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Zweispuriger Radweg für die Hildesheimer Straße

Straßenverkehr Zweispuriger Radweg für die Hildesheimer Straße

An der Hildesheimer Straße dürfen Radler bald in beide Richtungen fahren. Entlang der westlichen Straßenseite will die Stadt eine zweispurige Fahrradtrasse einrichten.

Südstadt. Für Radfahrer entlang der Hildesheimer Straße werden die Dinge etwas leichter: Auf einem gut 700 Meter langen Teilstück dürfen sie den Radweg in beide Richtungen benutzen – zumindest auf der Westseite der Straße. Das hat die Stadtverwaltung jetzt auf Antrag des Bezirksrats Südstadt-Bult entschieden. Im Abschnitt zwischen Döhrener Turm und der Einmündung Alte Döhrener Straße wird der Radweg nun deswegen voraussichtlich etwas verbreitert, um den Fahrradverkehr in zwei Richtungen zu ermöglichen.

„Besonders viel wird da wohl nicht gebaut werden“, sagte Thomas Hermann vom SPD-Ortsverein. Der Radweg sei schon jetzt über zwei Meter breit, was ziemlich genau den Mindestanforderungen für eine Strecke entspricht, auf der zwei Radfahrer einander passieren können. „Die lichte Breite eines solchen Radwegs muss 2,40 Meter, mindestens aber zwei Meter betragen“, erläuterte Stadtsprecher Dennis Dix auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers. Wann genau die neue Regelung an der Hildesheimer Straße greift, steht noch nicht fest.

Die Sozialdemokraten hatten sich im Bezirksrat mit den Grünen zusammengetan. Zunächst wollte das Gremium die Radfahrer auf beiden Straßenseiten in zwei Richtungen fahren lassen. Hintergrund: Die Stadtbahngleise in der Straßenmitte sind auf einer Länge von 700 Metern eingezäunt; dazwischen gibt es keine Möglichkeiten, die Straßenseite zu wechseln. Aber genau entlang dieser Strecke liegen Institutionen wie die Stadtkirchenkanzlei und der Sportplatz des SV Eintracht im Osten sowie Wohnkomplexe der Wohnungsgenossenschaft Gartenheim im Westen. Zwar gibt es Radfahrer, die auf den markierten Wegen regelwidrig in die falsche Richtung fahren – wer sich aber an die Vorschrift hält, muss lange Umwege in Kauf nehmen, bevor er die Straßenseite wechseln kann. Dieser Missstand solle verschwinden, betonte Hermann.

Auf der Ostseite der Hildesheimer Straße wird es indes keine Veränderung geben. Dort ist der Radweg zu schmal; eine unmittelbar angrenzende Baumreihe würde den Ausbau des Weges erschweren. Die Verwaltung hält dort einen Zweirichtungsverkehr außerdem nicht für notwendig. Es gebe kaum „relevante Ziele“, sagte Sprecher Dix. Anders sehe dies auf der Westseite mit ihren Wohnvierteln aus. Dort will die Stadt dem Wunsch des Bezirksrats folgen.

Für die SPD ist die nun gefundene Lösung ein guter Kompromiss. „Das ist keine große Sache, aber ein Stück mehr Komfort für Radfahrer“, sagte Hermann. FDP-Bezirksratsherr Thomas Siekermann hätte trotzdem gern auf beiden Seiten die Radwege in alle Richtungen freigegeben. „Der Bedarf dafür ist durchaus da“, sagte er.

Marcel Schwarzenberger

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