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Ärger um Baulärm dauert an

Südstadt Ärger um Baulärm dauert an

Seit Monaten leiden Anwohner unter den Abbrucharbeiten am Altenbekener Damm. Noch immer werden dort Steine zerschlagen. Doch das Unternehmen Gundlach sagt: „Der Abriss ist im Wesentlichen erledigt."

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Bagger im Einsatz: Noch immer werden Steinbrocken auf der Gundlach-Baustelle am Altenbekener Damm zerschlagen - Anwohner hoffen auf ein baldiges Ende. Foto: Thomas

Quelle: Michael Thomas

Südstadt. Die Abrissarbeiten auf dem Gelände des früheren Landesarbeitsamtes am Altenbekener Damm nähern sich nun offenbar doch dem Ende. Obwohl das Unternehmen Gundlach bereits im Sommer vergangenen Jahres ankündigte, man werde mit dem Zerschlagen des Gebäudes Ende August fertig sein - August 2015 allerdings -, zertrümmern dort bis in diese Tage hinein Bagger Stein um Stein. Anwohner im nahen Wohngebiet fühlen sich dadurch stark belästigt und klagen weiterhin über Lärm und Staub - von 7 Uhr morgens bis gegen 20 Uhr am Abend.

Jetzt sagte Gundlach-Marketingleiter Frank Scharnowski: „Der Abbruch ist im Wesentlichen erledigt. Das Problem war, dass wir unter dem Fundament noch ein Fundament gefunden haben, zusätzlich zu einem bekannten Bunker.“ Darum habe sich der Abriss in die Länge gezogen. Die mit den Arbeiten beauftragte Firma habe Anwohnern das Angebot gemacht, Vordächer und Fenster vom Staub zu reinigen.

Anlieger Hartmut Gohdes erlebt die Situation noch immer so: „Die Lärmbelästigung ist weiter hoch. Bauschutt wird an Ort und Stelle zerkleinert, oft über Stunden, in unserer Wohnung vibriert dann der Fußboden, und das Geschirr scheppert.“ Gundlach belaste Anwohner und Natur weit über das ursprünglich angekündigte Maß hinaus. Regelmäßig hatten Anwohner in den vergangenen Monaten über Beeinträchtigungen im Wohngebiet nahe dem Altenbekener Damm geklagt und die Informationspolitik von Gundlach kritisiert. „Ich fürchte, das wird so weitergehen“, sagte Gohdes.

Vom Beginn der eigentlichen Bauarbeiten ist auf dem Grundstück noch nichts zu erkennen. Bleireste des Bunkers liegen herum, Steinhaufen türmen sich hinter dem Absperrzaun, Bagger tackern herum. Dass noch immer Steine zertrümmert werden, erklärt Scharnowski mit dem Versuch des Abbruchunternehmens, diese störenden Arbeiten „über einen längeren Zeitraum zu strecken, um Anlieger nicht von morgens bis abends zu belästigen“. Die Steine würden zerschlagen, um den Baugrund vorzubereiten.

Gundlach will an dem Standort 80 Wohnungen der gehobenen Preiskategorie bauen und im Anschluss vermieten und verkaufen. Frank Scharnowski sagte, man warte auf die Baugenehmigung der Stadt. Den Neubau setzt er auf etwa zwei Jahre an, er soll im Sommer oder Herbst 2018 abgeschlossen sein. Die Wohnungen sollen dann längst verkauft sein, am 21. Mai beginnt das Unternehmen mit der Vermarktung in gestaffelten Preiskategorien. Je besser die Lage einer Wohnung im Gebäude, desto mehr wird sie kosten.

Von Gunnar Menkens

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Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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