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Bezirksrat mahnt Grundschule zu Eile

Ganztags-Einführung Bezirksrat mahnt Grundschule zu Eile

Die Schule an der Tiefenriede will ihren Ganztagsbetrieb nur schrittweise einführen. Die Eltern reagieren enttäuscht. „Die Schule beabsichtigt, die Einführung des Ganztages jahrgangsweise aufbauend zu vollziehen“, heiß es.

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Schwieriger Kompromiss: 47.000 Euro kalkuliert die Stadt für den Umbau der Grundschule Tiefenriede zur Ganztagsschule.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Die Pläne der Grundschule Tiefenriede in der Stresemannallee, den Ganztagsschulbetrieb nur schrittweise einzuführen, stoßen im Bezirksrat Südstadt-Bult auf Ablehnung. Zwar stimmte der Bezirksrat der Einführung des Ganztagsschulbetriebs zum nächsten Schuljahr zu. Der einstimmig gefasste Beschluss enthält jetzt aber auch die Aufforderung, den Ganztagsschulbetrieb zum nächsten Schuljahr komplett einzuführen. Die Verwaltung solle auf die Schulleitung entsprechend einwirken.

Um die Aufnahme des Ganztagsschulbetriebs nicht zu verzögern, musste der Beschluss in der vorherigen Sitzung gefasst werden. In einer Sitzungsunterbrechung suchten die Mitglieder des Bezirksrates interfraktionell und in Absprache mit Elternvertretern nach einer Formulierungsmöglichkeit. Michel Matthies (Grüne), der als Richter arbeitet, machte dann den Vorschlag, dem alle Bezirksratsmitglieder zustimmten.

Eltern sind irritiert

Ein Satz in der Vorlage der Stadtverwaltung hatte sowohl bei den Eltern als auch bei den Politikern für Irritationen gesorgt: „Die Schule beabsichtigt, die Einführung des Ganztages jahrgangsweise aufbauend zu vollziehen.“ Die Schulleiterin könne den Ganztagsschulbetrieb nicht verantworten, wenn die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen seien, berichtete ein Elternvertreter am Rande der Sitzung.

Der komplette Freizeitbereich werde rechtzeitig fertig werden, sagte in der Sitzung der zuständige Bereichsleiter der Stadtverwaltung, Stefan Bär. Lediglich die Mensa werde nicht rechtzeitig fertig, allerdings könnten die Schüler zunächst in eine andere, nur 100 Meter entfernte Schulmensa zum Essen gehen. „Die Schule ist hinreichend ausgestattet, um den Ganztagsschulbetrieb zum Schuljahreswechsel in die Wege zu leiten“, betonte er.

"Gemeinsame Lösung finden"

SPD-Fraktionschef Roland Schmitz-Justen meinte, eine komplette Aufnahme des Ganztagsschulbetriebs sei gegen den Willen der Schulleitung nicht möglich. Daher müsse die Verwaltung nun „möglichst schnell mit der Schulleitung ins Gespräch kommen, um eine gemeinsame Lösung zu finden“.

Wie zu erfahren war, haben die Eltern der Kinder enttäuscht reagiert, als sie auf einer Versammlung von den Plänen zur schrittweisen Einführung der Ganztagsschule informiert wurden. „Wir sind alle davon ausgegangen, dass der Betrieb mit Beginn des nächsten Schuljahres komplett aufgenommen wird“, sagte der Elternvertreter.

Für den Umbau in der Südstadt-Schule hat die Verwaltung in 2017 noch 47.000 Euro vorgesehen. Die Stadt rechnet für den Ganztagsbetrieb mit einem jährlichen zusätzlichen Aufwand in Höhe von rund 313 000 Euro. Die Grundschule Tiefenriede wird derzeit von rund 400 Schülern besucht.

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Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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