Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Südstadt Jetzt startet die Erweiterung der IGS Südstadt
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Jetzt startet die Erweiterung der IGS Südstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 14.10.2018
Für den Neubau der IGS werden Bäume entlang der Wißmannstrasse gefällt. Quelle: Katrin Kutter
Südstadt

Anfang der vergangenen Woche hat die Stadt begonnen, entlang der Wißmannstraße Bäume zu fällen. Damit werden die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau der Integrierten Gesamtschule (IGS) Südstadt vorbereitet. Für den Bau müssen insgesamt 26 Bäume weichen. Die eigentlichen Bauarbeiten sollen dann schon in wenigen Tagen starten.

Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für den Sommer 2020 geplant. Spätestens im Jahr 2022 soll dann die gesamte, rund 32 Millionen Euro teure Baumaßnahme einschließlich der Sanierung des denkmalgeschützen Gebäudes abgeschlossen sein. Die IGS Südstadt leidet derzeit unter erheblicher Raumnot, zudem sind die vorhandenen Gebäude stark sanierungsbedürftig.

In den vergangenen Monaten hatte es um den Bau erheblichen Ärger gegeben. Anwohner hatten zunächst vor dem Verwaltungsgericht Hannover erreicht, dass mit den Arbeiten für den Erweiterungsbau nicht begonnen werden durfte. Die Richter hielten den Bau entlang der Wißmannstraße für nicht zulässig. Die Klage hatte eine Anwohnerin eingereicht. Sie hatte in dem reinen Wohngebiet einen verstärkten Schutz eingefordert, insbesondere was den zu erwartenden Bring- und Abholverkehr der Eltern mit Autos betrifft. Denn in einem Teil des Gebäudekomplexes soll eine Kindertagesstätte mit 70 Plätzen untergebracht werden. Ein ungeöstes Problem ist aus der Sicht von Anwohnern auch, wo die Autofahrer parken sollen, die an den Abenden zum Vereinssport in die ebenfalls geplante neue Sporthalle kommen.

Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatte dann allerdings im vergangenen März die Entscheidung des Verwaltungsgerichts aufgehoben. Die Einschätzung, dass durch das Bauvorhaben der Stadt die Anwohnerin in ihren Rechten verletzt werde, teilte das Oberverwaltungsgericht nicht. Ihr benachbartes Grundstücke liege nicht in einem Gebiet, das mehr Schutz reklamieren könne, als es einem allgemeinen Wohngebiet zukomme, hieß es.

Auch sei der Bebauungsplan nicht infrage zu stellen – was das Verwaltungsgericht jedoch getan hatte –, weil er auf die Fortdauer der schulischen Nutzung des betreffenden Areals abziele, schrieben die Lüneburger Richter in ihrer Urteilsbegründung. Die Größe der Schule mit 720 Mädchen und Jungen widerspreche der „Gebietsverträglichkeit“ ebenso wenig wie die Kindertagesstätte.

Unklar ist nach wie vor, ob die Schule die von ihr gewünschte Oberstufe einrichten darf, damit die Schüler der IGS Südstadt dort auch Abitur machen können. Die Genehmigung der Landesschulbehörde gibt es noch nicht.

Kommentar: Gespräche müssen weitergehen

Es ist gut, dass jetzt an der IGS Südstadt gebaut wird. Wer die Schule kennt, weiß, wie groß die Raumnot dort ist. Man kann es auch schon von außen sehen – an den seit Langem auf dem Schulhof stehenden Containern. Und wer schon einmal in der Schule war, weiß auch, dass der Bau an vielen Ecken und Enden so marode ist, dass die Grenze des Zumutbaren eigentlich schon überschritten ist. Baubeginn heißt aber nicht Gesprächsstopp: Die Stadtverwaltung und die Schule müssen mit den Anwohnern wieder ins Gespräch kommen. Schließlich sollte man mit seinen Nachbarn gedeihlich auskommen. Und die Stadt muss beachten, dass sie noch nicht auf alle Fragen zu ihrem Bauprojekt eine befriedigende Antwort gegeben hat. Zum Beispiel ist noch offen, wo die Eltern der Kindergartenkinder morgens und nachmittags ihre Autos abstellen können. Denn zwischen November und Februar ist auch in der Südstadt die Quote der Rad fahrenden Eltern nicht besonders hoch.

Von Saskia Döhner und Mathias Klein

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Straßenbaubeiträge, Hundekotbeutelspender und Kulturzentrum: Politiker der Stadtteile Südstadt und Bult diskutieren über den Etat der Stadt für ihren Stadtbezirk.

24.09.2018

Schon während des Maschseefestes waren die Passagierschiffe nur noch eingeschränkt unterwegs. Jetzt will die Üstra erst einmal den Betrieb komplett einstellen, mit einer Ausnahme.

27.08.2018

Es ist nicht nur das gute Wetter, sagt Maschseefest-Veranstalter Hans Christian Nolte auf der Abschlusspressekonferenz. Auch der stärkere Andrang von feiernden Firmen trägt zum diesjährigen Rekordergebnis bei.

22.08.2018