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Südstadt Einmal Zirkusartist sein
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Einmal Zirkusartist sein
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02:16 31.03.2018
15.03.2018 Deutschland, Hannover Grundschule Tiefenriede, Zirkus in der Schule, für Stadtanzeiger. Foto: Villegas Quelle: Villegas
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Südstadt

 Einmal richtig Zirkus machen: An der Grundschule Tiefenriede dürfen das die Kinder alle vier Jahre eine ganze Woche lang. „In seiner Grundschulzeit soll jedes Kind einmal drankommen“, sagt Sabine Jakobs, die derzeit kommissarisch die Schule leitet.

Vormittags wird geübt, abends laufen die Vorstellungen

Einen Vormittag trainieren Kinder unterschiedlicher Jahrgangsstufen zusammen mit den Künstlern vom Stader Circus Rasch, abends treten sie dann vor ihren Familien und Freunden auf. So übt die 1 a zusammen mit der 4a, Zweitklässler lernen mit Drittklässlern. Und am Freitag gibt es noch mal eine große Galavorstellung für Kinder aus den umliegenden Kindergärten und Senioren aus dem benachbarten Altenwohnheim. Ob Clown, Zauberer und Bauchtänzerin –jedes Kind finde in dem bunten Zirkusprogramm seine Rolle, sagt Jakobs. „Das stärkt das Selbstbewusstsein, selbst die kleinste Rolle.“ Die Auftritte vor großem Publikum im vollen Zirkuszelt seien für die Kinder eine große Sache. Viele Schüler seien angespannt und aufgeregt: „Sie nehmen das sehr ernst.“

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 An der Grundschule Tiefenriede wurde eine Woche lang Zirkus gespielt. Abends gab es Vorstellungen für Familie und Freunde.

Eine Woche, fünf Zirkusvorstellung – „viele kommen nicht einmal, sondern gleich mehrmals zum Zugucken“, sagt die Schulleiterin. Eintritt müssen die Eltern aber nur einmal zahlen. Die Teilnahme an der Zirkuswoche kostet 14 Euro pro Kind.

Schüler zeigen ungeahnte Talente

Die Kinder suchen sich ihre Rollen selbst aus. „Die Schüler wachsen über sich selbst hinaus“, betont Jakobs. Gerade stillere Schüler würden Talente zeigen, die im Deutsch- oder Mathematikuntericht nicht unbedingt auffielen. „Ich bin immer wieder überrascht, was in den Kindern schlummert.“ Was eine Woche Zirkus für die Schüler bringe? „Selbstvertrauen, Stolz, Freude, Erfahrung“, zählt die Rektorin auf. Vielleicht mehr als so manche Schulstunde. 

Viertklässlerin Helene (10) hat die Zirkuswoche viel Spaß gemacht: „Ich gehe gern in den Zirkus und in der Manege zu stehen ist auch toll.“ Dem kann Merle nur zustimmenn. Die Zehnjährige turnt am Trapez, während Emily (9) lieber zaubert. „Clowns bereit machen“, ordnet Zirkuschef Ingo Rach (46) an. Dann führt sein Sohn Angelino (21), der nach eigenem Bekunden „in den Zirkus hineingeboren ist“ und schon als Dreijähriger auf den Händen seines Vaters turnte, die Kinderschar zum Zelt. „Wir bringen mit Spaß und Freude den Kindern etwas bei“, sagt Angelino Rasch. Und sein Vater ergänzt: „Es ist toll für Kinder im Mittelpunkt zu stehen.“ 

Dann geht das Licht aus, bei den jungen Artisten im Zelt wächst die Anspannung, die Show beginnt. Jetzt zählt nur noch der eigene Auftritt.

Von Saskia Döhner

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