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Dreißig neue Tempo-30-Standorte für die Südstadt?

Geschwindigkeitsbegrenzung Dreißig neue Tempo-30-Standorte für die Südstadt?

Die Verwaltung überprüft im Stadtbezirk Südstadt-Bult an rund 30 Stellen, ob dort die Höchstgeschwindigkeit von derzeit Tempo 50 auf 30 Stundenkilometer reduziert werden kann. Das hat das Rathaus jetzt auf eine Anfrage der Grünen mitgeteilt.

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Keine Tempobegrenzung: Vor der Henriettenstiftung soll der Verkehr nicht noch weiter stocken.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Hintergrund der Überprüfung ist ein neue gesetzliche Lage: Vor allem vor Kitas, Schulen, Horten, Krankenhäusern und Altenheimen ist die Geschwindigkeit „in der Regel“ auf 30 Stundenkilometer zu beschränken. Tempo 50 soll dort die Ausnahme bleiben. Und wo weiterhin Tempo 50 gelten darf, muss dies muss wohlbegründet werden, zum Beispiel etwa mit möglichen Staus für den öffentlichen Nahverkehr bei einer Temporeduzierung.

Keine verbindliche Standortliste

Die genauen Standorte, an denen eine Geschwindigkeitsreduzierung überprüft wird, hat die Stadtverwaltung bisher nicht mitgeteilt. Sobald das beauftragte Büro die verbindlichen Standortlisten ausgearbeitet hat, sollen sie den Bezirksratsmitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Bei den zu überprüfenden Standorten im Stadtbezirk handele es sich überwiegend um Kindertagesstätten, weiterführende Schulen und Pflegestandorte. Möglich ist es auch, das Tempo nur zu bestimmten Zeiten, zum Beispiel während eine Kita geöffnet ist, auf Tempo 30 zu begrenzen.

Die Verwaltung geht aber nicht davon aus, dass in jedem Fall die Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h gesenkt wird. Das müsse in jedem Einzelfall überprüft werden. Insbesondere sei abzuwägen, ob durch das niedrigere Tempolimit mögliche Verkehrsverlagerungen nicht deutlich nachteilige Folgen haben könnten, als eine Geschwindigkeitsreduzierung Vorteile bringen würde. Gleiches gelte auch für mögliche Erschwernisse durch Tempo 30 für Busse und Bahnen, heißt es in der Antwort der Verwaltung.

Kein Tempolimit vor Henriettenstiftung

Daher kann schon jetzt ein Tempolimit vor der Henriettenstiftung auf der Marienstraße ausgeschlossen werden. Denn dort gibt es jetzt nicht nur zu den Spitzenzeiten erhebliche Probleme durch zu viele Autos und Lkw. Sollte dort die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 30 abgesenkt werden, käme der Verkehr nach Einschätzung von Experten noch stärker ins Stocken.

Insgesamt überprüft die Verwaltung in Hannover etwa 250 Standorte vor Schulen, Kitas, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen auf eine Senkung auf Tempo 30. Mit den Ergebnissen ist nach Angaben der Verwaltung frühestens im Herbst zu rechnen, da die Verkehrsbeobachtung an Schulen und Kitas sinnvollerweise nur außerhalb der Ferien erfolgen kann.

Überprüfungen auch im Südosten

Im Bezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode überprüft die Stadt ebenfalls rund 15 Einrichtungen an Tempo-50-Straßen, hauptsächlich Kitas und Pflegeeinrichtungen. Darunter sei auch das Seniorenpflegeheim Am Gutspark, teilte die Verwaltung mit. Eine verbindliche Standortliste gebe es noch nicht.

Einrichtungen an Tempo-50-Strecken werden parallel im Bezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode geprüft.

Von Mathias Klein und Johanna Stein

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Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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