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Südstadt Dietrich-Kittner-Platz: Stadt ehrt Kabarettisten
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Dietrich-Kittner-Platz: Stadt ehrt Kabarettisten
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11:17 13.03.2017
Der Platz vor dem Bismarck-Bahnhof heißt nun Dietrich-Kittner-Platz. Hannovers ehemaliger OB Herbert Schmalstieg (Bildmitte, von rechts) ist bei der Enthüllung ebenso dabei wie Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne und Kabarettist Matthias Brodowy. Quelle: Rainer Droese
Hannover

Der Platz vor dem Bismarck-Bahnhof heißt nun Dietrich-Kittner-Platz. Die Wahl des Standortes vor dem Bismarck-Bahnhof in der Südstadt ist beinahe ironisch - bedenkt man, dass Kittner einer der Hauptinitiatoren der Aktion Roter Punkt war, einem Bürgerprotest gegen die steigenden Nahverkehrspreise im Jahr 1969. Doch es hätte den Kabarettisten auch schlimmer treffen können: Die Alternative wäre ein Feldweg in Linden gewesen. „Das wäre ihm nicht gerecht geworden“, sagte Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne.

Des Öfteren hatte Pollähne versucht, für seinen langjährigen Freund einen Straßennamen zu organisieren, und stieß in einer Zeit, in der Hannovers Straßen vorrangig Frauennamen bekommen sollen, auf taube Ohren. Grund mag auch Kittners Beziehung zur Stadtpolitik sein. „Mal liebten sie ihn, mal hassten sie ihn“, sagte Pollähne. Die erhoffte Ehrung kam dann erst aufgrund eines Beitrags auf Facebook zustande. Brodowy bedauerte auf dem sozialen Medium das Fehlen eines Ehrenplatzes für seinen gestorbenen Kollegen. Prompt teilten Lokalpolitiker die Idee, und der zuständige Bezirksrat stimmte zu.

Hannovers ehemaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg und dessen Frau Heidi Merk waren jahrzehntelang mit dem Satiriker Kittner befreundet. „Schon in den Sechzigerjahren haben wir zusammen gegen die große Koalition oder die damaligen Notstandsgesetze gekämpft“, erzählte Schmalstieg bei der Enthüllung des Straßenschildes. Brodowy, der Kittner als „Unikum“ unter den Kabarettisten bezeichnete, bedauerte, dass sein Kollege zuletzt etwas in Vergessenheit geraten sei. „Dabei hat er für das bundesweite Kabarett solch eine wichtige Rolle gespielt“, so Brodowy.

Kittner, bekennender Sozialist, feuerte von der Bühne aus überlange Tiraden, erklärte anhand des Fleischsalatpreises die Weltwirtschaftskrise und gab Denkanstöße, die nicht jedem gefielen. „Er war ein Griesgram, aber das wusste er auch“, sagte Kabarettisten-Kollege Matthias Brodowy über Kittner. Dennoch verdient der im Februar 2013 gestorbene Kabarettist Anerkennung - und wenn es auf einem Parkplatz ist.

Von Madeleine Buck

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