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Firma lässt parkende Autos vor Fachmärkten abschleppen

Südstadt Firma lässt parkende Autos vor Fachmärkten abschleppen

Abschleppaktionen auf dem Parkplatz des Fachmarktzentrums „An der Weide“ sorgen immer wieder für Gesprächsstoff in der Südstadt. Eine Lösung für das Südstädter Parkproblem ist allerdings nicht in Sicht. Derzeit dürfen dort Autos zwischen 22 Uhr und 6 Uhr abgestellt werden. Die großen Läden dort öffnen um 7 Uhr.

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Der Parkplatz des Fachmarktzentrums „An der Weide“ sorgt immer wieder für Gesprächsstoff in der Südstadt.

Quelle: Thomas

Hannover. Neben der List ist die Südstadt der Stadtteil mit den größten Parkproblemen. Während zahlreiche Autofahrer in den beiden Stadtteilen während der Abend- und Nachtstunden ihre Wagen auch auf Gehwegen, auf Grünflächen oder im Kurvenbereich abstellen, haben andere den Parkplatz vor dem Hagebaumarkt und Edeka am Fachmarktzentrum „An der Weide“ für sich entdeckt. Dort ist Parken in den Nachtstunden auch erlaubt, darauf weisen sogar Hinweisschilder an den Einfahrten zum Parkplatz hin.

Vor allem in der Vorweihnachtszeit hat die Verwaltungsfirma des Areals, die Treureal, aber zahlreiche Autofahrer abgeschleppt. „Eingegriffen wurde vor allem während des Dezembers, da hier die Händler auf die Zugänglichkeit angewiesen sind“, sagt der Sprecher des Unternehmens, Heinz Colligs. Parkende Fahrzeuge würden „in der Regel erst nach 8 Uhr abgeschleppt“, dadurch habe jeder die Chance, am Morgen ein über Nacht abgestelltes Fahrzeug auf einen anderen Stellplatz umzuparken, erläutert der Sprecher.

"Es wird immer enger hier"

Colligs weist darauf hin, dass die Parkplätze komplett Bestandteil des Fachmarktzentrums sind und von den Ladeninhabern gemietet sind. Von den insgesamt 250 Parkplätzen am Fachmarktzentrum seien an den meisten Tagen morgens zwischen 80 und 120 von Anwohnern belegt.

„Es wird immer enger hier“, sagt ein Südstädter, der ganz in der Nähe wohnt. Zwar sei es in Ordnung, dass die Südstädter auf dem Gelände in der Nacht parken dürften, aber für viele sei es nicht möglich, bis sechs Uhr ihren Wagen umzuparken, weil dann in der Südstadt noch gar keine Parkplätze wieder frei seien.

Die Stadt sei an dem ganzen Problem beteiligt, weil sie sich gar nicht um Parkplätze in der Südstadt kümmere, meint der Anwohner. Ganz im Gegenteil: Wenn die Stadt dort baut, gingen sogar Parkmöglichkeiten verloren, wie jetzt bei der geplanten Erweiterung der IGS Südstadt. Zudem werde nicht darauf geachtet, dass durch neue Projekte weiterer Parkbedarf entsteht, wie zum Beispiel durch die geplante Kita in der Wißmannstraße im geplanten Neubaugebäude der IGS Südstadt.

Großzügig, aber Probleme bleiben

Wer als Autobesitzer in der Südstadt lebt, braucht starke Nerven: Schlimmer ist die Parksituation in kaum einem anderen Stadtteil. Und es wird nicht besser. Immer wieder verschwinden Garagen und Stellplätze an der Straße, das dürfte sich in den kommenden Jahren immer weiter verschärfen. Denn wegen des Trends zu SUV auch in der Stadt werden die Autos immer länger und immer breiter. Das könnte dazu führen, dass die Stadt gezwungen ist, dort Parkverbote einzuführen, wo die Straßen durch die parkenden breiten Autos so eng geworden sind, dass Feuerwehr und Müllfahrzeuge nicht mehr durchfahren können. In anderen Stadtteilen verteilt die Stadt übrigens Knöllchen, wenn die Müllwerker nicht mehr durchkommen.

Deshalb ist es großzügig, wenn die Betreiber von Einkaufsmärkten in den Nachtstunden ihre Supermarktparkplätze öffnen. Aber das wird das Parkproblem nicht lösen. Denn die meisten Autofahrer kommen abends vor 8 Uhr nach Hause und fahren nicht vor 7.30 Uhr wieder los.

Ein Kommentar von Mathias Klein

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Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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