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Evakuierte Wohnungen stehen wieder sicher

Südstadt Evakuierte Wohnungen stehen wieder sicher

Beim Bauprojekt „Neue Südhöfe“ hatte es fast vier Monate lang einen Baustopp gegeben - weil die Nachbarhäuser durch den Aushub der Tiefgarage gefährdet waren. Zahlreiche Wohnungen mussten evakuiert werden. Jetzt sind die Gebäude wieder standsicher, die Arbeiten können fortgesetzt werden.

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Die Maschinen rollen wieder: Der Baustopp zwischen Großer Düwel- und Tiestestraße ist aufgehoben.

Quelle: Nele Schröder

Hannover. „Für alle Beteiligten war das eine richtig ärgerliche Situation“, sagt Jan-Michael Schmid. Der 40-Jährige betreibt den Bosch-Carservice, der jahrzehntelang auf dem Grundstück zwischen Großer Düwel- und Tiestestraße ansässig war und Ende September in das neue Gewerbegebiet Am Südbahnhof umgezogen ist. Auf dem Grundstück lässt er jetzt nach Plänen der hannoverschen ASP-Architekten 52 Wohnungen errichten - und eine eingeschossige Tiefgarage. Dass die tiefer gründen würde als die Nachbarhäuser, die teils aus den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts stammen, war bei der Planung klar und von Gutachtern berechnet worden.

Die Altbauten hatten in kleinen Einzelabschnitten mit Beton unterspritzt werden sollen. „Offenbar war der Untergrund schlecht, damit hatte keiner gerechnet“, sagt Schmid. Zudem hatte offenbar eines der Häuser im Krieg einen Bombentreffer erhalten, der damals nicht mit der nötigen Stabilität ausgebessert worden war - jedenfalls senkte sich die freistehende Giebelwand um bis zu vier Zentimeter ab.

"Die Verständigung lief sehr gut"

Kurzfristig wurden die betroffenen Wohnungen evakuiert, die Bewohner zum Teil bei Bekannten, zum Teil wohl auch in Hotels untergebracht. „Die Verständigung lief sehr gut, es gab trotz der schwierigen Situation keinen Streit“, sagt Schmid. Dann wurden die Gebäude mit einem speziellen Zweikomponenten-Kunstharzgemisch unterspritzt, das sich beim Aushärten ausdehnt, ähnlich wie Bauschaum. Das brachte die nötige Stabilität.

Jetzt sind die Bagger wieder angerollt, sie bereiten in der 3,5 Meter tiefen und 4500 Quadratmeter großen Grube den Rohbau vor. „Glücklicherweise übernimmt die Versicherung den Schaden vollständig“, sagt Schmidt.

Die 52 Wohnungen hätten eigentlich 2018 fertig werden sollen, jetzt verzögert sich auch dieser Termin auf das erste Quartal 2019. Geplant sind Wohnungen mit 70 bis 225 Quadratmetern Fläche in einer großen Hofanlage, verklinkert mit hellen Backsteinen. Darunter sollen sich 81 Tiefgaragenplätze befinden - deren Bau den Ärger verursacht hat.

Von Conrad von Meding und Nele Schröder

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Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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