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Hoher Gruselfaktor bei "Zombies in Linden"

Kult-Comedy-Hörspiel Hoher Gruselfaktor bei "Zombies in Linden"

Das hannoversche Kult-Comedy-Hörspiel „Zombies in Linden XXL“ erlebte am Freitag seine Wiederauferstehung: Schmatzende Geräusche hallten durch den Innenhof des Regionshauses.

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Seit Jahren gern bei den kultigen Livelesungen der „Zombies“ im Publikum: Alex Kuehn und Laura Stankohaben Spaß am Horror.

Quelle: Steiner

Hannover. Ein schmatzendes Geräusch hallt durch den Innenhof des Hauses der Region an der Hildesheimer Straße. Es folgt ein lautes „Rrrumms“: Der uralte Werner hat seine Schädeldecke abgenommen, um Radiomoderator Elvis zu beweisen, dass er ein Untoter ist. Elvis klappt bewusstlos zusammen. Mit „Zombies in Linden XXL“ lüften die Macher des 2010 entstandenen Hörspiels „Zombies in Linden“ von Create.FM das Geheimnis um das Virus, das Studenten, alte Damen und andere in blutrünstige Monster verwandelt, deren Hauptnahrungsmittel Gedärme und Gehirne sind.

Service

Das Buch zum Hörspiel ist unter dem Titel „Zombies in Hannover“ im Verlag zu Klampen erschienen.

Sascha Maaß, Oliver Rieche und Jan Koppen haben exklusiv für die Hörregion Hannover ein Prequel - die Vorgeschichte zur bereits bekannten Handlung - kreiert, das der ursprünglichen Geschichte in Splatter-Komik und plastischen Sounds in nichts nachsteht. „Zombies in Linden“ handelt davon, dass Basti eines Morgens als Zombie aufwacht und mit seinen Kumpels Elvis und Frank loszieht, um Linden zu retten. „Eigentlich geht es bei der Geschichte um das ganz normale Leben der Zwanziger bis Dreißiger in Linden mit seinem Kulturangebot - zu dem auch das Biertrinken gehört“, sagt Rieche, der inzwischen in Berlin Drehbuch und Dramaturgie studiert. „Wir sind damals frei an die Geschichte herangegangen, und im Nachhinein stellte sich heraus, dass wir vieles richtig gemacht haben“, sagt er. Und Koppens ergänzt: „Es war unsere Antwort auf all die unsäglichen Vampir-Serien, die damals so hip waren.“

"Da wollte man mih aus dem Verkehr ziehen"

Die einzige neue Figur, der uralte Werner, wird von dem Berliner Schauspieler Werner Wilkening gesprochen. Ihm macht die Rolle sichtlich Spaß, der „gute“ Zombie scheint ihm auf den Leib geschneidert zu sein. Der uralte Werner ist der ehemalige Kulturdezernent Hannovers. Als Ruheständler sagte er seine Meinung etwas zu oft an unliebsamen Stellen. „Da wollte man mich aus dem Verkehr ziehen und hat mir das Zeug ins Bier gegeben. Danach sperrte man mich in die Calenberger Ballerburg und tat mich als Spinner ab“, berichtet er Elvis. Dort, in der Psychiatrie, beginnt das Grauen mit Krachen, Schmatzen, Gurgeln und anderen unappetitlichen Geräuschen, die Werners Ausbruch beschreiben. „Ich musste diesen widerlichen Pfleger erledigen, sonst wäre ich ja nicht an die Schlüssel gekommen“, erklärt er Elvis hinterher. Neu ist auch die Episode mit Zombie-Meise. Die bildliche Vorstellung einer Meise mit blutunterlaufenen Augen - das ist absurd und komisch zugleich, und ein bisschen Horror ist es auch.

Gelungen ist auch die Umsetzung auf der Bühne: kaum Aussetzer, kaum Fehler. Das ist nicht so einfach, weil Sprache und Geräusche, Sound und Pausen exakt aufeinander abgestimmt werden müssen. Im Studio bedeutet das viele Schnitte. „Hören ist das neue Sehen“, hatte Regionssozialdezernent Erwin Jordan in seiner Einführung erklärt. Die Livedarbietung war ein gutes Beispiel dafür, denn die 200 Gäste gruselten sich genussvoll ohne Leinwand beim akustischen Horror. Eine Hörspielfassung der gesamten Geschichte gibt es noch nicht. „Es wäre aber kein Problem, eine zu machen“, meint Maaß.

Von Sonja Steiner

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  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
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  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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