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Süd Wiedereröffnung der Fiedelerstraße
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Wiedereröffnung der Fiedelerstraße
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11:30 08.10.2010
Die Kinder vom neu gegründeten Zirkus der Döhrener Glockseeschule verleihen der Party zusätzliche Farbe. Quelle: Gerda Valentin
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Baumaschinen, Schmutz und monatelanges Dröhnen und Geratter war in der Fiedelerstraße am vergangenen Sonnabend vergessen. Bei den Bauarbeiten zur Umgestaltung der Döhrener Einkaufsstraße waren Händler und Anwohner über lange Zeit von immer neuen Verzögerungen genervt worden – doch jetzt ist die Modernisierung so gut wie komplett. Mit Märchenerzählern, Musik, Tanz, Ritterspielen und zahlreichen anderen Attraktionen für Groß und Klein wird das Ereignis ausgiebig gefeiert. Tausende von Besuchern tummeln sich bei dem Fest zur Neueröffnung der Geschäftsstraße; es ist mit Hilfe von Anliegern und vielen Unterstützern unter Federführung der Arbeitsgemeinschaft (AG) Fiedelerstraße auf die Beine gestellt worden. Stolz auf diesen Tag darf allemal Ursula Rössel sein. „Trotz erheblicher Umsatzeinbußen haben alle Ladeninhaber durchgehalten, und wir haben uns ständig gegenseitig Mut gemacht“, erzählt die Vorsitzende der AG. Bis dahin aber galt es, eine erhebliche Durststrecke zu überwinden.

Im Herbst 2007 fand eine „Planwerkstatt“ statt, zu der die Stadt alle Anwohner und Geschäftsleute der Fiedelerstraße eingeladen hatte. Unter drei Entwürfen fand das Konzept des Arbeitskreises „Döhren wird verändert“ am meisten Zustimmung, und die Stadt nahm etliche der Vorschläge in ihre Planungen auf. Im Herbst 2008 begannen die ersten Leitungsarbeiten, doch schon bald wurden die Geschäftsleute mit der Hiobsbotschaft konfrontiert, dass die Stadt aus Personalmangel erst im August 2009 mit den Ausschreibungen für die Bauarbeiten beginnen könne. Wegen der Baustelle vor der Tür fiel das Weihnachtsgeschäft ins Wasser, und noch ganz zum Schluss lag der Umbau drei Wochen im Hintertreffen. „Doch wie durch ein Wunder verschwanden am Abend vor dem Fest die letzten Sandhaufen“, berichtet Schreibwarenhändler Klaus Otto Barte.

Draußen auf dem Asphalt, der das frühere Kopfsteinpflaster ersetzt, ist gerade das Gokart-Rennen des Spielparks Döhren im Gange. Ein Stück warten Kinder gespannt auf ein Marionettentheater. Die Erwachsenen schlendern derweil die neue Döhrener Einkaufsmeile entlang, schauen neugierig in viele Läden, genießen Kaffee, Häppchen und Prosecco. Proppenvoll ist es auch im ehemaligen Café Schneider, das das Ehepaar Priewe vor einigen Wochen übernommen hat. „Der Betrieb läuft von Anfang an gut“, bekräftigt Lothar Priewe. Die letzten Bauarbeiten haben auch Olga Böhm nicht gestört, die im September im Eingang nebenan einen Spielwarenladen eröffnet hat. „Der hat sich gleich super angelassen“, sagt die Inhaberin. Gegenüber präsentieren derweil Models die neue Kollektion von Ursula Rössel. Direkt vor ihrem Modegeschäft an der Ecke Spartanerstraße wird demnächst ein großer Baum gepflanzt. Seinen Stamm soll eine sechseckige Bank umgeben – als Ruhepunkt auf dem attraktiven kleinen Platz, der an dieser Straßenkreuzung entstanden ist.

Im Festtrubel wird kaum noch über Fahrbahnbreiten, Parkplätze oder die 770.000 Euro diskutiert, die für den Ausbau aufgebracht werden mussten. Autos sind an diesem Tag aus der Einkaufszone verbannt, und die zahllosen Besucher sind allesamt zu Fuß unterwegs. „Einfach schön, dass jetzt alles fertig ist“, ist der einhellige Tenor von vielen Befragten. Nur wenige monieren, dass man für das Fest auch noch die letzten verbliebenen Absperrbaken hätte entfernen müssen. Andere wünschen sich mehr Grün – immerhin neun neue Bäume sind aber schon in Aussicht gestellt worden. Nach Angaben der Stadt sollen in den kommenden zwei Wochen ebenfalls noch einige Restarbeiten erledigt werden. So wird der Fuß- und Radweg an der Einmündung zur Hildesheimer Straße fertiggestellt, und auch die Einfassung einiger Kellerschächte und Nacharbeiten im Pflaster der Parknischen stehen noch auf dem Plan.

Gerda Valentin

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