bis 2019 runderneuert. In die rund einen Kilometer lange Ausbaustrecke wird die Stadt drei Millionen Euro investieren. Um Platz für die neuen Nebenanlagen zu schaffen, werden bereits in den nächsten Wochen mehrere Bäume gefällt. Voraussichtlich im Juli dieses Jahres starten die Straßenbauarbeiten. Der Bezirksrat Ricklingen stimmte dem Vorhaben in seiner jüngsten Sitzung einhellig zu – allerdings hat das Gremium zwei wichtige Änderungen im Bauplan beantragt.

Die Koalition aus SPD, den Grünen, FDP, Linke und Piraten verlangte, dass die Stadt zusätzliche Maßnahmen zur Verkehrssicherheit einbaut. So soll das Tempo für Kraftfahrzeuge auf 30 Kilometer je Stunde beschränkt sein. Dieses Tempolimit soll zwischen der Siedlung Auf dem Grethel und der Kreuzung zur Bergfeldstraße gelten. Damit vergrößere sich die Tempo-30-Zone entlang der Trasse, sagte SPD-Fraktionschefin Sophie Bergmann. In den übrigen Wettberger Wohngebieten, die an der Straße In der Rehre liegen, gilt das Tempolimit ohnehin. „Der Schleichverkehr zwischen der Bundesstraße 217 und der Göttinger Chaussee über der Straße In der Rehre wird dadurch unattraktiver“, begründete Bergmann. Viele Anwohner des benachbarten Zero:e-Wohngebiets hatten bereits früher Befürchtungen geäußert, dass eine frisch ausgebaute Straße zu mehr – und schnellerem – Verkehr führen könne. Eine bislang nicht von der Stadt vorgesehene zusätzliche Querungshilfe in Höhe des Rewe-Marktes soll ebenfalls für mehr Sicherheit sorgen.

Erste Bautätigkeit im Mai

Darüber hinaus hatten die Bezirksratspolitiker wenig am städtischen Vorhaben auszusetzen. Eine erste Bautätigkeit wird schon im Mai einsetzen, wenn die Stadt einen neuen Regenwasserkanal einbaut. Erst danach bekommen die Straßenbauer grünes Licht für ihren Einsatz. Umgebaut wird das Teilstück zwischen der Kreuzung zur Bergfeldstraße und dem bereits vom Land Niedersachsen erneuerten östlichen Endstück. 2016 hatte die niedersächsische Straßenbaubehörde die Einmündung der Straße in die Göttinger Chaussee verlegt, um Platz für ein – inzwischen errichtetes – Brückenbauwerk für die neue Umgehungsstrecke der Bundesstraße 3 für Hemmingen zu schaffen. Nun ist die Stadt an der Reihe, den lange geplanten Teilausbau der Straße In der Rehre umzusetzen.

Für eine Hauptverkehrsstraße ist die Trasse zu schmal. Beispielsweise fehlt es an ausreichend Platz für den vorgesehenen Anschluss der neuen Zero:e-Wohnviertel an das öffentliche Busliniennetz. Es fehlen zudem vorgeschriebene Geh- und Radwege. Die Fahrbahn wird künftig überwiegend 6,50 Meter breit sein; an manchen Stellen bis zu 9,50 Meter. Die besonders breiten Stellen sollen Platz für neue Parkplätze, Abbiegespuren in den Zero:e-Park sowie für Querungshilfen bieten. Sichere Übergänge über die Straße sollen für Fußgänger an zwei geplanten Bushaltestellen eingerichtet werden. Die Haltepunkte sind in Höhe der Erna-Mohr-Straße sowie in Höhe Auf dem Grethel geplant. Breite Geh- und Radwege werden vorrangig auf der Südseite der Trasse angelegt. Dort entsteht unter anderem ein 2,50 Meter breiter Zweirichtungsradweg. Eine zusätzliche Öffnung zum Ricklinger Stadtfriedhof wird es vorerst nicht geben. Die Stadt plant entsprechend auch keine Wegeverbindung von der Straße In der Rehre zu einem potenziellen neuen Friedhofseingang. Sicherer soll auch die Kreuzung mit Bergfeldstraße und Poggendiek werden. Die Kreuzung selbst wird nicht umgebaut, erhält aber eine neue Ampelanlage. In der Nachbarschaft entstehen zudem neue Längsparkplätze. Gut ein Jahr werden die Bauarbeiten dauern. In dieser Zeit soll es keine Vollsperrung geben. Die Stadt muss die Bauphase aber möglicherweise mit einer Einbahnstraßenregelung überbrücken. Bauabläufe und Verkehrsregelungen für die Bauzeit werden derzeit noch geplant.

Wann tatsächlich Busse die Wohnviertel an der neu ausgebauten Trasse In der Rehre anfahren, ist noch offen. Die Üstra plane das derzeit noch, teilte die Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Ricklinger Bezirksrats mit. Möglicherweise würden Busse der Linie 363 die Straße befahren. Die Zukunft dieser Linie steht derzeit zur Debatte, weil einige ihrer Aufgaben von der neuen Stadtbahnlinie nach Hemmingen übernommen werden, die derzeit gebaut wird. Die Stadt soll deshalb eine Stellungnahme zum Nahverkehrsplan der Region Hannover abgeben, forderte die CDU-Fraktion.

Die Buslinie solle künftig über die Straße In der Rehre und Hemmingen nach Döhren führen, forderten die Christdemokraten. Der Bezirksrat stimmte dem Antrag schließlich einhellig zu.

Von Marcel Schwarzenberger

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