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Pindopp-Nachfolger öffnet erst im Spätsommer

Extrablatt-Umbau verzögert sich Pindopp-Nachfolger öffnet erst im Spätsommer

Der Umbau der ehemaligen Kultkneipe Pindopp zum Café Extrablatt dauert länger als erwartet. Betreiber Umut Kus bestätigt, dass das Lokal voraussichtlich erst im Spätsommer eröffnet wird.

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Ehemals Pindopp wird zum neuen Café Extrablatt.

Quelle: Alexander Körner

Hannover. „Der Umbau ist kompliziert, aber nicht unlösbar“, sagt Betreiber Umut Kus. Er wolle das Gebäude liebevoll umbauen: „Qualität geht vor Tempo.“

Kus betreibt die Extrablatt-Cafés am Georgsplatz und in der Grupenstraße. Er hatte das frühere Pindopp-Gebäude im Sommer 2015 von der Immobilienfirma Quantum gekauft, der Mietvertrag für das Kultlokal war turnusgemäß zum Jahresende ausgelaufen. Ursprünglich sah der Plan vor, im Februar mit neuem Konzept zu eröffnen, dann war von April die Rede, dann von Mai. Noch immer liegt die Baugenehmigung für den Umbau nicht final vor, doch Unternehmer Kus gibt der Stadt keine Schuld. Im Gegenteil: „Wir fühlen uns gut behandelt und gut beraten.“ Es seien viele Fachbereiche betroffen, vom Bauamt über das Grünflächenamt bis zum Marktamt. „Ich habe den gestellten Bauantrag geändert, deshalb liegt noch keine endgültige Genehmigung vor.“

"Wir sanieren die wunderschöne Fassade"

Einer der Aspekte, die den Umbau verzögert haben, ist etwa die übergroße Markise. „Wir sanieren die wunderschöne Fassade, da wäre es schade, sie mit Sonnenschirmen zu verstellen“, sagt Kus. Doch die Statik des Nachkriegsbaus trage die schwere Markise nicht, weshalb ein aufwendiges Stahlgerüst habe eingezogen werden müssen. „Wir bauen eben kein Einfamilienhaus im Neubaugebiet, sondern ein sensibles Gebäude - abreißen und neu bauen wäre leichter“, sagt der Gastronom. Das ehemalige Pindopp steht zusammen mit weiteren Gebäuden aus der Nachbarschaft unter Ensembleschutz, alle Umbauten müssen mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden.

Was viele Passanten gesehen haben dürften: Kus hatte mit einem großen, selbst gemalten Transparent dazu aufgerufen, alte Fotos von Erlebnissen mit und in der Gastwirtschaft einzureichen. „Die Resonanz war großartig“, sagt er. Ein Ehepaar habe Fotos und sogar einen Film von seiner Hochzeit 1961 im Restaurant angeboten, mit Kutschvorfahrt und Begrüßung an der Eingangstür. Zudem habe sich die Tochter des Altbesitzers gemeldet, die dort zeitweilig gekellnert habe - auch an jenem Hochzeitstag. Inzwischen habe es eine Begegnung gegeben. „Es waren rührende Szenen“, sagt Kus.

Kritik an neuer Gastronomie

Als 2015 die Nachricht vom Ende des Pindopp die Runde gemacht hatte, war Kus teils heftigen Anfeindungen ausgesetzt gewesen, weil seine Systemgastronomie einen alteingesessenen Betrieb verdränge. „Auch in der Gastronomie ist der Wandel etwas ganz Natürliches“, sagt er jetzt: „1981 hatte das Pindopp seinerseits das ursprüngliche ,Restaurant zu Bismarck’ abgelöst, weil sich damals die Betreiberfamilie die geforderte Modernisierung der Küche nicht leisten konnte“, sagt Kus: „Wer weiß, ob hier in 25 Jahren noch ein Extrablatt wirtschaftet oder jemand anderes dann längst die Location weiterführt.“

Zu den Kosten des Umbaus will er sich nicht äußern. Es sei natürlich ein Millionenbetrag, der in die Immobilie fließe, sagt er. „Aber es bleibt im Rahmen der Vernunft, kaufmännisch und gastronomisch.“ Kus hat gerade auch die Räume des ehemaligen Schweinske am Königsworther Platz übernommen. Auch dort soll ein Extrablatt eingerichtet werden. „Der Umbau dort ist aber kein Vergleich zu dem im alten Pindopp.“ Wann er am Königsworther Platz eröffnet, ist unklar. Es solle definitiv vor Jahresende sein, „aber zuerst kommt die Immobilie in der Südstadt“, verspricht er.

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