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Südstadt Drei Südstädter Schulen gewinnen Schülerfriedenspreis
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Drei Südstädter Schulen gewinnen Schülerfriedenspreis
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00:15 19.02.2017
Von Saskia Döhner
Die Sieger aus der Region Hannover: Schüler aus Hemmingen und von den drei Südstädter Schulen mit Ministerin Frauke Heiligenstadt. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Das vom Kulturbüro Südstadt initiierte Gemeinschaftsprojekt der drei Südstädter Schulen „Sichtweisen: Anne F.“ kam auf den dritten Platz, dafür gab es 1000 Euro Preisgeld und Gutscheine für Lehr- und Lernmittel vom Westermann-Verlag.

Vier Klassen der achten und neunten Jahrgänge, insgesamt 110 Schüler, haben sich rund drei Monate auf unterschiedliche Weise mit dem Schicksal Anne Franks auseinandergesetzt. Die einen spielten Theater und verfassten eigene Texte, die anderen drehten einen Film und gestalteten künstlerische Exponate, etwa zum Gefühl des Eingesperrtseins. Die Ergebnisse wurden unter anderem auch in der Gedenkstätte Ahlem gezeigt. Man besuchte zusammen das Grab von Anne Frank in Bergen-Belsen. Das Ganze stand unter Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne. Der Bezirksrat hat die Aktion der Südstädter Schulen zudem mit 5000 Euro unterstützt. „So ein Engagement muss man einfach fördern“, sagt der SPD-Politiker.

„Das Besondere war die Zusammenarbeit von ganz unterschiedlichen Schulen und Schulformen, einem Gymnasium, einer Haupt- und Realschule und einer Oberschule“, sagt Siegfried Heinemann, Konrektor der Ludwig-Windthorst-Schule, und Bernhard Bock, stellvertretender Leiter der Tellkampfschule, und Michaela Helms von der Südstadtschule nicken zustimmend.

„Man geht mit sehr viel Respekt an so ein Thema heran“, sagt Jonas Bruns (16) von der Ludwig-Windthorst-Schule, „ich habe jetzt sehr viel offenere Augen dafür.“ Auch Schülerin Antonia Cybulski von der Tellkampfschule ist beeindruckt von dem, was herausgekommen ist. Und den Zusammenhalt in der Klasse habe die Beschäftigung mit Anne Frank auch noch gestärkt, ergänzt Melina Blech (16) von der Südstadtschule.

Noch ein weiterer Preis ging an eine Schule aus der Region: Die KGS Hemmingen bekam einen ersten Platz für einen Film über die Benachteiligung von Roma-Schülern. Preise gewannen auch die Berufsbildenden Schulen Osterholz-Scharmbeck, die syrische, afghanische und afrikanische Flüchtlinge interviewt hatten, das Peiner Gymnasium am Silberkamp für ein Rockprojekt mit Schülern und Geflüchteten sowie Abigail Mathew vom Ratsgymnasium Osnabrück. Die 14-Jährige hat einen Film über ihren Urgroßvater Wilhelm Hellmeister gedreht, der den Eltern des jüdischen Malers Felix Nussbaum bei der Flucht half.

Abschleppaktionen auf dem Parkplatz des Fachmarktzentrums „An der Weide“ sorgen immer wieder für Gesprächsstoff in der Südstadt. Eine Lösung für das Südstädter Parkproblem ist allerdings nicht in Sicht. Derzeit dürfen dort Autos zwischen 22 Uhr und 6 Uhr abgestellt werden. Die großen Läden dort öffnen um 7 Uhr.

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