Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Hinterhof-Neubauten: Tiefgarage gegen Parkprobleme

Südstadt Hinterhof-Neubauten: Tiefgarage gegen Parkprobleme

Drei Mehrfamilienhäuser mit 63 Wohnungen werden ab Herbst auf einem großen Hinterhof an der Hildesheimer Straße gebaut. Von den jetzigen 233 vermieteten Parkplätzen bleiben nach den Bauarbeiten, die bis Sommer 2020 andauern sollen, gerade einmal 87 Stellflächen übrig. Hinzu kommen dann aber Stellflächen in einer Tiefgarage.

Voriger Artikel
Trickdieb raubt 77-Jährigen in Südstadt aus
Nächster Artikel
Verbraucherschutz und Politik warnen vor nebenan.de

Von den Parkplätzen bleiben am Ende 87 erhalten, 196 weitere werden unterirdisch angelegt.

Quelle: Madeleine Buck

Hannover. „Ich finde es nicht gut, dass die Parkplätze wegfallen“, sagt Heinz Hillmann, der auf dem Weg zum Zahnarzt ist und auf dem Hinterhof geparkt hat. „Generell bin ich für mehr Wohnungen, aber dann muss auch für genügend Parkplätze gesorgt werden“, fügt Hillmann hinzu.

Von den 8400 Quadratmetern Hoffläche sollen knapp 1200 Quadratmeter Grundfläche mit den drei neuen Wohnhäusern bebaut werden. Mit der Bebauung will die Stadt dem Wohnungsmangel entgegenwirken. Damit aber nicht stetig weitere Naturflächen zugebaut werden, setzt die Bauverwaltung zunehmend auf die sogenannte Nachverdichtung. Dabei werden bereits versiegelte Flächen wie der Hinterhof auf der Höhe der Haltestelle Schlägerstraße genutzt.

Die geplante Tiefgarage soll in zwei Bauabschnitten fertiggestellt werden. Die Bauherrin, die Wohnungsbaugesellschaft Hanova, will damit schnellstmöglich weiteren Parkraum schaffen, um die wegfallenden Stellplätze zu kompensieren. Mit den 196 Stellflächen in der Tiefgarage und den 87 bestehen bleibenden Parkplätzen steige die Zahl der Parkmöglichkeiten laut Hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus um 50 auf dann 283.

Die Bewohner, die rund um den Hinterhof leben, sehen den zukünftigen Bauplänen dennoch eher skeptisch entgegen. Um „Beeinträchtigungen der Anwohner so gering wie möglich zu halten“, will die kommunale Wohnungsbaugesellschaft einen „Bauabschnitt nach dem anderen“ fertigstellen. „Der Baulärm wird aber trotzdem stören“, sagt ein Anwohner. Trotz der versetzten Bauweise der neuen Häuser, die freie Aussichten garantieren soll, erwartet er einen unschönen Blick auf die fünfstöckigen Gebäude. Der jetzige, weite Ausblick über den Hinterhof sei dann nicht mehr gegeben. Auch wenn die abgeholzten Grünflächen nachgepflanzt werden sollen, fürchtet er einen anfangs eher tristen Anblick. „Die müssen ja erst einmal nachwachsen“, sagt er. Erst vor einem Jahr sei er dort eingezogen, damals habe ihm niemand von den Bauplänen erzählt.

Kaufleute positiv gestimmt

Marion Westermann vom Friseursalon Westermann Hairdesign sieht dem Bauvorhaben positiv entgegen: „Mehr Anwohner sind für uns auch potenzielle neue Kunden.“ Sie würde die Zukunft einfach auf sich zukommen lassen. Auch die benachbarten Ladeninhaber sehen das ähnlich. Da sie allerdings auf der zukünftigen Baustelle keine Kundenparkplätze gemietet haben, wären sie von den Maßnahmen weniger betroffen.

Von Madeleine Buck

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südstadt
So schön ist die Südstadt in Hannover
Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.