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Südstadt Evakuierte Wohnungen stehen wieder sicher
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Evakuierte Wohnungen stehen wieder sicher
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00:15 02.10.2017
Die Maschinen rollen wieder: Der Baustopp zwischen Großer Düwel- und Tiestestraße ist aufgehoben. Quelle: Nele Schröder
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Hannover

„Für alle Beteiligten war das eine richtig ärgerliche Situation“, sagt Jan-Michael Schmid. Der 40-Jährige betreibt den Bosch-Carservice, der jahrzehntelang auf dem Grundstück zwischen Großer Düwel- und Tiestestraße ansässig war und Ende September in das neue Gewerbegebiet Am Südbahnhof umgezogen ist. Auf dem Grundstück lässt er jetzt nach Plänen der hannoverschen ASP-Architekten 52 Wohnungen errichten - und eine eingeschossige Tiefgarage. Dass die tiefer gründen würde als die Nachbarhäuser, die teils aus den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts stammen, war bei der Planung klar und von Gutachtern berechnet worden.

Die Altbauten hatten in kleinen Einzelabschnitten mit Beton unterspritzt werden sollen. „Offenbar war der Untergrund schlecht, damit hatte keiner gerechnet“, sagt Schmid. Zudem hatte offenbar eines der Häuser im Krieg einen Bombentreffer erhalten, der damals nicht mit der nötigen Stabilität ausgebessert worden war - jedenfalls senkte sich die freistehende Giebelwand um bis zu vier Zentimeter ab.

"Die Verständigung lief sehr gut"

Kurzfristig wurden die betroffenen Wohnungen evakuiert, die Bewohner zum Teil bei Bekannten, zum Teil wohl auch in Hotels untergebracht. „Die Verständigung lief sehr gut, es gab trotz der schwierigen Situation keinen Streit“, sagt Schmid. Dann wurden die Gebäude mit einem speziellen Zweikomponenten-Kunstharzgemisch unterspritzt, das sich beim Aushärten ausdehnt, ähnlich wie Bauschaum. Das brachte die nötige Stabilität.

Jetzt sind die Bagger wieder angerollt, sie bereiten in der 3,5 Meter tiefen und 4500 Quadratmeter großen Grube den Rohbau vor. „Glücklicherweise übernimmt die Versicherung den Schaden vollständig“, sagt Schmidt.

Die 52 Wohnungen hätten eigentlich 2018 fertig werden sollen, jetzt verzögert sich auch dieser Termin auf das erste Quartal 2019. Geplant sind Wohnungen mit 70 bis 225 Quadratmetern Fläche in einer großen Hofanlage, verklinkert mit hellen Backsteinen. Darunter sollen sich 81 Tiefgaragenplätze befinden - deren Bau den Ärger verursacht hat.

Von Conrad von Meding und Nele Schröder

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