Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Margot-Engelke-Zentrum bekommt Sinnes-Garten

Ab August Margot-Engelke-Zentrum bekommt Sinnes-Garten

Das städtische Pflegeheim Margot-Engelke-Zentrum an der Geibelstraße bekommt wieder eine Finanzspritze. Ein Sinnes- und Demenzgarten soll ab August dieses Jahres entstehen.

Voriger Artikel
Falscher Wasserwerker stiehlt Schmuck
Nächster Artikel
Stiftung erwägt Aufbau von Solaranlagen

Vor der frisch hergerichteten Fassade des Altenzentrums Margot-Engelke entsteht ein Garten mit Sitznischen, Holzliegen und Klangelementen.

Quelle: Schwarzenberger

Hannover. 250 000 Euro investiert die Stadt in eine neue Gartenanlage; die Margot-Engelke-Stiftung übernimmt von den Kosten knapp 100 000 Euro.

Der Projekttitel machte Roland Schmitz-Justen von der SPD-Fraktion im Bezirksrat Südstadt-Bult etwas stutzig. „Die Einrichtung ist doch eher ein offenes Zentrum. Werden jetzt geschlossene Bereiche für Demenzkranke geschaffen?“, fragte er in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Immerhin gilt das Margot-Engelke-Zentrum (MEZ) auch als eine Art Nachbarschaftstreff. Es ist kein Pflegehaus für Menschen, die an Demenz erkrankt sind. In vier betreuten Wohngruppen mit insgesamt 63 Pflegeplätzen leben Senioren weitgehend eigenständig. Es gibt ein offenes Forum und eine Cafeteria; auch Anwohner kommen zum Essen ins Zentrum. Ein Wandel der Bewohnerschaft - Demenzkranke benötigen eigene, geschützte Bereiche - hätte damit auch Folgen für die Nachbarn.

Betreuungskonzept soll sich nicht ändern

Beate Gundert vom Betrieb Städtische Alten- und Pflegezentren beruhigte: „Es gibt zwar ein paar geschützte Ecken, aber wir wollen nach wie vor verschiedenen Besuchern und Klienten gerecht werden.“ Am Betreuungskonzept ändere sich nichts, aber es gebe einige an Demenz erkrankte Bewohner im MEZ. „Und jede Woche haben wir bis zu 1000 ältere Gäste aus der Südstadt im Zentrum. Auch für sie soll der Garten offen sein.“

1974 wurde das MEZ eröffnet; der Pflegebereich wurde 2008 völlig umgestaltet. Die Fassaden wurden in den vergangenen zwei Jahren erneuert. Allein in die Fassadensanierung steckte die Stadt 1,68 Millionen Euro. Die zum MEZ gehörende Grünfläche an der Kreuzung zur Mommsenstraße ist seit über 40 Jahren unverändert. Zudem wird ein Teil der Fläche als inoffizieller Parkplatz genutzt. Das soll sich ändern. Mit Terrasse, Sitznischen, rollstuhlgerechten Wegen, Handläufen, Holzliegen und Klangelementen wollen die Planer einen Garten schaffen, der mehrere Sinne anspricht.

Von Marcel Schwarzenberger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südstadt
So schön ist die Südstadt in Hannover
Südstadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Südstadt-Bult, 7. Stadtbezirk in Hannover.
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 41.575
  • Einwohner je Stadtteil:   Südstadt (38.600) und Bult (2.975)
  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.