Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Südstadt Ärger um Baulärm dauert an
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Ärger um Baulärm dauert an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 09.04.2016
Von Gunnar Menkens
Bagger im Einsatz: Noch immer werden Steinbrocken auf der Gundlach-Baustelle am Altenbekener Damm zerschlagen - Anwohner hoffen auf ein baldiges Ende. Foto: Thomas Quelle: Michael Thomas
Anzeige
Südstadt

Die Abrissarbeiten auf dem Gelände des früheren Landesarbeitsamtes am Altenbekener Damm nähern sich nun offenbar doch dem Ende. Obwohl das Unternehmen Gundlach bereits im Sommer vergangenen Jahres ankündigte, man werde mit dem Zerschlagen des Gebäudes Ende August fertig sein - August 2015 allerdings -, zertrümmern dort bis in diese Tage hinein Bagger Stein um Stein. Anwohner im nahen Wohngebiet fühlen sich dadurch stark belästigt und klagen weiterhin über Lärm und Staub - von 7 Uhr morgens bis gegen 20 Uhr am Abend.

Jetzt sagte Gundlach-Marketingleiter Frank Scharnowski: „Der Abbruch ist im Wesentlichen erledigt. Das Problem war, dass wir unter dem Fundament noch ein Fundament gefunden haben, zusätzlich zu einem bekannten Bunker.“ Darum habe sich der Abriss in die Länge gezogen. Die mit den Arbeiten beauftragte Firma habe Anwohnern das Angebot gemacht, Vordächer und Fenster vom Staub zu reinigen.

Anlieger Hartmut Gohdes erlebt die Situation noch immer so: „Die Lärmbelästigung ist weiter hoch. Bauschutt wird an Ort und Stelle zerkleinert, oft über Stunden, in unserer Wohnung vibriert dann der Fußboden, und das Geschirr scheppert.“ Gundlach belaste Anwohner und Natur weit über das ursprünglich angekündigte Maß hinaus. Regelmäßig hatten Anwohner in den vergangenen Monaten über Beeinträchtigungen im Wohngebiet nahe dem Altenbekener Damm geklagt und die Informationspolitik von Gundlach kritisiert. „Ich fürchte, das wird so weitergehen“, sagte Gohdes.

Vom Beginn der eigentlichen Bauarbeiten ist auf dem Grundstück noch nichts zu erkennen. Bleireste des Bunkers liegen herum, Steinhaufen türmen sich hinter dem Absperrzaun, Bagger tackern herum. Dass noch immer Steine zertrümmert werden, erklärt Scharnowski mit dem Versuch des Abbruchunternehmens, diese störenden Arbeiten „über einen längeren Zeitraum zu strecken, um Anlieger nicht von morgens bis abends zu belästigen“. Die Steine würden zerschlagen, um den Baugrund vorzubereiten.

Gundlach will an dem Standort 80 Wohnungen der gehobenen Preiskategorie bauen und im Anschluss vermieten und verkaufen. Frank Scharnowski sagte, man warte auf die Baugenehmigung der Stadt. Den Neubau setzt er auf etwa zwei Jahre an, er soll im Sommer oder Herbst 2018 abgeschlossen sein. Die Wohnungen sollen dann längst verkauft sein, am 21. Mai beginnt das Unternehmen mit der Vermarktung in gestaffelten Preiskategorien. Je besser die Lage einer Wohnung im Gebäude, desto mehr wird sie kosten.

Von Gunnar Menkens

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mancher Einwohner der Südstadt stellt seine Gelben Säcke schon Tage vor der Abfuhr vor seine Haustür. Die Folge: Bei Wind weht der Inhalt durch die Straßen. Einwohner haben sich nun im Bezirksrat beschwert.

Mathias Klein 02.04.2016

Die SPD im Bezirksrat Südstadt-Bult hat einen neuen Versuch gestartet, die IGS Südstadt mit einer Oberstufe auszustatten. „Die gymnasiale Oberstufe für diese Schule ist zwingend notwendig“, sagte in der jüngsten Sitzung SPD-Fraktionschef Roland Schmitz-Justen.

Mathias Klein 26.03.2016

Im Süden der Stadt beruhigt sich der Streit um den Neuzuschnitt der Schulbezirke: Abc-Schützen aus Waldheim und Waldhausen sollen doch weiter zur Grundschule Tiefenriede gehen können

Michael Zgoll 19.03.2016
Anzeige