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Drei Südstädter Schulen gewinnen Schülerfriedenspreis

Niedersächsische Auszeichnung Drei Südstädter Schulen gewinnen Schülerfriedenspreis

Ein Preis - drei Schulen: Die Südstadtschule, die Ludwig-Windthorst-Schule und die Tellkampfschule haben am Donnerstag von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) im Gästehaus der Landesregierung in der Lüerstraße den Niedersächsischen Schülerfriedenspreis erhalten.

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Die Sieger aus der Region Hannover: Schüler aus Hemmingen und von den drei Südstädter Schulen mit Ministerin Frauke Heiligenstadt.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Das vom Kulturbüro Südstadt initiierte Gemeinschaftsprojekt der drei Südstädter Schulen „Sichtweisen: Anne F.“ kam auf den dritten Platz, dafür gab es 1000 Euro Preisgeld und Gutscheine für Lehr- und Lernmittel vom Westermann-Verlag.

Vier Klassen der achten und neunten Jahrgänge, insgesamt 110 Schüler, haben sich rund drei Monate auf unterschiedliche Weise mit dem Schicksal Anne Franks auseinandergesetzt. Die einen spielten Theater und verfassten eigene Texte, die anderen drehten einen Film und gestalteten künstlerische Exponate, etwa zum Gefühl des Eingesperrtseins. Die Ergebnisse wurden unter anderem auch in der Gedenkstätte Ahlem gezeigt. Man besuchte zusammen das Grab von Anne Frank in Bergen-Belsen. Das Ganze stand unter Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne. Der Bezirksrat hat die Aktion der Südstädter Schulen zudem mit 5000 Euro unterstützt. „So ein Engagement muss man einfach fördern“, sagt der SPD-Politiker.

„Das Besondere war die Zusammenarbeit von ganz unterschiedlichen Schulen und Schulformen, einem Gymnasium, einer Haupt- und Realschule und einer Oberschule“, sagt Siegfried Heinemann, Konrektor der Ludwig-Windthorst-Schule, und Bernhard Bock, stellvertretender Leiter der Tellkampfschule, und Michaela Helms von der Südstadtschule nicken zustimmend.

„Man geht mit sehr viel Respekt an so ein Thema heran“, sagt Jonas Bruns (16) von der Ludwig-Windthorst-Schule, „ich habe jetzt sehr viel offenere Augen dafür.“ Auch Schülerin Antonia Cybulski von der Tellkampfschule ist beeindruckt von dem, was herausgekommen ist. Und den Zusammenhalt in der Klasse habe die Beschäftigung mit Anne Frank auch noch gestärkt, ergänzt Melina Blech (16) von der Südstadtschule.

Noch ein weiterer Preis ging an eine Schule aus der Region: Die KGS Hemmingen bekam einen ersten Platz für einen Film über die Benachteiligung von Roma-Schülern. Preise gewannen auch die Berufsbildenden Schulen Osterholz-Scharmbeck, die syrische, afghanische und afrikanische Flüchtlinge interviewt hatten, das Peiner Gymnasium am Silberkamp für ein Rockprojekt mit Schülern und Geflüchteten sowie Abigail Mathew vom Ratsgymnasium Osnabrück. Die 14-Jährige hat einen Film über ihren Urgroßvater Wilhelm Hellmeister gedreht, der den Eltern des jüdischen Malers Felix Nussbaum bei der Flucht half.

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Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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