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Franz-Mersi-Schule eröffnet "Auszeitraum"

Gestresste Schüler dürfen auch zuschlagen Franz-Mersi-Schule eröffnet "Auszeitraum"

Manchmal brauchen Schüler einfach eine Auszeit. Das geht auch den rund 70 sehbehinderten Kindern und Jugendlichen der Franz-Mersi-Schule nicht anders. Mit Boxsack und Sofa kämpft die Franz-Mersi-Schule gegen Unterrichtsstörungen.

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David reagiert sich im neuen Pausenraum der Franz-Mersi-Schule ab.

Quelle: Christian Link

Hannover. Weil auch die rund 70 sehbehinderten Kinder und Jugendlichen der Franz-Mersi-Schule mal eine Auszeit brauchen, hat die Förderschule mit Schwerpunkt Sehen am Altenbekener Damm zum Schuljahresbeginn einen „Auszeitraum“ in Betrieb genommen.

Der Name ist Programm: In dem Zimmer können sich die Schüler je nach Bedarf zurückziehen. Zum Entspannen stehen Sofa und Sessel bereit, zum Abreagieren gibt es einen Boxsack und Turnmatten.

David Müller darf sich bei der Eröffnung als erster Schüler die Boxhandschuhe überstülpen. „Mir gefällt der Raum“, freut sich der Viertklässler, „ich finde es gut, dass man sich hier auspowern kann.“ Um Dampf abzulassen, gebe es ja sonst nur den Schulhof. Besonders beliebt bei den Schülerinnen und Schülern ist dabei das Spiel „Zombie-Fangen“ - quasi das altbewährte Fangenspielen, nur mit Zombies.

Schüler haben Konzept entwickelt

„Der Raum war unsere Idee und das Konzept haben wir alleine entwickelt“, sagt Laura Marwedel stolz. Die 15-Jährige hat in der Schülervertretung maßgeblich dafür gesorgt, dass der Auszeitraum verwirklicht wird. Eine entscheidende Rolle spielte dabei auch die Bürgerstiftung Hannover, die eine Sponsorin für das 6160 Euro teure Projekt fand. „Wir waren sofort von der Idee begeistert“, sagt Stiftungsmitglied Helga Weber. Die Sponsorin sei zwar zunächst etwas skeptisch gewesen, habe sich aber vom Konzept überzeugen lassen.

Auch Schulleiter Peter Walkowiak ist vom Auszeitraum überzeugt. „Wir erhoffen uns, dass es durch den Raum insgesamt weniger Unterrichtsstörungen gibt“, sagt er. Bisher konnten sich Schüler, die eine Weile für sich sein wollten, nur in die Schulbibliothek zurückziehen - die hat allerdings nur zweimal pro Woche geöffnet. Der neue Auszeitraum steht den Schülern hingegen nun jederzeit zur Verfügung - egal, ob zum Abreagieren oder Entspannen.

Von Christian Link

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