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28.000-Euro-Mauer wird nach Bau umgehend abgerissen

Stephansplatz 28.000-Euro-Mauer wird nach Bau umgehend abgerissen

Auf dem Stephansplatz hat eine Baufirma eine Mauer errichtet, die umgehend wieder abgerissen werden musste. Die Stadt hatte in einer Prüfung „technische Mängel in Planung, Konstruktion und Bauausführung“ festgestellt - eine dauerhafte Standsicherheit sei nicht gegeben gewesen. Der Bau kostete 28.000 Euro.

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Abgerissen wegen technischer Mängel: Die 28 000-Euro-Mauer am Stephansplatz.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Der Abriss einer gerade erst gebauten Mauer auf dem Stephansplatz hat im Bezirksrat Südstadt-Bult ein unterschiedliches Echo ausgelöst. „Eigentlich müsste man über die Sache laut lachen - wenn sie nicht so traurig wäre“, sagt Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne (SPD). SPD-Fraktionschef Roland Schmitz-Justen meinte, jetzt sei es wichtig, dass der Spielplatz schnell wieder genutzt werden könne. Von einer neuen Mauer dürfe keine Gefahr ausgehen. „Es ist gut, dass der Fehler behoben wurde, anstatt ihn zu vertuschen“, sagt er.

Ganz anders beurteilt das CDU-Fraktionschef Jan Alexander Scholz: „Der Umgang mit der Angelegenheit zeugt nicht gerade vom sorgsamen Umgang mit Steuermitteln“, betont er. Jetzt müsse genau hingesehen werden, wer für den Fehler verantwortlich sei. „Vermutlich wird die Stadt keinen Auftrag zum Bau einer baufälligen Mauer erteilt haben“, meint Scholz.

Eine "ärgerliche Angelegenheit"

Grünen-Fraktionschef Oliver Kluck spricht von einer „ärgerlichen Angelegenheit“. Nach seinen Angaben ist die wieder abgerissene Mauer höher geworden als ursprünglich vorgesehen.

Bauarbeiter hatten am Montag eine Mauer abgerissen, die in den Tagen zuvor als Ersatz für eine marode, denkmalgeschützte Mauer neu aufgebaut worden war. Das Bauwerk war 40 Meter lang und rund 1,30 Meter hoch. Bei der Stadt hieß es, die Mauer habe „technische Mängel in Planung, Konstruktion und Bauausführung“ gezeigt, eine dauerhafte Standsicherheit sei nicht gegeben gewesen. Der Mauerbau hat 28 000 Euro gekostet.

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  • Bevölkerungsdichte : 5.790 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30169, 30171, 30173
  • Markantes aus der Geschichte: Große Teile der Südstadt wurden ab Mitte der 1920er Jahre geplant und in den 1930er Jahren fertiggestellt. Solche Großsiedlungen für Familien waren Teil des soziales Wohnungsbaus der Weimarer Republik, der Alternativen zu den schlechten Lebensbedingungen in den Altbauten der Innenstadt schaffen und den Wohnungsmangel lindern sollte. In der Südstadt sind in dieser Zeit viele Straßenzüge mit vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern in Klinkerbauweise entstanden. Städtebaulich herausragend ist darunter das Hochhaus Glückauf am Geibelplatz.
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