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Südstadt Maschseefest: Anwohner wollen mehr Schutz vor Verkehr
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Maschseefest: Anwohner wollen mehr Schutz vor Verkehr
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00:19 28.07.2018
Im vergangenen Jahr war die Polizei nur zeitweise in der Geibelstraße vertreten. Quelle: Schaarschmidt
Südstadt

Ständiger Parkplatzsuchverkehr, Abgase, nächtliches Zuschlagen von Autotüren und lauthals grölende Betrunkene auf dem Weg zum Auto: Bewohner der Südstadt wünschen sich dringend eine Verbesserung der Verkehrssituation während des diesjährigen Maschseefests vom 1. bis zum 19. August. Die bisher zugesagten Maßnahmen reichten keinesfalls aus, die Lage für die Bürger in den in der Nähe des Sees gelegenen Bereichen einigermaßen erträglich zu machen, sagt Sabine Zimmeck aus der Meterstraße. Eine entlastende Wirkung sei nicht zu erwarten, schreibt Zimmeck an den für das Maschseefest zuständigen Eventmanager der Stadt, Ralf Sonnenberg.

Die Bürgerin hatte sich von Sonnenberg die geplanten Maßnahmen erläutern lassen. Vorgesehen ist, wie schon im vergangenen Jahr, eine sogenannte Vorsperre an der Kreuzung Geibelstraße/Ecke Döhrener Straße. Anderes als im Vorjahr sollen dort Polizisten die Autofahrer dauerhaft informieren, dass Parkplatzsuchverkehr im Stadtteil nicht erwünscht ist. Außerdem soll die Wiesenstraße während des Festes als Einbahnstraße ausgewiesen werden, und der städtische Ordnungsdienst in den Straßen in Maschseenähe könnte verstärkt werden.

"Nur ein Tropfen auf dem heißen Stein"

Zimmeck hält von den Planungen der Stadt nicht viel, und da ist sie sich mit zahlreichen Bürgern einig. Die informierenden Polizisten seien bestenfalls „ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagt die Anwohnerin. Denn die ungeregelte Zufahrt von Maschseefestbesuchern auf Parkplatzsuche erfolge erfahrungsgemäß nicht nur über die Alte Döhrener Straße, sondern auch über zahlreiche andere Möglichkeiten.

Die Wiesenstraße sei wegen der auf beiden Seiten parkenden Autos auch außerhalb des Maschseefestes nur einspurig befahrbar, meint Zimmeck. Eine Einbahnstraße würde zwar den Verkehr besser lenken, weniger Autos würden dann in der Südstadt aber keineswegs herumfahren. Und eine Verstärkung des Ordnungsdienstes könne nur dann zu entlastenden Ergebnissen führen, wenn dessen Mitarbeiter in den den Spitzenzeiten von freitags bis sonntags auch in den Abend- und Nachtstunden im Einsatz seien.

Die Begründung der Stadt, dass für weitere Maßnahmen kein Geld vorhanden ist, sei nicht akzeptabel, sagt Zimmeck.

"Parkplatzsuchverkehr wird es weiter geben"

Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne sagt, dass die Stadtverwaltung bereits eine Menge unternommen habe, um die Belastung der Anwohner durch parkplatzsuchende Autofahrer zu senken. Allerdings ist Pollähne skeptisch, ob die Information der Polizei an der Kreuzung Geibelstraße/Alte Döhrener Straße die erhoffte Wirkung zeigt. „Den Parkplaztzsuchverkehr wird es wohl weiterhin geben“, sagt Pollähne. Der Bezirksbürgermeister wünscht sich, dass die Verwaltung beim diesjährigen Fest kurzfristig reagiert, wenn Anwohner Vorschläge haben, wie die Situation verbessert werden kann.

Von Mathias Klein

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